SPD-Drabig gegen einen neuen Straßenstrich

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Es gibt Dinge, die schwer vorstellbar sind – darunter zählt auch, dass ausgerechnet Dortmunds SPD-Vorsitzender Franz-Josef Drabig gegenüber dem Internetblog „Ruhrbarone“ erklärt, dass er gegen einen neuen Straßenstrich in Dortmund wäre, dessen Einführung nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen wieder als wahrscheinlich gilt. Der geneigte Leser dürfte an dieser Stelle stutzig werden: War es doch Franz-Josef Drabig, der im Jahr 1998 als damals 43-jähriger als neuer Dortmunder Oberbürgermeister feststand, als eine Affäre seiner politischen Karriere einen Dämpfer verpasste: In der Nähe des ehemaligen Straßenstrichs an der Ravensberger Straße soll er, so berichteten es Zivilpolizisten, eine 33-jährige Prostituierte an sein Auto herangewunken haben, um ihre Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Schon damals war Drabig äußerst kreativ und gab an, dass er dachte, es würde sich um eine Anhalterin handeln – eine Ausrede, die nicht einmal seine eigenen Parteigenossen glaubten und ihm, zumindest temporär, die rote Karte zeigten. Das Verhalten von Drabig ist ein weiteres Beispiel für die Scheinheiligkeit etablierter Politik, aber selbstredend kein Einzelfall.

In der Debatte um einen neuen Standort des Straßenstriches sind derzeit vier Straßenzüge im Gespräch, in allen Fällen empören sich die örtlichen Politiker und weisen einen Straßenstrich in ihrem Einzugsgebiet von sich – während ein solcher vor fremden Haustüren wohl tolerierbar wäre. So gelten als mögliche Alternativen das Gelände der Westfalenhütte unweit des Borsigplatzes, die Ellinghauser Straße in Eving, sowie im Dortmunder Westen die Brennerborstraße im Indupark und das Autobahnkreuz Dortmund-West in Mengede. Insbesondere die Standorte am Borsigplatz und in Eving sind bereits jetzt von Überfremdung betroffen und würden durch die Verlegung des Straßenstriches weiter in Mitleidenschaft gezogen, da mit dem Straßenstrich nicht nur die Prostituierten, sondern auch das wesentlich größere Umfeld krimineller Banden aus Bulgarien und Rumänien folgt. Für den Indupark und Mengede sind solche Verhältnisse zwar derzeit noch nicht zu verzeichnen, diese Entwicklung würde aber parallel mit einer Straßenstrichverlegung beginnen und zu einem Wandel des Stadtteilbildes führen. Fest steht, dass die Standortsuche nicht reibungslos verlaufen wird und mutmaßlich noch viele Diskussionen geführt werden, bis irgendwann irgendwo zur Verärgerung der dortigen Anwohner ein neuer Straßenstrich entstehen wird. An dieser Stelle kann der Vorschlag nach einem Standort im Dortmunder Süden, der augenscheinlich gar nicht erst in Erwägung gezogen wird, da die dort lebende „High-Society“ um ihre Ruhe bemüht ist, nur wiederholt werden. Wie wäre es denn in der Gartenstadt, an der Stadtkrone Ost oder in der Aplerbecker Mark.

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4 Kommentare

  1. In der Gartenstadt braucht es keinen Straßenstrich – der Escortservice fährt mit eigener Limosine vor 🙂 Wenn da nicht die Nachbarn wären …

  2. Der Drabig ist eine selten arme Wurst. Hätte er wenigstens noch einen Funken Arsch in der Hose gehabt, hätte er, statt dumme Ausreden zu erfinden, damals dem geschwätzigen Zivilbullen sämtliche Knochen gebrochen. Aber das darf man von Systempolitikern nicht erwarten – weniger weil sie die Gesetze achten, sondern weil ihnen jedes Format fehlt.. Und dann noch jetzt diese Peinlichkeit oben drauf. Aber es passt wie der Senf zur Wurst!

  3. Ja sicher. Und Sven Kahlin protestiert gegen die Eröffnung von Kampfsportschulen in Dortmund. Und ich glaube, Berger wollte alle Schießstände schließen. Ist der Drabig nur behämmert. Aber eben, SPD!!!

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