Hacheneyer Zustände: Kriminalität, Müllberge, Belästigungen

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Der südliche Dortmunder Stadtteil Hacheney ließ sich bis zum letzten Jahr wahrlich nicht als sozialer Brennpunkt einstufen, im Gegenteil. Dies sollte sich aber mit der Eröffnung einer Asylantenunterkunft in der „Glückaufsegenstraße“ schlagartig ändern. Seither hat sich das Stadtteilbild gewandelt, die Straßen sind gefüllt mit ausländischen Schlepperbanden, Vorgärten werden von den Asylheimbewohnern als Müllablagen oder Toiletten verwendet, Anwohner bedroht und Polizeieinsätze provoziert. Um auf diese Zustände hinzuweisen, fand am Montag (1. Oktober 2012) eine von betroffenen Bürgern organisierte Veranstaltung statt, bei welcher unter Anderem Bildmaterial präsentiert wurde, das die Schilderungen belegt.

Nach Angaben der „Ruhrnachrichten“ wurden seit der Heimeröffnung im April 2011 in den letzten anderthalb Jahren in der Einrichtung, die für rund 350 Personen ausgelegt ist, 14 Haftbefehle vollstreckt, alleine im Inneren der Asylantenunterkunft wurden 80 Polizeieinsätze registriert. Dies widerspricht den fortlaufenden Beteuerungen etablierter Lokalpolitiker, die beteuern, eine erhöhte Kriminalität könne nicht beobachtet werden, wo sogar auf die Polizeibeamten selbst verwiesen wird, welche diese falsche Einschätzung in vorausgegangenen Bürgerdiskussionen auch in anderen Stadtteilen vertraten, obwohl die Fakten nachweislich anders aussehen.

Wie bedrohlich die Situation mittlerweile geworden ist, belegt auch ein Interview des Lokalsenders “Radio 91.2“, das mit Markus Pfefferkuch, dem Sprecher einer Bürgerinitiative, die sich gegen das Asylantenheim gebildet hat, geführt wurde. Zusammenfassend erläutert er, dass die Probleme vorhanden sind und sich nicht mehr schönreden lassen. Gegenüber dem Internetportal „Der Westen“ gab Pfefferkuch zudem an, das die Stadt Anwohnerbeschwerden ignorieren würde und sich ein Ohnmachtsgefühl breitgemacht hätte.

Auch in Zukunft wird nicht damit zu rechnen sein, das es seitens der Stadt Lösungsansätze gibt – die einzige Möglichkeit, die durch das Asylantenheim verursachten Probleme zu lösen, könnte auf kommunaler Ebene ohnehin nur eine Schließung der Einrichtung sein, ohne diese an anderer Stelle neu zu eröffnen. Um den stark ansteigenden Strömen von Asylanten Herr zu werden, sind Gesetzesänderungen auf Bundesebene erforderlich, die von den im Bundestag vertreten Parteien aber nicht einmal angedacht werden. Leidtragender sind wieder einmal die einfachen Bürger, die in ihrem Alltag Zuständen ausgesetzt sind, die jeder Beschreibung spotten.

Neben der in Hacheney gebildeten Bürgerinitiative haben sich auch verschiedene rechtsgerichtete Gruppierungen in die Anti-Asylheimproteste eingebracht, die in der Vergangenheit in Hacheney und Lütgendortmund (die dortige Situation wird medial zwar derzeit nicht in den Vordergrund gerückt, unterscheidet sich aber nicht im geringsten vom Hacheneyer Asylheim) stattfanden und nun auch auf Derne ausgebreitet wurden, wo sich seit neuestem ein weiteres Asylheim befindet. Aufgrund der aktuellen Entwicklung kündigten lokale Vertreter der Partei „Die Rechte“ bereits an, diese Aufklärung zu intensivieren und mit den Bürgern vor Ort Lösungsansätze zu entwerfen, wie der Protest gegen die unerwünschten Nachbarn optimiert werden kann.

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4 Kommentare

  1. Nun ja, die Bewohner dieses idyllischen Fleckchen Erde haben wahrscheinlich über Jahrzehnte mit wachsender Begeisterung die Parteien gewählt, die ihnen diese heutige Idylle geschert haben.
    Ganz Gewitzte haben gar nicht gewählt.
    Mein Bedauern hält sich in Grenzen.
    Oder wie der Dichter unserer Nationalhymne einmal dichtete..es muss noch kommen stärker, soll es von Nutzen sein..

  2. Pingback: Durchgangslager für hunderte Asylanten in Hamm? DIE RECHTE unterstützt besorgte Bürger

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