Nur drei Schrottsammler mit Genehmigung

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Nach Angaben des Lokalsenders „Radio 91.2“ verfügen in Dortmund lediglich drei private Schrottsammler über eine Genehmigung zur Sperrmüllentsorgung – diese wurde nötig, nachdem am 1. Juni 2012 das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz in Kraft getreten ist. Alle anderen der (kaum zählbaren) Schrottsammler, die fast ausnahmslos aus Osteuropa stammen, verstoßen demnach gegen Gesetze. Alleine im September soll es nach Angaben eines Stadtsprechers zwischen 30 und 40 Anzeigen gegeben haben. Dies dürfte aber nur die sprichwörtliche „Spitze des Eisberges“ sein.

Einhergehend mit den penetranten Schrottsammlern, die auf der Suche nach verwertbaren Altmetallen sind, finden systematische Diebstähle statt, bei denen verwertbare Gegenstände bewusst entwendet werden. Betroffen sind hiervon insbesondere Teile von Kleingartenanlagen, Außendekorationen von Häusern, sowie Fahrräder. Abgesehen von sporadischen Überprüfungen konnte sich das Schrottgewerbe in den letzten Jahren fortwährend ausbreiten, so dass dieser Erwerbszweig das Einkommen osteuropäischen Familienclans sichert. Obwohl offenkundig ist, dass nur der geringste Teil des Sperrmülls im Zuge einer normalen Entsorgung an die Händler gelangt, gibt es weder gezielte Ermittlungen der Polizei (zum Beispiel eine Task-Force gegen Metalldiebstahl), noch repressive Maßnahmen, die eine weitere Gewerbeausübung verhindern. Stattdessen ist zwar der Aufschrei groß, wenn es mittlerweile beinah wöchentlich zu größeren Metalldiebstählen (wie erst vergangene Woche aus einer Gleis-Anlage in Eving) kommt, die Ursachen bleiben aber – wie so oft – unberührt. Solange vorhandene Möglichkeiten nicht ausgeschöpft werden, ist eine Änderung der Situation nicht zu erwarten, im Gegenteil. Wenn es bereits heute Kleingartenanlagen gibt, die nach Masseneinbruchswellen kaum noch Pächter finden, wäre eine berechtigte Frage, wie die Stadt Dortmund – in Zusammenarbeit mit anderen Behörden – ihre Bürger schützen möchte.

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1 Kommentar

  1. “Lustig ist das Zigeunerleben, faria, faria, ho!
    Brauchen dem Kaiser kein Geld zu geben, faria, faria, ho!”
    DAMALS WIE HEUTE, DIE GLEICHEN LEUTE!
    Aber sollen nachher nicht wieder rumheulen, wg. Denkmal und so.;-))

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