Und tschüss: Linkes Bündnis Dortmund aufgelöst

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Das „Linke Bündnis Dortmund“, ein Zusammenschluss verschiedener linksradikaler Gruppen und Parteien, darunter der Linkspartei, der DKP Dortmund und ihrer Jugendorganisation, der SDAJ, hat sich mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Dies geht aus einem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 29. April 2013 hervor. Bereits seit längerem gingen die Aktivitäten des Bündnisses immer weiter zurück, zudem hatte es zuletzt Konkurrenzkandidaturen bei der Kommunalwahl 2009 bzw. 2012 zwischen den beiden Mitgliedern, der DKP und der Linkspartei, gegeben.

Für die politische Landschaft in Dortmund stellt die Auflösung des „Linken Bündnis Dortmund“ keinen Verlust da – gehörten die Protagonisten doch, abgesehen von dem halben Dutzend SDAJ-Mitglieder, eher zur Generation der 68er, die offenbar den Zusammenbruch der Sowjetunion nicht verkraftet haben und bis heute eine Umsetzung kommunistischer Ideologien vorantreiben.

Zurück bleiben die Reste der Dortmunder DKP um ihr verkleinertes Parteizentrum an der Oesterholzstraße 27, unweit des Borsigplatzes in der Nordstadt. Deren politische Präsenz geht aber – parallel zum voranschreitenden Alter ihrer Führungspersonen – weiter zurück, so dass beispielsweise die Montagsdemonstration, die seit 2004 vor der Reinoldikirche durchgeführt und mittlerweile von der DKP getragen wird, mittlerweile regelmäßig eine einstellige Teilnehmerzahl verzeichnet. Es dürfte nicht allzu lange dauern, bis auch die letzten Relikte des „Linken Bündnis Dortmund“ von der politischen Bühne verschwunden sind – ärgerlich wird es wohl nur für Stefan Nöllecke, zur DKP zugehörig und trotzdem Angestellter der Linkspartei-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund, der wohl in Zukunft arbeitslos sein dürfte, wenn für ihn ein Linkspartei-Vertreter eingestellt wird.

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