Linksextremismus: Verurteilter Gewalttäter als Dozent an der TU Dortmund tätig!

Es war an einem Juliabend im Jahr 2010: Drei Nationalisten liefen die Münsterstraße in der Nordstadt entlang, als plötzlich eine Gruppe von etwa zwanzig Antifaschisten aus einer Seitenstraße erschien und begann, die drei mit Pfefferspray, Flaschen und Teleskopschlagstöcken anzugreifen. Noch während die Nationalisten dabei waren, den Angriff nach Kräften abzuwehren, trafen Polizeibeamte ein und konnten zwei der linken Angreifer festnehmen. Unter ihnen: Michael J., seinerzeit ein Student der TU Dortmund und heute, nach beendetem Studium, als Dozent im Bereich des „Arbeitsgebietes Mikrostrukturtechnik (AG MST)“ tätig. Als „Wissenschaftlicher Mitarbeiter“ gehört es u.a. zu seinen Aufgaben, Übungen mit den Studenten durchzuführen, laut einem aktuellen Vorlesungsverzeichnis referiert J. beispielsweise jeden Mittwoch zum Thema „Werkstoffe der Elektrotechnik“. Was bisher wohl die wenigsten Studenten an der TU Dortmund gewusst haben dürften: J. wurde wegen eines Gewaltdeliktes rechtskräftig verurteilt, ist der linken Szene Dortmunds zuzurechnen und musste seinerzeit sogar ein Schmerzensgeld an die angegriffenen Nationalisten zahlen.

Forderung: Rektorat der TU Dortmund muss Mitarbeiterverhältnis überprüfen!

Michael J. ist an der TU Dortmund bereits seit vielen Jahren durch seine Tätigkeit für linke Gruppierungen in Erscheinung getreten, zwischenzeitlich vertrat er die „Basisgruppe Freie Bildung“ im Studierendenparlament. Doch nicht nur die Theorie liegt J. am Herzen: Bei seiner Festnahme im Juli 2010 führte J. Aufkleber für das „Antifacamp“ in Oberhausen bei sich, ein Zeltlager antideutscher Linksextremisten. Bei der späteren Gerichtsverhandlung versuchte sich J., der von einer Anwältin, die dem Umfeld der „Roten Hilfe“ zuzurechnen ist, zunächst aus jeder Verantwortung zu stehlen, musste die vorgeworfene, gefährliche Körperverletzung letztendlich in zweiter Instanz jedoch einräumen und gestand, nicht nur in der gewalttätigen, linksextremen Gruppierung gewesen zu sein, sondern bei dem Angriff auf der Münsterstraße auch mindestens eine Flasche auf einen Nationalisten geworfen zu haben. Zunächst verurteilte das Amtsgericht Dortmund J. und seinen Genossen Conrad G., einen Studenten der Raumplanung, der ebenfalls an der TU Dortmund beheimatet ist, zu einer Haftstrafe von 8 Monaten, die wegen der vermeintlich günstigen Sozialprognose – trotz der „Feigheit der Tat“ (O-Ton des Richters) – zur Bewährung ausgesetzt worden war, sowie der Auferlegung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 1000 Euro. Später wandelte das Landgericht die Bewährung – bei Aufrechterhaltung des Schmerzensgeldes – in eine Geldstrafe um, da die Richter den Übergriff lediglich als eine übersteigerte Reaktion im „Kampf gegen Rechts“ sehen wollten. Nicht ohne Grund, dürfte Michael J. als einziger Mitarbeiter am AG MST darauf verzichtet haben, ein persönliches Foto auf der Internetpräsenz des Fachbereiches zu veröffentlichen – gut möglich, dass er seine vermeintliche Anonymität an der TU Dortmund behalten wollte. Es sollten jedoch alle Studenten wissen, wer sie dort unterrichtet: Ein verurteilter, linksextremer Gewalttäter, der sich bis heute nicht (öffentlich) von seiner politischen Betätigung distanziert hat. „Wir hoffen, dass seitens des Rektorats der TU Dortmund eine Überprüfung der Personalie Michael J. erfolgen wird“, erklärte deshalb auch Moritz-Julius Klor, Sprecher der „Nationalistischen Hochschulgruppe Dortmund“, die aktuell eine Kampagne gegen linksextreme Strukturen an TU und FH Dortmund durchführt und öffentliche Aktionen angekündigt hat, um dem vermeintlichen, linken Rückzugsraum Hochschule in Dortmund den Kampf anzusagen!

