Union-Viertel: Medial aufgewertete Steuergeldverschwendung

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Seit vergangenem Jahr werden Steuergelder im sechsstelligen Bereich für eine Image-Kampagne aufgebracht, die der Aufwertung des sogenannten Union-Viertels, das sich vom Wall bis zur Emscher erstreckt, dienen sollen. Hinzu kommen Millionenbeträge, mit denen durch vermeintlich unterstützenswerte Projekte, beispielsweise diverse Initiativen angeblicher Künstler, unterstützt werden sollen. In der westlichen Dortmund Innenstadt soll ein Viertel geschaffen werden, der sich auf ein linksliberales, studentisches Milieu konzentriert, durchweg multikulturell sein soll und als „hip“ gilt – obwohl dieses Ziel glücklicherweise bisher noch weit entfernt ist, werden keine Mühen gescheut, den Umbau voranzutreiben.

Bezeichnend ist bereits, dass sich der Dortmunder U-Turm, der Aushängeschild dieses Viertels, zu einem der beeindruckendsten Beispiele von Steuergeldverschwendung in den letzten Jahren entwickelt hat – da sollen die restlichen Projekte im Viertel gleich anschließen. So wurde ein „Quartiersbüro“ installiert, dass nicht etwa zur nachbarschaftlichen Verknüpfung dient, sondern die Stadtteilumstrukturierung aktiv unterstützen soll. Gezielt wird um „Künstler“ geworben, die als ihr Handwerk die abstraktesten Bilder, Figuren oder ähnliche Dinge ausgeben und sich lediglich einig in ihrem Weltbild sind, das beinahe ausnahmslos als links der Mitte, teilweise sogar als offen linksextremen, einzustufen ist. Während Ausländer – im Fachjargon als Immigranten bezeichnet – nach Planung der Lokalpolitiker dienlich sind, ein multikulturelles Aushängeschild zu bieten und die Aneinanderreihung fremdvölkischer Geschäfte demnach kein Problem darstellt, muss sich die herkömmliche Bevölkerung des Viertels rund um die Rheinische Straße langsam zurückziehen: Gerade im Bereich östlich der Dorstfelder Brücke, in dem der Wandel des Stadtteilbildes gut erkennbar ist, steigen die Mieten kontinuierlich, so dass gerade Sozialwohnungen verschwinden, dafür aber studentische Wohngemeinschaften vermehrt Einzug erhalten. Diese Entwicklung steht auch dem westlichen Teil des Unionviertels noch bevor, wenn der Restaurationsprozess dort Einzug erhalten hat.

Im Hinblick auf mögliche Ideen, dieser einseitigen Stadtteilentwicklung entgegenzuwirken, wäre insbesondere ein Handeln der städtischen Wohnungsgesellschaft Dogewo zu begrüßen, die Wohnbestände in den Seitenstraßen der Rheinischen Straße aufkaufen könnte, um eine schichtenübergreifende Einwohnerstruktur nachhaltig zu gewähren. Aus städtischer Sicht wäre es weiterhin zu begrüßen, keinerlei Fördermittel für „Kunstprojekte“ zur Verfügung zu stellen, mit denen sich Langzeitstudenten in ihrem falschen Kunstverständnis austoben können – statt Ladenlokale für „Galerien“ zu subventionieren, sollte sich um das Anwerben von Geschäften des Einzelhandels bemüht werden, sowie gerade im Bereich der Dorstfelder Brücke die Ansiedlung von Gaststättengewerbe gefördert werden. Ein, mit diesen Maßnahmen verbundener, Publikumsschwung, würde das Viertel nachhaltig beleben, statt es in ein linksliberales Experimentierfeld zu verwandeln.

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den Telegram-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!

Verbreiten.

2 Kommentare

  1. Wenn die Damen und Herren Studenten es gern multikulti möchten, können sie ja in die Nordstadt ziehen. Zudem billiger Wohnraum und Kunst ist auch genug vorhanden. Die Kunst zu überleben, als deutsche Minderheit.

  2. “Aus städtischer Sicht wäre es weiterhin zu begrüßen, keinerlei Fördermittel für „Kunstprojekte“ zur Verfügung zu stellen, mit denen sich Langzeitstudenten in ihrem falschen Kunstverständnis austoben können”

    Die Alimentierung der eigenen Gefolgschaft funktioniert nicht nur im Rahmen von Parteiposten oder solchen in der Stadtverwaltung, auch die Vergabe von Projekten und Aufträgen aller Art gehört dazu. Vom tollen Kunstprojekt bis zum tollen Antifa-Projekt. Die Staatsquote in Deutschland lag 2012 bei 45 %, also die Staatsausgaben betragen 45 % der Wirtschaftsleistung Deutschlands (Geld also, was der Staat, d.h. besser diejenigen, die sich ihn zur Beute gemacht haben, vorher den Leuten abgezogen haben und selbstverständlich nicht vorrangig denjenigen, die sich an dem ganzen System bereichern, wozu auch die Politiker selbst gehören). Wie wir alle wissen, reicht das noch lange nicht aus 😉

Hinterlassen Sie einen Kommentar