Dauerstreit über öffentliche Grillplätze

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Auf der Tagesordnung für die morgige Stadtratssitzung am 21. März 2013 steht wieder einmal ein Antrag, der sich mit dem Thema Grillen auf öffentlichen Flächen auseinandersetzt. Das Grillen, gerade im Sommer ein beliebter Volkssport, war im vergangenen Jahr zunächst auf wenige Orte beschränkt und dann fast vollständig untersagt worden – Hintergrund sind großflächige Vermüllungen, die an beliebten Grillplätzen entstanden sind. Seither konnte sich in Dortmund auf keine Lösung verständigt werden.

Diese könnte jedoch durchaus einfach sein: In der Regel sind es nämlich gerade ausländische Großfamilien, die ganze Müllberge hinterlassen und maßgeblich als Grund für eine Grillbeschränkung herhalten mussten. Würde das Ordnungsamt die bereits bestehenden Möglichkeit ausschöpfen und beispielsweise empfindliche Bußgelder gegen Personengruppen, die einen unaufgeräumten Grillplatz verlassen wollen, verhängen, hätte dies schnell eine erzieherische Wirkung. Stattdessen sollen aber alle Dortmunder bestraft und zur Kasse gebeten werden, wenn bei bestem Sommerwetter das ein oder andere Würstchen auf dem Grill landet.

Die staatliche Bevormundung sollte nicht festlegen, welcher Bürger wo seinen Grill aufstellen darf, aber sehr wohl sollte es Grenzen geben, die nicht überschritten werden dürfen, beispielsweise die Verschmutzung der Umwelt in den verschiedenen Parks unserer Stadt. Wie in anderen Fällen – beispielsweise bei der Kneipen-Sperrstunde – verfallen die Politiker in ein schwarz-weiß Denken und verhindern somit eine Lösung, die allen gerecht wird, die gutes Wetter genießen wollen, aber gleichzeitig auf ihre Umgebung achten können. Es ist befremdend, wenn das Verhalten ausländischer Großfamilien zu einem Generalverdacht gegen alle Dortmunder führt – selbstverständlich gibt es auch unter der deutschen Bevölkerung solche, die sich nicht angemessen benehmen können, diese dürften aber zahlenmäßig eher nebensächlich sein.

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