Landgericht: Erneuter Fall von Kindesmissbrauch

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Vor dem Dortmunder Landgericht muss sich seit Dienstag (7. Mai 2013) ein 54-jähriger Hausmeister aus der Nordstadt verantworten. Er hat in den letzten 16 Jahren über 600 (!) Missbrauchsdelikte an einem jungen Mann begangen, der zu Beginn der Misshandlungen gerade einmal acht Jahre alt gewesen sein soll – nach Angaben des Täters, der sich geständig zeigt, soll das Opfer sogar noch jünger gewesen sein. Wann ein Urteil gefällt wird, ist noch nicht absehbar.

Besonders brisant sind die Ausführungen des Sexualstraftäters, der nicht nur angibt, auch weitere Kinder (erfolglos) angesprochen zu haben, sondern jede Schuld von sich weist und den Jungen für die sexuellen Handlungen verantwortlich macht, welche dieser angeblich gewollt habe.

Aufgrund des Geständnisses ist davon auszugehen, dass letztendlich nur eine niedrige Freiheitsstrafe verhängt wird, die sogar eventuell zur Bewährung ausgesetzt wird: Wohin solche Fehlurteile führen, zeigten diverse Verfahren gegen Sexualstraftäter, die nahezu ausnahmslos zu einem späteren Zeitpunkt rückfällig wurden. Unvergessen ist gerade in der Nordstadt der Fall von Heinrich Kirschbaum, einem Kinderschänder, der aus der JVA Werl entlassen wurde und – trotz durch Gutachter festgestellter Gefährlichkeit – von der Polizei nicht überwacht unweit einer Grundschule lebte. Nur wenige Monate nach seiner Haftentlassung verging er sich erneut an einem Kind, weshalb sich Kirschbaum mittlerweile wieder in Haft befindet.

Gegen Kinderschänder helfen keine pädagogischen Maßnahmen, welche die Täter resozialisieren sollen, sondern lediglich harte Urteile, die auf eventuelle Nachahmer abschreckend wirken und zugleich die Bevölkerung langfristig schützen, indem eine weitere Gefahr ausgeschlossen wird. Wer sich an einem Kind vergeht, hat sein Recht auf einen Platz in unserer Gesellschaft verwirkt – als letzte Möglichkeit sollte gerade auch die Todesstrafe nicht außer Betracht gelassen werden, die als einzige Maßnahme eine 0-Prozentige-Rückfallquote garantiert.

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