Schließung von Opel verschärft Arbeitssituation in Dortmund

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Die angekündigte Schließung der Bochumer Opel-Werke bis zum Jahr 2016 hat nicht nur für die westliche Dortmunder Nachbarschaft verheerende Auswirkungen, sondern betrifft unmittelbar auch die Westfalenmetropole. Alleine 500 Opel-Angestellte stammen nach Angaben des Lokalsenders „Radio 91.2“ aus Dortmund, hinzu kommt eine wesentlich größere Zahl von Angestellten, die bei verschiedenen Zuliefererfirmen arbeiten, die insgesamt 20 000 Mitarbeiter beschäftigen und denen ebenfalls die Arbeitslosigkeit droht.

Nach der beabsichtigten Schließung des Continental-Werkes in Dortmund-Dorstfeld, dessen Arbeitsaufträge im Zuge der Globalisierung nach Rumänien (wo zu wesentlich günstigeren Bedingungen produziert werden kann) verlagert werden, ist die geplante Schließung der Opel-Werke ein weiterer Schritt, der die zunehmende Verschärfung auf dem Arbeitsmarkt belegt. Massenentlassungen sind längst keine Ausnahme mehr geworden, sondern kommen immer häufiger vor – während parallel kaum neue Stellen geschaffen werden, so dass sich die Zahl der Arbeitslosen weiter erhöht, ohne dass ein Ende dieser Entwicklung absehbar ist.

Mitverantwortlich für den Niedergang der deutschen Industrie und Wirtschaft sind die sogenannten „Volksvertreter“ der etablierten Blockparteien, welche die Politik der Globalisierung nicht nur mittragen, sondern aktiv unterstützen und damit einen Abbau deutscher Arbeitsplätze sogar noch fördern. Es ist skandalös, dass Länder, die ohnehin durch die Abwanderung von Großkonzernen einen wirtschaftlichen Aufschwung zu erwarten haben, mit Steuergeldern über die „Europäische Union“ subventioniert werden, die dem deutschen Arbeitnehmer sprichwörtlich „aus der Tasche gesaugt“ werden – es wäre nicht nur zu erwarten, dass die Zahlung solcher Gelder eingestellt wird, sondern auch die Einleitung von Gegenmaßnahmen zu beginnen. Hierzu bedürft es aber einer Staatsführung, welche den liberalkapitalistischen Auswüchsen durch die Setzung klarer Handlungsräume entgegentritt und den Vorstandsetagen von einzig auf Profit ausgelegten Konzernen klare Grenzen aufzeigt.

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