Antifa-Fotograf Mark S.: Urheberrecht und Morddrohungen

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Mark S. ist einer jener linksradikalen Zeitgenossen, die im Besitz eines Presseausweises sind, ohne einer journalistischen Tätigkeit nachzugehen, die über das öffentliche Denunzieren politisch Andersdenkender hinausgeht. Genau diese Tätigkeit könnte dem – mittlerweile doch recht bekannten – Fotografen aber nun zum Verhängnis werden, nachdem zu den (offenbar bisher staatlich tolerierten) Urheberrechtsverstößen zum Nachteil heimattreuer Deutscher auch noch Morddrohungen gegen diverse Rechtsanwälte stoßen, darunter auch einer der Spitzenkandidaten der Piratenpartei. Das „DortmundEcho“ hat dem Thema einen ausführlichen Hintergrundartikel gewidmet.


Vermummt auf einer Antifademo: Mark S.

Eigentlich ist Mark S. kein auffälliger Zeitgenosse: Der Mitzwanziger stammt gebürtig aus dem beschaulichen Oer-Erkenschwick im Kreis Recklinghausen, ist einer jener Mitbürger mit Migrationshintergrund, arbeitet beim Rheinzink-Werk in Datteln und hat eine Leidenschaft für Fotografien – genau diese rückt ihn dann aber doch etwas in den Mittelpunkt. Während Mark S. früher eher eine dörfliche Bekanntheit war und in seiner Freizeit in Internetforen über die Sorgen klagte, welche Schmerzen eine Zahnbehandlung für ihn mit sich bringen könnten, engagiert er sich seit rund fünf Jahren in der linken Szene des Ruhrgebietes, unter anderem nimmt er an antifaschistischen Demonstrationen teil.


Dörfliche Bekanntheit im “Ruhrpottforum


Oder als “Schwabenkiller” in einem Forum für Zahnpflege

Seit rund zwei Jahren belässt es Mark S. jedoch nicht bei einer Teilnahme, sondern tritt mit Fotokamera – und mittlerweile auch Videoaufnahmegerät – bei Versammlungen des „rechten Spektrums“, beispielsweise der PRO-Bewegung, der NPD, freien Kameradschaften und der Partei DIE RECHTE, in Erscheinung. Gezielt fertigt Mark S. Potraitaufnahmen an, um diese anschließend auf zwei – von ihm betriebenen – Internetseiten zu veröffentlichen. Da es sich bei den Abfotografierten lediglich um nationale Deutsche handelt, deren Rechte oftmals nicht allzu viel zählen, sind zahlreiche Ermittlungsverfahren gegen S., die vor allem wegen § 22 KunstUrhG („Recht am eigenen Bild“) eingeleitet wurden, ohne Anklage verlaufen, obwohl an Hand der Fotoaufnahmen – und eigener Äußerung von S. auf dessen Facebook-Profil – von Zeugen glaubhaft belegt werden kann, dass S. der Betreiber einer Internetseite mit dem Titel „Bildergalerielinks“ ist, auf der nach zahlreichen Veranstaltungen Fotostrecken der Teilnehmer veröffentlicht werden, die nicht den Zweck verfolgen, die Veranstaltung zu dokumentieren, sondern die Teilnehmer zu denunzieren, um weiteren Schritten durch Antifa-Gruppen, beispielsweise Outingaktionen an Wohnort und Arbeitsplatz, vorzugreifen.


Die “Bildergalerielinks”, eine Sammlung von Potraitaufnahmen

Neben der „Bildergalerielinks“ betreibt Mark S. eine zweite Seite, die den Titel „Outing“ trägt und auf der – in der Art von Steckbriefen – einige bekannte Nationalisten und Patrioten abgebildet sind, ergänzt um personenbezogene Angaben, beispielsweise die Wohnanschrift oder das Geburtsdatum. Auch hier kommen diverse rechtliche Vergehen zum Vorschein, die – zumindest zivilrechtlich, teilweise aber auch strafrechtlich – verfolgbar sind. Bisher ist Mark S. solchen Konsequenzen aber offenbar entgangen, nicht nur durch das Wohlwollen der Ermittlungsbehörden, sondern auch durch den fehlenden Nachdruck der Betroffenen, die oftmals aus Bequemlichkeit auf weitergehende Schritte verzichten. Diverse Strafanzeigen gegen Mark S. wegen Beihilfe zu Straftaten, die aus der Veröffentlichung personenbezogener Daten resultieren, sind bisher jedoch auch ergebnislos geblieben – offenbar macht sich (bisher) noch keine Staatsanwaltschaft die Mühe, weitergehende Untersuchungen einzuleiten. Das könnte sich nun jedoch ändern.


