Asylanten im Brügmannblock: Angespannte Situation

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Seit Dienstag Mittag sind in den Turnhallen der Berufskollegs im Brügmannblock (östliche Innenstadt) Feldbetten aufgebaut, die bis zu 400 Asylanten beherbergen sollen. Notwendig wurde dies, nachdem die Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Dortmund-Hacheney einen Aufnahmestopp verhängte und mehrere hundert Asylanten ziellos durch die Straßen zogen. Aktuell sind die Turnhallen im Brügmannblock von einem Großaufgebot verschiedener Rettungsdienste und des Ordnungsamtes umgeben, auf Nachfrage von „DortmundEcho“ gab ein Pressesprecher an, dass immer noch über 100 Kräfte im Einsatz seien. Diese sind unter Anderem vom Katastrophenschutz abgezogen.

Am späten Abend war die Kapazität der Turnhallen noch nicht ausgelastet, allerdings sind weiterhin Zugänge von Asylanten zu verzeichnen, die von Hacheney mit Bussen, welche die Dortmunder Stadtwerke (von Steuergeldern finanziert) bereitstellen, an die Berufsschulen transportiert werden. Wie der weitere Ablauf aussieht, ist momentan noch offen: Ursprünglich war die Unterbringung in den Berufsschul-Turnhallen nur für 24 Stunden angesetzt, ob es dabei bleibt, ist nicht absehbar, da es fraglich ist, ob zwischenzeitlich andere Unterbringungsmöglichkeiten für die sprunghaft angestiegene Zahl von Asylanten gefunden werden konnten. Über das weitere Vorgehen wird ein eigens eingerichteter Krisenstab entscheiden, der sich Mittwoch Vormittag um 11.00 Uhr zu einer richtungsweisenden Sitzung treffen wird.

Verlierer dieses neuerlichen Asylanten-Skandals sind bereits jetzt alle Dortmunder Bürger, die nicht nur (gemeinsam mit allen Bewohnern Nordrhein-Westfalens) die ohnehin fälligen Unterbringungskosten in den jeweiligen Asylantenheimen zu tragen haben, sondern nun auch noch für einen gigantischen Rettungseinsatz zur Kasse gebeten werden. Wie lange dieser dauert und wie hoch die abschließende Rechnung ist, sind noch völlig offen.

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1 Kommentar

  1. Jetzt ist die Initiative der Bürger gefragt. Alle Befürworter einer multikulturellen Gesellschaft fahren nach Hacheney und Derne, schnappen sich ein bis zwei Asylantenfamilien und nehmen diese bei sich auf. Laut Sierau war die Freude der Anwohner über die neuen Asylantenheime doch so dermaßen groß… Auf gehts Dortmund! Und wenn das nicht hilft, werden humanitäre Kriesensituationen einfach vom Innenministerium verboten, so einfach ist das!

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