Ergänzung 29. Januar 2017, 23.30 Uhr:
Nachfolgend ein älterer Artikel über die Verhandlung gegen Michael J. und Conrad G, die am 16. Dezember 2010 vor dem Amtsgericht Dortmund stattfand. Die ursprüngliche Internetseite, auf welcher der Artikel publiziert wurde, ist in der Bundesrepublik Deutschland mittlerweile durch Zensurmaßnahmen nicht mehr legal aufrufbar.

Eine Veröffentlichung des linksextremen Szeneportals „Indymedia“, die mittlerweile zwar gelöscht, auf der Seite des „Sozialforums Dortmund“ jedoch gespiegelt wurde, ist im Übrigen hier zu finden.

Am heutigen Donnerstag (16. Dezember 2010) fand vor dem Dortmunder Amtsgericht der zweite und letzte Prozesstag gegen die beiden Antifaschisten Conrad G. und Michael J. statt, denen vorgeworfen wurde, aus einer Gruppe heraus in der letzten Juliwoche drei nationale Aktivisten in der Dortmunder Nordstadt attackiert zu haben.

Eröffnet wurde der zweite Verhandlungstag durch die Vernehmung des dritten Geschädigten, welcher die Situation aus seiner Sicht schilderte und den Angeklagten Conrad G. sowohl bei seiner Festnahme, als auch vor Gericht wiedererkennen konnte. Da der Ablauf der gesamten Tatsituation auch durch die beiden vorherigen Aussagen als bekannt angesehen werden kann, gab es sowohl von der Staatsanwaltschaft, als auch von der Verteidigung nur wenige Rückfragen.

Hiernach folgten die Vernehmungen zweier Polizisten, deren Aussagen nahezu identisch waren und die Festnahmesituation des Angeklagten Michael J. schilderten, welcher versuchte, über die Mallinckrodtstraße zu flüchten und nach kurzer Verfolgung von den Beamten gestellt wurde. Zur Tatsituation, bei welcher von den angreifenden Antifaschisten unter anderem Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt wurden, konnten die Beamten keine näheren Angaben machen, da sie erst am Tatort eingetroffen waren, als der Auflösungsprozess der Angreifergruppe eingesetzt hatte. Von dem Angeklagten erhobene Vorwürfe, er wäre in der Polizeiwache ungerecht behandelt worden und unter anderem als „Scheiß Zecke“ betitelt worden, konnten die vernommenen Polizisten nicht bestätigen.

Nach diesen Zeugen wurde die Beweisaufnahme abgeschlossenen und die Plädoyers abgehalten. Von der Staatsanwaltschaft wurde eine Haftstrafe von 10 Monaten gefordert, die mit einem zugedrückten Auge zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Der Staatsanwalt zeigte sich von der Schuld der Angeklagten überzeugt, welche vor allem durch die detaillierten Beschreibungen der Zeugen überführt wurden. Die Aussagen der Angeklagten, in denen sie angaben, lediglich zufällig vor Ort gewesen zu sein, wertete der Staatsanwalt – sowie später auch der Richter – als Schutzbehauptung.

An die Forderung von 10 Monaten auf 3 Jahre zur Bewährung ausgesetzt schloss sich auch der Rechtsanwalt der Nebenkläger an, der in seinem Plädoyer neben der erwiesenen Schuld der Angeklagten auch auf deren Tätigkeiten in der linken Szene einging. Sowohl Michael J. als auch der Mitangeklagte Conrad G. traten beispielsweise als Kandidaten der „Linken Liste“ bzw. der „Alternativen Liste“ zur Wahl des Allgemeinen Studierendenausschusses an der Technischen Universität Dortmund an. Während sich Michael J., der bei seiner Festnahme auch Aufkleber für eine antifaschistische Veranstaltung mit sich trug, ebenfalls im sogenannten „Komitee für freie Bildung“ aktiv ist, einem Zusammenschluss überwiegend linksextremer Studenten, fiel der Angeklagte Conrad G durch gewaltverherrlichende Äußerungen im Internet auf. Unter anderem an diesen Tatsachen ist die politische Tatmotivation der Beiden klar erkennbar. Weiterhin wurde vom Nebenkläger-Anwalt der Antrag gestellt, an zwei Geschädigte ein Schmerzensgeld von je 750 Euro zu zaheln.

Die Verteidiger von Conrad G. und Michael J. versuchten in ihren kurz gehaltenen Plädoyers die Aussagen der Angeklagten als Wahrheit zu vermitteln. Demnach sollen beide zufällig auf eine vermummte Gruppe getroffen sein, die Personen attackierte, die dem Auffassen der beiden Angeklagten nach klar als Nationalisten zu erkennen waren. Da beide zwar linksorientiert seien, Gewalt aber strikt ablehnen, hätten sie Parolen gegen Nazis mitgerufen, bei den Gewalttätigkeiten aber nicht aktiv teilgenommen. Das eine solche Geschichte bei allen anderen Beteiligten des Strafverfahrens auf wenig Glaubwürdigkeit stößt, verwundert sicherlich nicht und auch der Richter schenkte dieser Version wenig Glauben.