Potraitfotos, Anschriften, Geburtsdaten – eine Steckbriefseite, die Mark S. zuzurechnen ist

Auf seiner „Bildergalerielinks“, sowie dem linksextremen Nachrichtenportal „Indymedia Linksunten“ veröffentlichte Mark S. am 22. Juli 2013 eine Fotostrecke aus Koblenz, wo er als – vermeintlicher – Journalist einen Verhandlungstag im Zuge des Verfahrens gegen das „Aktionsbüro Mittelrhein“ besuchte. Zu sehen sind zahlreiche Angeklagte (nebst deren Anwälten), die dort porträtiert sind. Offenbar war dies für das Gericht zu viel des Guten, so dass Mark S., der sich vor Erhalt der Erlaubnis ausweisen musste und somit eine eindeutige Zuordnung der Bilder zum Urheber möglich ist, die Erlaubnis für weitere Fotoaufnahmen im Gerichtsgebäude entzogen wurde. Auf seinem Facebook-Profil im größten sozialen Netzwerk lässt Mark S., der dort unter dem Nicknamen „Maxim Fotograf“ auftritt, seinen Aggressionen freien Lauf: Er träumt davon, auszurasten und „DIE SCHEIß NAZIS + IHRE AWÄLTE AN DIE WAND [zu]STELLEN“, da er diese für den Entzug seiner Fotogenehmigung verantwortlich macht. Pauschal unterstellt er den verteidigenden Anwälten zudem, „Nazianwälte“ zu sein.


Veröffentlichung von Bildern bei “Indymedia Linksunten”, einem Antifa-Portal

Jene Äußerungen, die bereits am 6. August gefallen sind, sorgen aber nun für einigen Wirbel: Unter den Anwälten, welche die willkürlich angeklagten Nationalisten in Koblenz verteidigen, befinden sich nämlich nicht nur politisch rechtsgerichtete Verteidiger, die in der Bundesrepublik häufig ebenfalls mit starken rechtlichen Einschränkungen leben müssen, sondern unter anderem der Betreiber des „Lawblogs“, Udo Vetter. Vetter, ein bekannter Gegner staatlicher Überwachung und durch seine Digitalisierung des Gerichtswesens bekannt, ist zudem Listenzweiter der nordrhein-westfälischen Landesliste der Piratenpartei bei der anstehenden Bundestagswahl im September und wird – im Falle eines Überschreitens der Fünf-Prozent-Hürde durch die Piratenpartei – in gut anderthalb Monaten Bundestagsabgeordneter sein. Genau jener Udo Vetter widmet dem Antifa-Paparazzi, als welcher sich S. gerne selbst bezeichnet, einen Artikel auf dem “Lawblog”, in dem er die Veröffentlichung der Potraitaufnahmen kritisiert und auf das Fehlverhalten von Mark S. durch die anschließenden Bedrohungen eingeht. Ob sich S. einen Gefallen getan hat, indem er eine Person bedroht hat, die gewissermaßen – im Gegensatz zu häufig als Freiwild angesehenen Nationalisten – über eine öffentliche Reputation verfügt, ist zweifelhaft.


Mark S. – alias “Maxim Fotograf” – bedroht die Koblenzer Anwälte

Da es sich bei den Anwälten im Koblenzer Verfahren um eine konkrete Gruppe handelt, dürfte für S. die Ausrede, er wäre allgemein „gegen Nazianwälte“ nicht zählen und die Ankündigung von Straftaten durchaus als Verstoß gegen § 126, der „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“, gewertet werden. Eigentlich müssten seitens der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen bereits von Amtswegen aufgenommen werden, da es sich um kein Antragsdelikt handelt – sicherheitshalber wurde aber bereits durch Dritte Strafanzeige gestellt und weitere Anzeigen, beispielsweise durch die Gruppe der betroffenen Rechtsanwälte, deren körperliche Gesundheit von Mark S. in Frage gestellt wird, dürften folgen. Zuständig für die Ermittlungen sollte im Übrigen die Staatsanwaltschaft Dortmund sein, in deren Einzugsgebiet der neue Wohnort von Mark S., das nördlich an die Westfalenmetropole angrenzende Lünen, fällt – die Straftaten, die S. im Internet begeht, wurden mutmaßlich von seinem Wohnort aus begangen, der damit quasi auch ein Tatort sein dürfte.


