BVB-Vereinsführung geht gegen Siggi-Wahlplakat vor

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„Von der Südtribüne in den Stadtrat“ – mit diesem Spruch wirbt Dortmunds bekannter Nationalist Siegfried “Siggi” Borchardt, um – als Spitzenkandidat der Partei DIE RECHTE – bei der Kommunalwahl im Frühjahr 2014 in das Rathaus einzuziehen. Während das Motiv innerhalb der patriotischen Dortmunder Bevölkerung großen Anklang findet, sieht sich eine Minderheit aus politisch korrekten Meinungszensoren dem Zwang ausgesetzt, Mittel zu suchen, eine weitere Verbreitung zu unterbinden. Seitens der BVB-Geschäftsführung wird nun – mit rechtlich fragwürdigen Mitteln – versucht, zu begründen, warum niemand (außer dem BVB selbst) die Farben schwarz-gelb verwenden dürfte.

In einem, fast schon belustigenden, Brief an den Bundesvorsitzenden der Partei DIE RECHTE begründet der umstrittene BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, gegen den aktuell noch strafrechtliche Ermittlungen wegen Verleumdung anhängig sind, warum Borussia Dortmund die eigenen Rechte durch die Verwendung der schwarz-gelben Farben durch die Partei DIE RECHTE verletzt sieht. Abgesehen davon, dass niemand Farben gepachtet hat (was bei einer überschaubaren Zahl von Farben wohl auch größere Probleme verursachen dürfte), ist der Verweis auf den eigenen, in schwarz-gelb gehaltenen Internetauftritt, ebenso überflüssig, wie die Betonung, dass die Vereinsfarben schwarz-gelb sind. Jedermann steht es frei, die Farben schwarz und gelb zu verwenden, selbstverständlich auch zu politischen Zwecken. Anmerkungen, es würden typische Gestaltungsmerkmale von Borussia Dortmund übernommen, sind vor diesem Hintergrund auch eher ein Versuch der Einschüchterung, zumal diese Merkmale teilweise nicht nur andersfarbig sind, sondern auch in einer völlig verschiedenen Darstellung übermittelt werden.

Gerade Siegfried Borchardt, der schon zu Spielen von Borussia Dortmund gefahren ist, als die Mitglieder der heutigen Geschäftsführung des Vereins nicht einmal davon träumten, selbst dort beschäftigt zu sein, ist zudem mit der Südtribüne verbunden, wie kaum ein anderer Dortmunder. Wenn die BVB-Geschäftsführung vorträgt, der „Betrachter assoziiert aufgrund der schwarz-gelben Farbgebung und des Begriffs Südtribüne (Fankurve unserer Fans) das Wahlplakat mit ‘Borussia Dortmund’“, so ist das unvollständig – der Betrachter sieht, dass Siegfried Borchardt aus eben jener Südkurve stammt, seine Wurzeln in der Dortmunder Fußballanhängerschaft hat und aktuell für einen Sitz im Stadtrat kandidiert, ein Vorgang, an dem weder etwas außergewöhnlich, noch zu beanstanden, ist.

Seitens der Rechtsabteilung der Partei DIE RECHTE wird der BVB-Vereinsführung derzeit erörtert, warum ihr Versuch, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, zum Scheitern verurteilt ist. Gleichzeitig wird DIE RECHTE weiterhin mit schwarz-gelber Farbgestaltung werben (vielleicht sollte Borussia Dortmund auch gegen Bienenzüchter vorgehen, die eine ähnliche Farbkombination verwenden) und sich nicht durch den Versuch, gegen politisch andersdenkende Fußballanhänger vorzugehen, einschüchtern lassen und begrüßt den aktuellen Einschüchterungsversuch als zusätzlichen Werbeeffekt. Watzke selbst, der sich für das Schreiben mitverantwortlich fühlt, scheinen derweil die Felle sprichwörtlich davonzuschwimmen: “Wir weisen bereits jetzt darauf hin, dass aufgrund der Dringlichkeit und der öffentlichen Brisanz dieser Angelegenheit keine Fristverlängerung gewährt wird“, heißt es – im vorauseilenden Gehorsam möchte er sich wohl wieder einmal als “Kämpfer gegen Rechts” profilieren, ein Versuch, der jetzt mit einer deftigen Niederlage enden wird.

In der heißen Wahlkampfphase im kommenden Frühjahr werden sich Watzke und Co an zahllosen Straßenlaternen in der ganzen Stadt erfreuen, von denen ihnen das Konterfei Siegfried Borchardts entgegenlachen wird, zusammen mit dem Spruch: „Von der Südtribüne in den Stadtrat!“! Ein Ziel, das mit der Wahl der Partei DIE RECHTE am 25. Mai 2014 Wirklichkeit werden kann!

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