In seinem Urteil führte er aus, dass sowohl die Tatausführung – der Angriff einer zahlenmäßig weit überlegenen Gruppe – als auch das anschließende Verhalten der Angeklagten vor Gericht als Feigheit anzusehen sind. Nach Auffassung des Richters gibt es keinen Zweifel daran, dass sich beide in der Angreifergruppe befanden und sich somit als Mittäter die Straftaten der gesamten Gruppe zurechnen lassen müssen. Ausschlaggebend seien – wie schon vom Staatsanwalt ausgeführt – die glaubwürdigen Aussagen der Zeugen, sowie die absolut unhaltbare Aussage der Angeklagten. Neben den Prozesskosten wurden die Angeklagten weiterhin dazu verurteilt, ein Schmerzensgeld von jeweils 500 Euro an zwei der drei Geschädigten zu zahlen.

Das linksextreme Gewalttäter von einem bundesrepublikanischen Gericht verurteilt wurden und nicht mit einer Einstellung oder Verwarnung den Gerichtssaal verlassen haben, ist als erfreulich anzusehen, täuscht aber nicht über den Umstand hinweg, dass die Justiz oftmals einseitig ermittelt und häufig die wirklichen Täter laufen lässt. Während nationale Aktivisten immer wieder durch haltlose Anschuldigungen in das Fadenkreuz geraten – beispielsweise durch das Verbreiten von Aufklebern für einen Trauermarsch – müssen sich Linksextremisten nur in den seltensten Fällen verantworten.
Ob die Angeklagten oder die Staatsanwaltschaft Berufung oder Revision gegen dieses Urteil einlegen, ist noch nicht bekannt. Über den weiteren Verlauf des Verfahrens werden wir berichten.

9 Kommentare to “Linksextremismus: Verurteilter Gewalttäter als Dozent an der TU Dortmund tätig!”

  1. Hans Wozny

    Jan 30. 2017

    Hm..ja, was ist mit vorbestrafetn RECHTEN Gewalttätern? Die dürfen sogar in die Politik (Herr Borchardt, Herr Grebe usw)…aber ist ja klar..RECHTE Vorbestrafte müssen resozialisiert werden…..

    Reply to this comment
    • Cornelia

      Jan 31. 2017

      Der Unterschied: Die wurden gewählt und nicht von linken Genossen hinten herum ins Amt gehoben, so wie dein Michael J.

      Reply to this comment
  2. Kleinholthauser

    Jan 31. 2017

    Irgendwie muß der Zeckennachwuchs ja gezüchtet werden.

    Reply to this comment
  3. Ferris

    Jan 31. 2017

    „Antifaschisten“ ha ha, „Anti“!!! Ha ha ha haaaa!

    Reply to this comment
  4. Koralle

    Jan 31. 2017

    warum wurde denn nicht auch ein Vertreter der DIE RECHTE dazu eingeladen am 02.02.2017, wenn das Schwulenreferat schon verpflichtet wurde jemanden von der AfD einzuladen, da ansonsten die Veranstalung keine Genehmigung erhalten hätte. Allerhand sowas

    http://www.schwulenreferat.tu-dortmund.de/home/

    Reply to this comment
  5. Völkermord ist bunt

    Feb 01. 2017

    Für Antideutsche darf kein Platz in deutschen Bildungseinrichtungen sein!

    Reply to this comment
  6. @ V I B

    Feb 01. 2017

    Die sollten mal ein Auslands Studium bei El Trump anstreben . Dort werden die dann resozialisiert !

    Reply to this comment

Trackbacks/Pingbacks

  1. TU Dortmund: Auch Junge Union und FDP-Jugend verurteilen linksextreme Störungen! – DIE RECHTE - 06. Februar 2017

    […] Überfall auf politisch Andersdenkende vor Gericht stand und rechtskräftig verurteilt wurde (das „DortmundEcho“ berichtete). Wenig überraschend, befand sich auch Michael J. auf den Zuschauerrängen derjenigen, die […]

  2. Linker Gewalttäter an der TU-Dortmund – Der III. Weg - 03. Mai 2017

    […] mit dabei : Michael J., Student an der Technischen Universität in Dortmund. Nun wurde dank eines Berichts des Dortmund-Echos öffentlich, dass besagter Michael J. inzwischen als „Wissenschaftlicher Mitarbeiter“ an der TU […]

Hinterlasse einen Kommentar