Polizeipresse Dortmund: Verschweigen, statt veröffentlichen

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Wie jede Polizeidirektion in Nordrhein-Westfalen unterhält auch die Dortmunder Polizei ein sogenanntes Presseportal, bei dem täglich Meldungen zu verschiedensten Polizeieinsätzen veröffentlicht werden, in der Regel solche, die entweder besondere Erwähnung finden sollten, von größerem öffentlichen Interesse sind oder bei denen die Möglichkeit besteht, die Aufklärung und Täterfindung durch eine Veröffentlichung voranzubringen. Tatsächlich wird diese Möglichkeit jedoch nicht genutzt und gerade Straftaten, die von öffentlichem Interesse sind, verschwiegen.

So sind im Verlaufe der letzten Woche zwischen dem 17. und 24. Februar immerhin 18 Meldungen veröffentlicht worden, die sich mit Ereignissen im Dortmunder Stadtgebiet auseinandersetzen (darüber hinaus betreut das Polizeipräsidium Dortmund die Nachbarstadt Lünen, sowie rund 500 Kilometer Autobahnnetz in NRW, mit). Bei einer genaueren Betrachtung betreffen bereits 10 von 18 Meldungen Vorkommnisse im Straßenverkehr, beispielsweise Unfälle oder die Ankündigung von Blitzerstandorten. Zweifelsfrei ist es auch von öffentlichem Interesse, auf beides hinzuweisen, es wird jedoch deutlich, dass dieses Themenfeld überproportional häufig behandelt wird. Weitere 5 Pressemitteilungen beschäftigen sich mit Unglücksfällen – in der vergangenen Woche waren dies eine Explosion in Aplerbeck, sowie eine in der Nordstadt, nebst den dazugehörigen Folgemeldungen. Gerade einmal zwei Meldungen thematisieren ein Themenfeld, dass in Dortmund normalerweise besondere Priorität haben müsste: Den organisierten Kupferkabelklau. Es ist aber beinahe überflüssig, dass auch in diesen Pressemitteilungen nicht näher auf die ethnische Abstammung der Täter eingegangen wird. Zu guter Letzt bleibt noch ein besonders wichtiger Vorfall: Ein Kamel ist in Dortmund spazieren gegangen, war aber vor dem Eintreffen der Polizei auch schon wieder in einem Zirkus verschwunden. Da könnte sich doch fast Freude ausbreiten, dass Dortmund straftatenfrei ist, aber eben nur fast.

Tatsächlich ist die Zahl der Straftaten seit Jahren ansteigend, polizeiliche Erfolge sind wenn überhaupt nur punktuell und bewirken nicht einmal einen Stopp dieser dramatischen Fehlentwicklung. Durch das bewusste Verschweigen sollen diese Vorfälle aber nicht näher wahrgenommen werden, um insbesondere auch eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Tätern zu unterbinden. Gerade bei Raub- und Diebstahlsdelikten, die den Löwenanteil der 80.123 registrierten Straftaten ausmachen (Kriminalstatistik 2011, die Zahlen für 2012 stehen noch aus) handelt es sich in aller Regel um Kriminelle, deren ethnische Wurzeln nicht in Deutschland liegen. Das dieser Umstand verschwiegen wird, ist nicht neu, jedoch gab es bei polizeilichen Veröffentlichungen gelegentliche, erfreuliche Ausnahmen – es scheint fast so, als hätten die dafür verantwortlichen Beamten einen Wink von oben bekommen, dies doch in Zukunft zu unterlassen und politisch korrekt zu berichten!

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