Urteil: Viereinhalb Jahre Haft für 230-fachen Missbrauch

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Das Dortmunder Landgericht hat einen 54-jährigen Kinderschänder zu einer milden Strafe verurteilt: Wie die „Ruhr Nachrichten“ berichten, erhielt der – in der Nordstadt lebende – Hausmeister eine Strafe von gerade einmal viereinhalb Jahren, obwohl ihm 230 Fälle des Missbrauchs nachgewiesen wurden, die sich über 16 Jahre ereigneten. Zu Beginn war sein Opfer gerade einmal sechs Jahre alt gewesen.

Zunächst vermutete die Staatsanwaltschaft sogar bis zu 600 (!) Fälle, diese konnten aber im Zuge der Gerichtsverhandlung – trotz eines vorliegenden Geständnisses des Täters – nicht nachgewiesen werden bzw. wurden im Urteil schlichtweg ignoriert. Verglichen mit Strafen, die beispielsweise für Meinungsäußerungen, die nach § 130 (Volksverhetzung) strafbar sind, verhängt werden, wirken diese viereinhalb Jahre fast schon lächerlich: Bei guter Führung kann der Kinderschänder schon nach etwas mehr als zwei Jahren die Freiheit erblicken, spätestens aber wohl aber nach 3 Jahren, wenn er – wie die meisten herkömmlichen Kriminellen – auf Bewährung entlassen wird. Zurück bleibt ein Opfer, welches lebenslang Schaden genommen hat.

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