Mark S. gibt die Veröffentlichung neuer Aufnahmen bekannt

Ebenfalls eine Androhung von Straftaten stellt die Veröffentlichung eines Bildes des PRO-NRW-Funktionärs Jörg Uckermann auf dem Facebook-Profil von S. dar, der bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei in Bielefeld durch Gegendemonstranten im Gesicht verletzt wurde – Mark S. kommentiert das Bild mit dem Zusatz, dies sei erst der Anfang und “jetzt [würde] Vergeltung geübt”. Eine Aufforderung zu – und eine Ankündigung von – weiteren Körperverletzungen.


Kündigt Gewalttaten an: Mark S. im Kampf gegen PRO NRW

Um den – juristischen – Druck nicht abebnen zu lassen, kann jedem Betroffenen von Urheberrechtsverletzungen und weiteren Straftaten nur geraten werden, konsequent Anzeige zu erstatten und sich – nach Möglichkeit – dabei auch anwaltlich vertreten zu lassen. Mit Spannung kann nun erwartet werden, ob die Mühlen der Justiz allmählich anrollen und die fortwährenden Straftaten des Antifa-Paparazzi unterbinden oder dieser weiter Narrenfreiheit genießt – mit seinen Morddrohungen dürfte er sich aber endgültig die Finger verbrannt haben und zumindest einen rechtlichen Warnschuss erhalten. Wer weiß, ob aus diesem Warnschuss nicht eine ganze Salve wird und die Karriere von Mark S. als Fotograf bei politischen Versammlungen schneller beendet ist, als ihm lieb sein dürfte!

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11 Kommentare

  1. Das ist auch so eine verrückte Sache. Hier wird der Anwalt Udo Vetter von der Piratenpartei von Linken bedroht, weil er rechts sei? In Dortmund sind die Piraten nicht nur links, sondern linkskriminell und machen ständig gemeinsame Sache mit der Antifa. Vetter dürfte augenscheinlich keiner politischen Richtung zuzuordnen sein. So kann es einem ergehen, wenn unterschiedlichste Leute mit unvereinbaren Ansichten über Internet- und andere digitale Themen zu einer Partei kommen.

  2. Dieser Mark Schw… blieb auch deshalb wegen seiner Straftaten unbehelligt von der Strafverfolgung, weil er ein wesentliches Glied ist, wie die pseudodemokratidche Zivilgesellschaft funktioniert. Prinzip Arbeitsteilung: Medien un Politik hetzen gegen jede nationale Regung und gegen Deutsche Interessen. Bei der Repression überlässt man die Disziplinierung von Abweichlern gezielt der aufgewiegelten Zivilgesellschaft. Der Staat steht auf diese Weise relativ sauber dar, wenn es auf diese Weise gegen Personen geht, die keine Straftaten verübt haben oder bei Demonstrationen von ihren verfassungsmäßigen Rechten Gebrauch machen und man so als Staat eine Angriffsfläche bietet, wenn man sie trotzdem verfolgt. Darüber hinaus leistet Mark Polizeiarbeit, wenn er exakt dokumentiert, wer auf welche Demonstration für Deutsche Interessen geht, was zwar legal, aber eben unerwünscht ist.

  3. Was für ein “liebenswerter” Charakter. Eigentlich ist er doch furchtbar “mutig”. Wir bösen Nazis werden doch überall auch durch ihn als schwerst kriminelle Schläger dargestellt und da wagt er sich ganz allein nur mit seiner schicken Sonnenbrille getarnt zu uns?
    Sind wir vielleicht doch nicht so schlimm wie er uns verkaufen möchte, lügt er gar?

  4. Ein einziger Blick genügt, um zu sehen daß seine Mutter
    eine “ehrenamtliche EinGLIEDerungs-Helferin” ist und
    deshalb ist der arme Junge wohl etwas “erblich bedingt”
    g e s t ö r t ! (Sich bei Papi ausweinen geht auch nicht, weil
    Mama sich nichtmehr erinnert welcher davon in Frage käme!)
    Ja ja, man hat’s nicht leicht – dann fotografiert man eben die
    pöhsen Nahzies.
    PS.
    Hoffentlich treffe ich diesen Hybrid einmal auf ‘ner Pro-Veranstaltung!

  5. Florian Breidenbach ist sein wahrer Name dieser Name Mark S soll nur sein Deckname sein,habe diese Info auf you-tube gefunden.Beim nachgoogeln konnte ich Verbindung finden seht doch mal selbst…

  6. Neumühler Rache on

    Hier ist die Aktuelle Adresse vom Linksextremen Mark S. [aus rechtlichen Gründen zensiert] in 45739 Oer-Erkenschwick Tel.02368-*****
    Arbeitet im Rheinzink-Werk Datteln

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