Kriminalstatistik 2012: Zahl der Straftaten erneut gestiegen

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Die Zahl der in Dortmund verzeichneten Straftaten ist im Jahr 2012 um 0,7 % erneut gestiegen und erreichte einen neuen Höchststand von 88.215 Delikten, wie Polizeipräsident Norbert Wesseler bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2012 am Montag (11. März 2013) bekannt gab. Während Diebstähle geringfügig zurückgingen, mit über 39 000 verzeichneten Fällen jedoch weiter die größte Deliktgruppe bilden, stieg die Zahl der Tötungsdelikte (einschließlich Versuchen) um 20 %, auch bei der Internetkriminalität war ein Anstieg um über 27 % zu verzeichnen. Leicht gesunken, aber trotzdem auf hohem Niveau ausharrend, ist die allgemeine Straßenkriminalität (23.569 registrierte Straftaten), sowie sogenannte Rohheitsdelikte (10.255 bekannt gewordene Fälle). Unverändert hoch: Die Zahl der ausländischen Tatverdächtigen.

Diese liegt nach offiziellen Angaben bereits bei 31 %, wobei berücksichtigt werden muss, dass Straftaten, die von Passdeutschen mit Migrationshintergrund begangen werden, als von Deutschen begangene Straftaten gezählt werden und somit die Statistik massiv verfälschen – geschätzt dürfte der Anteil ausländischer Tatverdächtiger demnach zwischen 45 und 50 % liegen, bei einem Gesamtbevölkerungsanteil von Migranten, der in Dortmund ungefähr bei einem Drittel liegt (illegale Einwanderer, die sich illegal in Deutschland aufhalten, bleiben dabei unberücksichtigt).

Nach der Herkunft gegliedert, bilden Türken mit 1970 ermittelten Tatverdächtigen die größte Gruppe der ausländischen Kriminellen, gefolgt von 980 Rumänen, bei denen es sich zum Großteil um Angehörige der Sinti und Roma (im Volksmund Zigeuner) handelt. Bemerkenswert ist hierbei, dass diese im Vergleich mit Türken in der Einwanderungsstatistik noch deutlich unterrepräsentiert sind, aber in der Kriminalstatistik überproportional häufig in Erscheinung treten. Auf den Plätzen drei bis fünf liegen Polen (883 Tatverdächtige), Marokkaner (456 Tatverdächtige) und Bulgaren (374 Tatverdächtige).

Festzuhalten bleibt, dass die Kriminalität, insbesondere auch die Ausländerkriminalität, in Dortmund weiterhin nicht zu kontrollieren ist. Die wenigen Erfolgsmeldungen der polizeilichen Kriminalstatistik 2012 beruhen auf minimalen Steigerungen der Aufklärungsquoten in diversen Deliktbereichen, die sich im einstelligen Prozentbereich bewegen.

Die polizeiliche Kriminalstatistik 2012 kann hier eingesehen werden.

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