TU Dortmund: Öffentliche Gründung der „Anarchistischen Hochschulgruppe“ an Nationalisten gescheitert!

Großspurig hatten Linksextremisten angekündigt, auf dem Campus der Technischen Universität (TU) Dortmund am Abend des 10. Januars 2017 (Dienstag) eine „Anarchistische Hochschulgruppe“ gründen zu wollen, um damit „Staat, als auch Kapitalismus, Faschismus, Rassismus und Sexismus“ im Unialltag bekämpfen zu wollen. Letztendlich wurde die Gründungsversammlung, die öffentlich vor dem Gebäude Emil-Figge-Straße 50 abgehalten werden sollte, jedoch zu einem Desaster – zwar warben hunderte Plakate auf dem Campusgelände für das Treffen, die Veranstalter blieben jedoch zunächst fern, statt linkem Krawallpublikum, warteten mehrere Dutzend nationale Aktivisten am angekündigten Versammlungsort auf interessierte Genossen.

Asta schlüpft in die Veranstalterrolle und verhindert „Totalausfall“

Bereits ab 17.30 Uhr warteten nationale Aktivisten, darunter mehrere Studenten von TU und FH Dortmund, vor der EF 50 – von Anarchisten war zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen, lediglich einige Vertreter des AStAs hielten sich anlässlich ihres Neujahresempfangs vor dem Gebäude auf. Diese benachrichtigten auf Grund der gehäufen Präsenz von Nationalisten zunächst den unieigenen Sicherheitsdienst, der offenbar die Polizei heranzog, obwohl die Aktivisten friedlich verweilten, zum Teil wurden außerdem Flugblätter an Interessierte verteilt, in denen sich kritisch mit der Gründung der „Anarchistischen Hochschulgruppe“ auseinandergesetzt wurde. Auch um 18.00 Uhr, dem eigentlichen Beginn des Anarchistentreffens, fanden sich noch keine Veranstalter von gesetzlosen Zuständen ein, dafür aber mehrere Interessenten der Hochschulgruppe – diese Interessenten wurden zunächst durch die Nationalisten „betreut“ und die politische Diskussion gesucht, was jedoch zu Panikreflexen seitens der AStA-Truppe führte, die jedem Neuankömmling panisch mitteilte, er solle „weg von den Rechten“ gehen und erstmal im Seminarraum des Allgemeiner Studierendenausschusses warten, selbst wisse zwar niemand, wer der Organisator des linken Treffens sei, aber dies würde abgeklärt werden. Im Laufe der Zeit sammelten sich etwa eine Hand voll Anarchisten-Interessenten in den AStA-Räumen, auch ein halbes Dutzend organisierte Antifaschisten war irgendwann erschienen und gesellte sich zum Sicherheitsdienst der Uni, der sich längere Zeit im Gespräch mit zwei Polizeibeamten befand.


AKtivisten verteilten vor der EF 50 Flugblätter


Anlass war die Gründung der „Anarchistischen Hochschulgruppe“, die groß beworben wurde


Viele Leute warten vor der EF 50, darunter viele Nationalisten, aber keine Anarchos


Polizei: Zunächst kamen Streifenbeamte, später Teile der Einsatzhundertschaft

Veranstaltung abgesagt, Platzverweise gegen anwesende Nationalisten

Obwohl es keinen Grund für ein polizeiliches Einschreiten gab, alle anwesenden Nationalisten verhielten sich nicht nur friedlich, sondern diskutierten an vielen Stellen auch mit Teilen des anwesenden AStA-Personals, rückten nach etwas mehr als einer Stunde, gegen 18.45 Uhr, weitere Polizeieinheiten an (darunter sogar Teile der Dortmunder Einsatzhundertschaft) und teilten den Aktivisten mit, dass gegen sie ein Platzverweis ausgesprochen würde. Auf Nachfrage wurde dieser mit der Anwesenheit von Gruppen rechter und linker Personen begründet, deren mögliches Aufeinandertreffen bereits präventiv verhindert werden solle – abgesehen davon, dass sich die Platzverweise nur gegen „Rechte“ richteten (und von der Polizei wohl aus Gründen politischer Korrektheit als PR-Maßnahme gestreut wurden), gab es bis zu diesem Zeitpunkt zahlreiche Situationen, in denen beide „Lager“ vor der EF 50 aufeinander getroffen waren, Gewalttätigkeiten oder Zwischenfälle hatte es aber nicht gegeben. Eine Teilnahme an dem Gründungstreffen der „Anarchistischen Hochschulgruppe“, die von einigen Nationalisten zwecks Meinungsaustausch angestrebt worden war, wurde zudem ebenfalls durch die Polizei abgelehnt, ein solches Treffen gäbe es nicht, weder durch den AStA, noch einen anderen Veranstalter, würde diese Veranstaltungen an der Uni stattfinden. Es mag wohl sein, dass sich die anwesenden Anarchisten später noch an anderer Stelle getroffen haben, ihre „offizielle“ Gründungsversammlung, die vor der EF 50 angepeilt war, fiel aber bereits durch das Auftauchen politisch Andersdenkender, die den inhaltlichen Diskurs suchten, ins Wasser. Zurückgeschickte, enttäuschte Interessenten dieser Hochschulgruppe runden den Reinfall für die Anarchisten ab: Linksextreme Politik hat an TU und FH keinen Platz, erfreulicherweise scheitern Organisationsansätze in Dortmund aber bereits an der Unfähigkeit der anarchistischen Veranstalter.


