“Back Up”: Rechte Gewalt gesunken, eigener Gewinn gestiegen

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Auf einer Pressekonferenz stellte die selbsternannte „Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt – Back Up“, vertreten von der Leiterin Claudia Luzar, ihre Jahresbilanz für 2012 vor: Die Zahl rechter Gewalttaten, die von „Back Up“ registriert wurden, sank weiter, gerade einmal 41 Personen werden aktuell in Dortmund „betreut“. Hierunter fallen nicht nur teilweise fast ein Jahrzehnt zurückliegende Fälle, wie die Familie des türkischen Kioskbesitzers Mehmet Kubasik, die noch heute Betreuung erhält, sondern auch kriminelle Linksextremisten – so wurde auch Jürgen O., der einen nationalen Aktivisten attackierte, welcher daraufhin sein Notwehrrecht in Anspruch nahm, durch „Back Up“ bei dem Gerichtsverfahren begleitet.

Während die Fallzahl also verschwindend gering ist (verglichen dazu würde eine Beratungsstelle für Opfer von Ausländergewalt wohl völlig überlastet sein und alleine in Dortmund eine hohe, vierstellige Zahl von Straftaten abzuarbeiten haben), lohnt sich die Arbeit für Luzar und ihre Mitarbeiter immer mehr: Alleine das Land Nordrhein-Westfalen stellt jährlich 300 000 Euro zur Verfügung, wie die „Ruhr Nachrichten“ zu berichten wissen, hinzu kommen Fördergelder der Stadt Dortmund, die zuletzt immerhin 50 000 Euro betrugen und mutmaßlich weiter aufgestockt worden sein dürften. Trotzdem beschwert sich die Beratungsstelle und ihre breite Lobby, die von der etablierten Politik bis hin zur Presse reicht, über fehlende Fördermittel , auch auf der eigenen Internetseite wird ein Spendenkonto beworben – offenbar kriegen einige den sprichwörtlichen Hals immer noch nicht voll und hoffen weiter, von den Steuergeldern der Bevölkerung alimentiert zu werden. Gerade dort wäre aber in Zeiten leerer Haushaltskassen ein Anhaltspunkt, Gelder einzusparen, die im Interesse der Dortmunder Bürger eingesetzt werden könnten und nicht nur zur Selbstprofilierung im „Kampf gegen Rechts“ dienen.

Bezeichnend ist im Übrigen die Selbstpositionierung von „Back Up“, bei den „Ruhr Nachrichten“ heißt es dazu: „Die Opferberater arbeiten eng mit der Polizei und antifaschistischen Initiativen zusammen.“. Und so wächst zusammen, was zusammen gehört – eine Einheitsfront von staatlichen Behörden, Gutmenschen und Linksautonomen, die zwar immer wieder selbst beteuern, gegen das herrschende System zu sein, tatsächlich aber Hand in Hand mit dessen Institutionen (und ihren verlängerten Armen) zusammenarbeiten.

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den Telegram-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!

Verbreiten.

Hinterlassen Sie einen Kommentar