Innenansichten aus der „renovierten“ Rheinischen Straße 135

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Drei Jahre lang war die Rheinische Straße 135 in aller Munde: Aktivisten des, im August 2012 verbotenen, „Nationalen Widerstand Dortmund“ nutzten die Räumlichkeiten als Vereinsheim für politische Veranstaltungen, sehr zum Missfallen der berufsbetroffenen Gutmenschen. Trotz einer Rekordverschuldung kaufte die Stadt Dortmund zum Jahreswechsel 2011 das gesamte Haus und kündigte später an, dort ein Jugendzentrum errichten zu wollen. Mit dem Vereinsverbot wurde dann der rechtliche Rahmen geschaffen, nachdem das Landeskriminalamt die Räumlichkeit zunächst versiegelte und den bis dahin bestehenden Mietvertrag mit einem nationalen Aktivisten außer Kraft setzte. Nun, ein gutes halbes Jahr später, kommt wieder Leben in das Haus, aber eine Entwicklung zu einem Jugendclub ist nicht erkennbar, eher das zwanghafte Vorweisen von Veränderungen.

Für Samstag (6. April 2013) wurde in die Rheinische Straße 135 zu einer „Streetart“-Ausstelung des Jugendamtes eingeladen – was sich förmlich anhört, war auch so: In den leeren Räumlichkeiten waren lediglich einige Wände beschmiert, sowie Tische und Stühle hineingestellt. Zusätzlich gab es Sekt für die wenigen städtischen Verantwortlichen, die sich dort blicken ließen, sowie Saft für die kaum anwesenden Jugendlichen. In die Räumlichkeiten verirrten sich dagegen einige vermeintliche Künstler, allesamt Mitte bis Ende zwanzig und offenbar die tragenden Kräfte hinter dem Projekt eines „Jugend und Kulturcafes“, welches dort entstehen soll. Tatsächlich hat sich jedoch seit August 2012 wenig verändert, selbst Hinweisschilder, die damals durch den „Nationalen Widerstand Dortmund“ aufgestellt wurden, finden sich dort unverändert, von den übernommenen Dekorationen und getätigten Umbaumaßnahmen ganz zu schweigen. Wie wenig sich verändert hat, wird auch daran deutlich, dass fällige Renovierungsmaßnahmen, beispielsweise das Entfernen von Schimmel oder die Reparatur von Deckenabdeckungen, nicht getätigt wurden – insgesamt wirkt das Gebäude, als ob zwanghaft etwas vorgewiesen werden muss, ohne aber Mühen investieren zu wollen. Offenbar hat die Stadt Dortmund gemerkt, dass der Häuserkauf von Steuermitteln, der dem Bürger rund 250 000 Euro gekostet hat, ein Fehlgriff war. Es würde nicht verwundern, wenn das Gebäude in ein paar Jahren wieder verkauft wird und die Stadt erkennt, dass es keine Verwendung für ein Wohnhaus hat, das im Zuge des völlig ausgeuferten „Kampf gegen Rechts“ erworben wurde.

Nachfolgend einige Innenansichten aus der Rheinischen Straße 135:

Kunst – oder was als solche Verstanden wird


Linksoben im Bild: Schimmel im fortgeschrittenen Stadium


Hinweisschilder: Immernoch aktuell


Eine der freistehenden Wohnungen


Aktivisten werben in der Rheinischen Straße 135 für den 1. Mai 2013

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