Ostermarsch 2017: Das Gruselkabinett marschiert(e)

Es ist ein lästiges Ritual, welches sich jährlich am Osterwochenende ereignet: Früher tausende, heute wenige hundert Linksextremisten, zumeist aus stalinistischen Gruppen wie MLPD, DKP und Co, marschieren im Rahmen des „Ostermarsches für den Frieden“ durch deutsche Großstädte. Traditionell endet die letzte Etappe des „Ostermarsch Ruhr“ in Dortmund, nach einem Umzug durch Lütgendortmund und Marten, geht es über Dorstfeld, wo am Wilhelmplatz eine Zwischenkundebung stattfindet, durch die Innenstadt in den Norden. Traditionell wird der Ostermarsch auf dieser letzten Etappe auch von nationalen Aktivisten begleitet, die gelegentlich durch Proteste gegen den Kommunistenauflauf tätig werden, teilweise aber eher dokumentieren und damit die Lächerlichkeit dieses Aufmarsches aufzeigen. Nachdem in den vergangenen Jahren die Teilnehmerzahl immer weiter sank, dafür der Altersschnitt weiter anstieg, waren es am Ostermontag 2017 (17. April 2017) gerade einmal 150 „Ostermarschierer“, die sich in Dortmund einfanden. Neben Fahnen von MLPD, DKP und Jugendorganisation SDAJ, waren auch die Falken, Naturfreunde und die Linkspartei vertreten, der Grüne Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß (Innenstadt-West) hielt zudem einen Redebeitrag, auch eine Abordnung der SPD aus Huckarde ließ sich im lustigen Häuflein blicken. Die Mehrzahl der versammelten wirkte jedoch, als hätten die letzten Jahrzehnte des Ostermarschierens Spuren hinterlassen, insgesamt machte der Ostermarsch 2017, mehr denn je, den Eindruck eines Gruselkabinetts.


Ein Sammelsurium linksextremer Splittergruppen hatte sich eingefunden

MLPD-Pfisterer sieht (fehlende) Jugend in der Verantwortung

Situationskomik bot dann auch ein Redebeitrag des Dortmunder MLPD-Politikers Gerd Pfisterer, der betonte, die Jugend müsse „noch mehr Verantwortung“ für den Marsch übernehmen – tatsächlich waren unter den Versammelten vielleicht 15 Personen unter 30 Jahren, vielleicht 5 unter 20, während die absolute Teilnehmermehrheit schon viele Lebensjahrzehnte „auf dem Buckel“ trägt. Und so dürften die Zeiten des Ostermarsches baldigst ablaufen, denn eine linksextreme Kritik, die sich in einer Politik offener Grenzen und den ständig wiederholten Parolen eines Klassenkampfes zeigt, braucht wahrlich niemand. Übrigens: Die Dortmunder Polizei hatte den Aufmarsch im Vorfeld wohl als vergleichsweise kritisch eingeschätzt und war mit einem deutlich größeren Polizeiaufgebot vertreten, als es noch in den Vorjahren der Fall war. Es blieb jedoch friedlich, Zwischenfälle oder auch angespannte Situationen waren nicht zu verzeichnen und die Beamten hielten sich insgesamt auch zuschauend im Hintergrund. In 365 Tagen heißt es dann wieder „Fortsetzung folgt, beim Ostermarsch 2018“.

10 Kommentare to “Ostermarsch 2017: Das Gruselkabinett marschiert(e)”

  1. Michael

    Apr 17. 2017

    Ja ist Sonn-und Feiertags für LKW.

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  2. Stefan Stolze

    Apr 17. 2017

    Entzückend wie die Muli Kulti Faschistin Claudia nun auch ausländer feindliche Äußerungen macht ! Sie selber hatte doch immer wieder sachbezogene Kritiken als Neonazismus dargestellt und wagt es nun gegen den Natopartner zu agitieren ! Schön das sie damit ihre bisherigen Aussäuerungen gegen die eigenen Menschen im Lande damit als Lügen und Verleumdungen zugibt . Liebe Frau R … Die Regierung der Cum Hyrriet wünscht Ihnen schlechte Grüße , dem schlisse ich mich an .

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  3. Erganzungs Frage

    Apr 17. 2017

    Marschierte dieses Gruselkabinett für irgend einen Führer ??

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  4. braunfuchs

    Apr 17. 2017

    Man muss nicht notwendigerweise alt, senil und blöde sein um am Ostermarsch teilzunehmen – aber – es erleichtert die Teilnahme augenscheinlich doch wohl ungemein!

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  5. Xavier Naidoo

    Apr 17. 2017

    Ist das die Friedensbewegung, über die sich die Dortmunder Antifaprominenz via Twitter aufregt,da diese zu sehr nach rechts gedriftet sei? Hier lese ich jetzt nur MLPD,DKP und Co.
    Sind die jetzt schon wählbar oder sollen wir lieber noch ein paar Jahre warten? 😀

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  6. Stephan

    Apr 18. 2017

    Mal etwas anderes:
    Offenbar hat das Gruselkabinett die Zeit am Wilhelmsplatz genutzt, um Wahlplakate aufzuhängen, die man dort lieber nur mit 100 Leuten Verstärkung und Polizeischutz aufhängen sollte.
    Neben den kommunistischen Plakaten, hat eine Satirepartei, die ihre lustigsten Zeiten längst hinter sich hat ein Plakat mit der Aufschrift ,,Hier könnte ein Nazi hängen“ angebracht.

    Wie sieht es da mit strafrechtlicher Relevanz aus?
    Im Gegensatz zu ,,Wir hängen nicht nur Plakate“ wird hier schließlich gezielt eine Personengruppe/Bewegung angesprochen, ähnlich als würde die Rechte Plakate mit ,,Hier könnten Dortmunder Piraten“ oder ,,Hier könnten Kommunisten hängen“,was in dem Fall selbstverständlich ein Skandal wäre.
    Kann man dagegen vorgehen oder darf man zukünftig generell auf seine Wahlplakate schreiben, wen man gerne hängen sehen würde? 😀

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    • Völkermord ist bunt

      Apr 19. 2017

      Wenn das rechtlich in Ordnung ist, ergeben sich da ja Möglichkeiten….

      ,,Hier könnte ein Dämonkrat hängen“ ?
      ,,Hier könnte ein Volksmörder hängen“ ?
      ,,Hier könnte ein Volksverräter hängen“ ?

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  7. Völkermord ist bunt

    Apr 18. 2017

    Kommunismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!

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  8. braunfuchs

    Apr 19. 2017

    Wenn man in dem Spruch „Hier könnte ein Nazi hängen“ einfach den Begriff „Nazi“ (laut Legaldefinition ist ein Nazi eine Person, die in einer Diskussion einen Linken mit einfachen Argumenten und belegbarer Wahrheit besiegt hat) wahlweise durch die Begriffe „Jude, Moslem, Zigeuner“ ersetzen würde, wäre der Aufschrei wohl groß und kein Staatsanwaltschaft würde es als strafrechtlich unbedenklich einstufen. Das ist eben der Unterschied zwischen der linksextremen Die Partei und den Rechten, denn wenn zwei das Selbe machen, ist es eben immernoch nicht das Gleiche.

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