Gut so: Kein Baukunstarchiv in Dortmund

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Die Idee, ein Baukunstarchiv in Dortmund zu errichten, ist vom Tisch: Bereits vor einiger Zeit warnte das „DortmundEcho“ vor den gravierenden Kosten, die der Steuerzahler für einen weiteren Prunkbau in unserer Stadt, der sich nahtlos an den Phoenixsee, den U-Turm und das DFB-Museum einreiht, aufbringen müsste. Diese Einsicht ist offensichtlich nun auch bei den lokalen Politikern eingetreten, die jüngst beschlossen, das Gebäude des ehemaligen Museums am Ostwall abzureißen, statt ein Baukunstarchiv einzurichten. Dort sollen Seniorenwohnung entstehen, aufgrund der demographischen Entwicklung wohl durchaus keine schlechte Idee.

Wie der „Lokalkompass“ zu berichten weiß, soll zuletzt auch die Architekten- und Ingenieurskammer Bau NRW in einem Schreiben die Finanzierung des Baukunstarchives, welches zur Aufbewahrung von besonders interessanten Architekturplänen, sowie für öffentliche Ausstellungen dienen sollte, als kritisch angesehen haben. Der Verzicht auf das Museum ist daher nur ein logischer Schritt und – in Anbetracht der dramatischen finanziellen Situation in Dortmund – richtig. Bevor an Prestigeprojekte wie ein Baukunstarchiv gedacht werden kann, sollte die lokale Politik zunächst die Grundversorgung der eigenen Bevölkerung sicherstellen, den Abbau von Infrastruktur stoppen und endlich Gelder für soziale Programme, beispielsweise die Unterstützung junger, deutscher Familien oder die einen bezahlbaren ÖPNV, bereitstellen.

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2 Kommentare

  1. Walter Röhrich on

    Also, was Dortmund wirklich braucht ist ein Museum für Sanitäreinrichtungen! Am besten direkt neben dem Haus vom Sierau! Da würde es perfekt hinpassen! (Von wegen “Gleich und gleich…” 🙂

  2. Umso wichtiger, wenn man bedenkt, welcher Art von Baukunst und Architektur dort gehuldigt worden wäre. Ich denke zwischen dem kommunistischen und kapitalistischen Schönheitsideal besteht oft genug nur ein gradueller Unterschied…

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