Schulsterben in Dortmund setzt sich fort

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Schlechte Nachrichten verkünden die „Ruhr Nachrichten“ in ihrem Online-Angebot: Unter Berufung auf den städtischen Verwaltungsvorstand wird bekannt gegeben, dass die Schließung von drei Hauptschulen an den Standorten Innenstadt-West, Kirchlinde und Wickede geplant sei. Zudem seien weitere drei Fusionen von Schulen geplant. Hintergrund sind niedrige Anmeldezahlen, sowie der Wunsch vieler Eltern, ihr Kind nicht auf einer Hauptschule anmelden zu müssen. Alle Vorschläge müssen noch im Stadtrat beschlossen werden, eine Mehrheit gilt aber als sicher.

Für die Schüler bedeutet dies insbesondere eine fehlende Flexibilität bei der Schulwahl, da weitere Schulwege zwangsläufig in Kauf genommen werden müssen. Hinzu kommt eine ausbleibende Verankerung im Wohnumfeld, was insbesondere bei sich bildenden gesellschaftlichen Kontakten negative Auswirkungen hat, da Kinder gerade in ihrem räumlichen Umfeld Freundschaft knüpfen, die über das Schulleben hinausgehen. Die Zentralisierung des Schulwesens auf einige, wenige Standorte zerschlägt eine gesunde Verwurzelung und behindert auch einen möglichen Kontakt zwischen Eltern und Lehrern.

Das es in Dortmund zu wenige Anmeldungen an Hauptschulen gibt, hat mehrere Gründe: Maßgeblich verantwortlich ist die demographische Entwicklung, die eine Folge der verfehlten Familienpolitik der etablierten Parteien ist. Hinzu kommt der zweifelhafte Ruf, den Hauptschulen mittlerweile durch einen hohen Anteil ausländischer Jugendlicher genießen, deren Verhaltensweisen oftmals weit entfernt von den gesellschaftlichen Normen liegen und – wie beispielsweise im Falle der deutschlandweit bekannt gewordenen „Rütli-Schule“ in Berlin-Neukölln – dazu führen, dass ein geregelter Unterricht nicht mehr möglich ist. Auch auf kommunaler Ebene gibt es jedoch Gründe, die sinkende Anmeldezahlen begünstigen – statt Steuergelder in Prestigeprojekte zu verpulvern oder Multikultiprogramme zu finanzieren, wäre es eine Aufgabe der Lokalpolitik, Schulen zu fördern und somit zur Unterrichtsverbesserung beizutragen. Angefangen von einem angemessenen Schulgebäude über weitere Lehr- und Betreuungskräfte bis hin zu einem Angebot, dass den Schülern auch außerschulische Aktivitäten ermöglicht, die ihre Entwicklung begünstigen. Augenscheinlich missfällt den herrschenden Parteien das dreigliedrige Schulsystem aber ohnehin, so dass diese in ihrem Gleichschaltungswahn bewusst zusehen, wenn weitere Schulen schließen. Die logische Konsequenz wird jedoch sein, dass sich die nun bei Hauptschulen zu beobachten Anmelderückgänge mittelfristig auf Realschulen ausweiten und sich die beschriebenen Vorgänge wiederholen. Weitsicht ist aber bekanntlich keine Eigenschaft, die sich Vertreter der etablierten Parteien zu Eigen gemacht haben.

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