Thier-Galerie bedroht den innerstädtischen Einzelhandel

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Es war eine absehbare Entwicklung: Durch die Eröffnung der Thier-Galerie, einem am Westenhellweg gelegenen Einkaufskomplex, werden Kunden aus den verschiedenen Teilen der Dortmunder Innenstadt angelockt, so dass an anderer Stelle die Umsätze einbrechen. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau leugnet diese Entwicklung zwar (wie bei unbequemen Vorgängen üblich), im Gegensatz zu Gewerbetreibenden an der Brückstraße oder dem Ostenhellweg.

Wie der Lokalsender „Radio 91.2“ berichtet, sollen demnach sogar Umsatzeinbußen bis zu 40 % auftreten, da viele Kunden die geballte „Shoppingpower“ der Thier-Galerie bevorzugen, wo sich insbesondere große Bekleidungsketten, sowie Schnellrestaurants angesiedelt haben. Für die wenigen, noch verbliebenen mittelständischen Betriebe in der Innenstadt ist somit ein Konkurrenzkampf ausgebrochen, der mittelfristig in einer Niederlage enden wird – wenn es seitens der Stadt keine Konzepte gibt, die vom Kundenrückgang betroffenen Straßenzüge wieder aufzuwerten und publikumsanziehende Attraktionen zu schaffen.

Von „ganz oben“ ist dabei aber wenig Hilfe zu erwarten, da sich die sozialdemokratische Politikerschicht lieber mit der Thier-Galerie als vermeintliche Errungenschaft unserer Stadt schmückt, statt in Existenznot befindlichen Einzelhändlern eine Hilfestellung zu geben. Somit dürften leerstehende Ladenlokale, die es bereits jetzt nicht nur in den zahllosen Dortmunder Vororten, sondern auch in der Innenstadt, zu genüge gibt, in Zukunft noch häufiger auftreten.

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