Nachbarschaftliche Hilfeleistung für Huckarde

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Kleine „Probleme“ (oder was sich aus Sicht der Etablierten als solche darstellt) brauchen keine langwierigen Verfahren, um sie zu lösen: Wie schnelle Hilfe funktioniert, zeigt die Partei „Die Rechte“ im Zuge der höchst amüsanten „Huckarder Klo-Problematik“, die sich während der Bezirksvertretungssitzung am 28. November 2012 offenbarte. Auf Antrag der CDU diskutierten Vertreter aller Parteien höchst erregt über den Zustand der öffentlichen Toilettenanlage, die in der Bezirksverwaltungsstelle installiert ist. Insbesondere die CDU empörte sich dabei über Verschmutzungen und eine fehlende Ausstattung, während sich die SPD fast persönlich angegriffen fühlte und auf die vermeintlich korrekte Arbeit des Bezirksverwaltungsstellenleiters verwies.

Um den Streithähnen aufzuzeigen, wie eine praktische Lösung aussieht, ergriff „Die Rechte“ nun eine Eigeninitiative und scheute weder Kosten, noch Mühen, Toilettenzubehör zu beschaffen, mit dem die Toilette wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Es kann schließlich kein Dauerzustand sein, dass der Toilettenbesuch betuchter Kommunalpolitikern zum Ärgernis gerät – immerhin müssen die Damen und Herren doch die Geschicke des Stadtbezirkes bestimmen und können sich mit solchen Begleiterscheinungen wahrlich nicht herumschlagen. Umso erfreuter dürfte Bezirksbürgermeister Harald Hudy über den Auftritt des Postboten sein, der ihm das Geschenkepaket – quasi als verfrühtes Weihnachtsgeschenk – vorbeigebracht hat, nebst einem persönlichen Anschreiben, in dem die „Klo-Problematik“ noch einmal aufgegriffen wird und welches nachfolgend dokumentiert ist. Spannend dürfte die Entscheidung Hudys sein, dass Geschenk entweder anzunehmen und quasi auf Hilfe von „rechtsaußen“ angewiesen zu sein oder – wie es wohl zu erwarten ist – die Hilfeleistung zurückzuweisen, was wiederum aufführen würde, welches Interesse die lokalen Politiker an möglichen Kosteneinsparungen haben, nämlich gar keins.

Sehr geehrter Herr Hudy,

mit Erschrecken haben wir von der Problematik , die den Zustand der öffentlichen Toilette in der Huckarder Bezirksverwaltungsstelle betrifft, erfahren. Wie der Debatte um den Tagesordnungspunkt der letzten Bezirksvertretungssitzung am 28. November 2012 zu entnehmen war, beschäftigt dieses Thema die Gemüter aller Parteien, woraus sich auch die lautstarke Diskussion zwischen SPD und CDU erklären lässt. Selbst wenn beide Parteien bei anderen Themenfeldern fast ausnahmslos einen gemeinsamen Nenner fanden und sich durch identisches Stimmverhalten auszeichneten, gab es in diesem Punkt doch keine gemeinsame Linie. Für die Einen ist die Toilette schlichtweg dreckig und wenig gepflegt, für die Anderen erfüllt die Wartung die allgemeinen Normen. Eine Lösung für dieses Problem, dass den Menschen in ihrem Stadtbezirk am Herzen liegt, zu finden, schien gar nicht so leicht.

Zum Glück gibt es aber nicht nur die verbrauchten Altparteien, sondern auch eine junge, dynamische und aufstrebende Kraft mit dem Namen „Die Rechte“, von der Sie gerade ein Paket in den Händen halten. Im Gegensatz zu anderen Parteien beschränken wir uns nicht darauf, große Reden zu schwingen, sondern packen selbst an. Aus den Mitteln unserer beschaulichen Parteikasse, die im Gegensatz zu denen von SPD und CDU nicht mit staatlichen Geldern oder industriellen Großspenden gefüllt ist, haben wir Einkäufe getätigt, mit denen die Toilettenanlage in der Bezirksverwaltungsstelle wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Ab sofort soll sich niemand beschweren, dass wieder einmal kein Toilettenpapier zu finden ist oder die Seife verschwunden ist – für die nächste Zeit gibt es genug Vorräte.

Wir hoffen, durch diese Hilfestellung unsere solidarische Einstellung zu verdeutlichen: Wir lassen keinen Deutschen alleine, der sich in einer Notsituation befindet (und die kann bei der Verrichtung der Notdurft schnell entstehen). Über eine Erwähnung dieser großzügigen Spende – beispielsweise in Form eines Aushanges in der betroffenen Toilettenanlage – würden wir uns freuen, sehen es aber nicht als zwingend notwendig an. Unsere freiwillige Spende soll aber nur als Anfang der Unterstützung für die Huckarder Kommunalpolitik gesehen werden, wir beabsichtigen, ähnliche Aktivitäten in Zukunft zu verstärken und würden uns freuen, wenn Sie bis zum voraussichtlichen Ende ihrer Zeit als Bezirksbürgermeister im Frühjahr 2014 bei weiteren Problemen, die den Stadtbezirk betreffen, unsere Hilfe in Anspruch nehmen. Sollten Sie Interesse an einer engeren Zusammenarbeit haben, besteht zudem die Möglichkeit, ein persönliches Treffen zu vereinbaren, bei welchem Sie zugleich ihren Nachfolger für das Amt des Bezirksbürgermeisters, den „Die Rechte“ nach dem beabsichtigten Kommunalwahlsieg stellen wird, kennen lernen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Rechte Dortmund

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