Orientierungslos: Vereinzelt auftauchende Anarchisten werden vom AStA „betreut“


Betretene Mienen: Die Begeisterung hielt sich bei Anarchisten und Co in Grenzen

Amüsante Randnotiz: Nachdem die Polizei eingetroffen war, wurden offenbar die Personalien von Personen, welche die mysteriöse Gründungsveranstaltung besuchen wollten, festgestellt. Immerhin wissen die Beamten nun, wer für zukünftigen Vandalismus auf dem Campusgelände oder den nächsten „Mini-Uni-Aufstand“ der Anarchos ins Visier genommen werden muss. Ansonsten bleibt lediglich festzuhalten, dass wohl niemand politische Bestrebungen von Personen ernst nehmen kann, die daran scheitern, eine Veranstaltung mit weniger als 15 Personen durchzuführen, letztendlich ihrem politischen Gegner den Vortritt beim Erstkontakt mit Interessenten, sowie die optische Präsenz am beworbenen Treffpunkt, lassen und mutmaßlich mit dem „letzten Aufgebot“ in einem Hinterzimmer der Uni zusammengesessen haben, um die groß angekündigte Gruppengründung in deinem sehr viel kleineren Rahmen zu begehen.

Ergänzung 10. Januar 2016, 21.00 Uhr:

Das Studentenmagazine „Pflichtlektüre“ hat einen kurzen Artikel zur Gründung der „Anarchistischen Hochschulgruppe“ veröffentlicht. „Ungefähr 50 Rechte haben sich am Dienstagabend, 10. Januar, auf dem Campus der TU Dortmund versammelt. Ursprünglich sollte sich dann eine anarchistische Hochschulgruppe gründen, die Partei „Die Rechte“ kündigte auf Twitter die Verteilung von Flugblättern dagegen an. Um 18:40 sprach die Polizei einen Platzverweis gegen die rechten Aktivisten aus“, fasst die Internetseite das Geschehen zusammen. Angeblich wäre die Veranstaltung anschließend in die Bibliothek verlegt worden, wobei wohl davon auszugehen ist, dass sich die verbliebenen Anarchisten um einen freien Tisch gesetzt haben, um ihre „großen Pläne“ zu debattieren. Von einer „Veranstaltung“, geschweige denn mit Außenwirkung oder sogar entstehender Aufbruchstimmung, kann dabei wohl keine Rede mehr sein.

8 Kommentare to “TU Dortmund: Öffentliche Gründung der „Anarchistischen Hochschulgruppe“ an Nationalisten gescheitert!”

  1. Völkermord ist bunt

    Jan 11. 2017

    Gute Aktion 🙂

    Diese Anarschissten geben offen zu jeden Staat bekämpfen und abschaffen zu wollen. Das sind doch glasklare Staatsgefährder. Wer schützt uns vor diesen Anarchogefährdern?

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  2. Julia

    Jan 11. 2017

    Anarchisten verstecken sich hinter der Polizei. Was für eine jämmerliche Bande.

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    • Daniel

      Jan 13. 2017

      Du verstehst das falsch. Anarchisten waren um 1900 herum Revolutionäre. Heute sind sie Spießer, welche etablierten Regime-Politikern wie z.B. dem Ex-Anarchisten Kretschmann (Ministerpräsident von BW) in der Ar… kriechen wollen. Insofern ist das Verstecken dieser Regime-Anarchisten hinter der Regime-Polizei nur verständlich.

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  3. Stefan Stolze

    Jan 12. 2017

    So haben die Jutta und Sarah auch angefangen, Auch mit Protektion einiger eidbrüchiger Uniformträger / Innen . Traurig nur das die Menschen dafür Steuern zahlen müssen . Ich wäre für eine bessere Nutzung der Gebäude an der Emil Figge Str . Das ist doch Platz für Einwanderer , oder für eine Dienststelle des Stadt Schutzes . Erhöhte Aufmerksamkeit über den Treiben des Fakultät Abschaums ist überfällig . Auf jeden Fall wünsche ich der Aktivitas des AStA ein schlechtes neues Jahr . Eins gebe ich einigen Linksradikalen Androgenen Pöblerrinnen noch mit auf den Weg : Überlast das Denken lieber euren Pferden , die haben einen grösseren Kopf !

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  4. Braunfuchs

    Jan 12. 2017

    Wie wäre es denn mit der Gründung einer Hochschulgruppe eines „Nationalen Studenten Bundes“ (NSB) an der TU-Dortmund! Vielleicht bietet der NSB dann ja auch zB in Dorstfeld preiswerte Wohnmöglichkeiten in Wohngemeinschaften für seine Mitglieder?

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  5. Studenten sind Schmarotzer

    Jan 16. 2017

    Jeder dieser schmarotzenden kostet den Menschen 13000 Euro im Monat . Das sind 26000 in deutschen Geld gerechnet . Zu dem sind die Energieverbräuche der Universität durch nichts mehr zu rechtfertigen . Das beweist ein weiteres mal wie faschistisch und egoistisch die Pädagogik Studenten / innen sind . Diese Resorzin verbrauchen die lieber selber anstatt diese deren Gästen zukommen zu lassen . Die kommen noch nicht einmal auf die Idee in den Wohnheimen Platz zu schaffen . Ist ja auch bequemer die Mittel selber in Anspruch zu nehmen , da die Schmarotzenden noch nicht reif genug sind für sich selber zu sorgen . Anscheinend ist die der Lehrinhalt des Studiums der Pädagogik : Das Leben von den Erwirtschaftungen der Menschen , ist so angenehm .

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  1. NHG begrüßt Raum-Verbot für linksextreme Veranstaltung an der TU Dortmund – DIE RECHTE - 16. Februar 2017

    […] an der TU Dortmund gegen die geplante Gründung einer linksextremen Organisation (das „DortmundEcho“ berichtete seinerzeit), die daraufhin nicht in der ursprünglich geplanten Form stattfinden […]

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