Gastbeitrag: Läufchen gegen Rechts in Lüdo

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Im westlichen Dortmunder Stadtteil Lütgendortmund fand am Freitag (19. April 2013) ein „Lauf gegen Rechts“ statt: Der sogenannte Sponsorenlauf gegen rechte Gewalt, für Toleranz und Demokratie, war aber nicht so, wie ein lebhafter Lauf wirken sollte: Es wurde ein kleines Fußballfeld für die Kleinen vom Fanprojekt des BVBs aufgebaut, abseits der Veranstaltung wurde ein SPD Infostand errichtet. Die Herrschaften dahinter waren sichtlich gelangweilt, da der erwartete Ansturm ausblieb. Es gab ein Bühnenprogramm der Heinrich-Böll-Gesamtschule‘ und anschließend einen Gottesdienst.

An diesem Lauf durften Schulen, Kindergärten, Vereine und Einzelpersonen teilnehmen. Die Startsumme betrug 1 Euro pro Runde, bei näherer Betrachtung der Strecke zeigte sich, dass es ein durchschnittlicher Läufer in ca. 10 Minuten schafft, eine Runde zu drehen. Das Geld soll dem sogenannten “Kampf gegen Rechts” zugute kommen, während viele Familien in Dortmund von sozialen Kürzungen und Einschnitten betroffen ist. Häufig reicht das Geld nicht einmal zur Ernährung der eigenen Familie. Diese Missstände zeigten sich aber auch bei den Läufern gegen Rechts: Viele Kinder konnten aufgrund der Startgebühr nicht an dem Lauf teilnehmen – hier rächt sich dann wieder mal der etablierte Sozialabbau.

Trotzdem ist es befremdend, dass die Ausgaben für Lehrbücher, Klassenfahrten, Vereinsbeiträge, Kleidung und ähnliche Ausgaben auch noch um den Punkt „Lauf gegen Rechts“ erweitert werden. Tatsächlich gibt es in Lütgendortmund – neben dem bereits thematisierten Sozialabbau – ganz andere Probleme, als „die Rechten“: Seit dem Bau des Asylheimes in Lütgendortmund gab es mehrere Vorfälle von Diebstahl, Körperverletzung, Drogenmissbrauch. Die Zahl der Einbrüche ist rasant gestiegen, es wurden Grabsteine entwendet und ganze Gräber ausgehoben, um an wertvolle Metalle zu gelangen.Da fragt sich der mündige Bürger doch ernsthaft, ob das eingesammelte Geld nicht lieber den Opfern dieser Taten zugute kommen sollte, anstatt gegen nationale Deutsche eingesetzt zu werden.

Nationale Aktivisten haben in der Vergangenheit schon mehrfach über die Missstände in Lütgendortmund aufgeklärt, selbstverständlich schweigt die etablierte Politik jedoch und fokussiert sich weiterhin auf den „Kampf gegen Rechts“. Gerade die Situation vor dem Asylantenheim am Grevendicks Feld ist nach wie vor unerträglich, aber offenbar sind die Anwohner den Parteibonzen von SPD, CDU und Grünen egal – stattdessen läuft Lütgendortmund (oder die wenigen Lütgendortmunder, die sich dort eingefunden haben) lieber „gegen Rechts“. Da werden Erinnerungen an die DDR wach!

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3 Kommentare

  1. In solchen Projekten sind nicht gerade die Leute engagiert, die am normalen Arbeitsmarkt besonders gefragt wären. So ist das ganze dann auch noch schlecht gemacht. Uns passt das schon 🙂

  2. Ich habe bereits erlebt, dass Anne Franks Story bzw. die ihres Vaters, bereits in der 4. Klasse, also in der Grundschule zur Aufklärung über die Vorzüge des demokratischen Imperialismus eingesetzt wird. Ich denke dieses Thema ist in dem Alter schon eine Art von Kindesschändung.

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