Gut bezahlt: 225 000 Euro jährlich für OB Sierau

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Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau muss sich wahrlich keine Sorgen machen, in naher Zukunft zum finanziell abgeschlagenen Teil unserer Gesellschaft, der in den letzten Jahren immer weiter gewachsen ist, zu gehörigen – fast 300 000 Euro jährlich verbucht Sierau an jährlichen Einnahmen, einen Teil davon muss er aber an die Stadt abgeben.

Sieraus Einkünfte im Jahr 2012 setzen sich aus seinem Jahresgehalt als Oberbürgermeister, das laut „Ruhr Nachrichten“ bei knapp 1500 000 Euro liegen soll, sowie seinen Nebentätigkeiten zusammen, für die Sierau – nach amtlicher Mitteilung der Stadt Dortmund – etwa 140 000 Euro erhält. Von diesen 140 000 Euro muss Sierau gemäß den gesetzlichen Regelungen 85 000 Euro an die Stadt Dortmund abführen. Übrig bleibt eine Summe von rund 225 000 Euro, die er als Jahreseinnahme verzeichnen kann. Während jeder vierte Dortmunder von Armut bedroht ist und häufig am Existenzminimum lebt, verdient Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der mit seiner sozialdemokratischen Partei maßgeblich für Sozialabbau verantwortlich ist, durchschnittlich etwa 18 750 Euro im Monat, hinzu kommen zahlreiche Vergünstigungen, beispielsweise eine kostenlose Dauerkarte für die Ehrentribüne von Borussia Dortmund oder der bereitgestellte Dienstwagen der Stadt Dortmund.

Durchaus aufschlussreich ist ein Blick auf die Zusammensetzung der Nebentätigkeiten Sieraus und deren Besoldung: Den größten Posten bildet dabei Sieraus Mitgliedschaft im Aufsichtsrat des Energieunternehmens RWE, für die er jährlich 64 000 Euro erhält. Für seine Tätigkeit bei der Schüchtermann Schiller’schen Familienstiftung erhält Sierau immerhin noch rund 47 000 Euro. Hinzu kommen mehrere „kleinere“ Verdienste, die sich im einstelligen Tausenderbereich bewegen, beispielsweise beim städtischen Klinikum, den Stadtwerken oder der Sparkasse.

Während sich die sozialen Unterschiede in Dortmund stetig vergrößern, lässt es sich Ullrich Sierau gut gehen – selbstverständlich wohnt auch er (wie viele der politischen und wirtschaftlichen Eliten dieser Stadt) im Dortmunder Süden. Von den Problemen der Bevölkerung bekommt er dabei allenfalls am Rande etwas mit. Würde Sierau politische Verantwortung übernehmen wollen, wäre es ein leichtes, durch einen symbolischen Gehaltsverzicht – beispielsweise statt 18 750 Euro im Monat lediglich 8 750 Euro – sein Sparprogramm authentischer zu gestalten. Tatsächlich wird lediglich beim einfachen Bürger gespart, während die Taschen der Politiker gut gefüllt sind. Jene, die Sparmaßnahmen beschließen, sollten deshalb mit gutem Beispiel vorangehen, allen voran Herr Sierau. Aber darauf darf die Dortmunder Bevölkerung wohl noch lange warten.

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