Dortmund, Duisburg und Umgebung: Armutshochburg Ruhrgebiet

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„Die Armut im Ruhrgebiet wird immer besorgniserregender“, lautet das erschreckende Fazit des „Westdeutschen Rundfunks (WDR)“, der anlässlich einer Studie über den wirtschaftlichen und sozialen Niedergang im größten Ballungsraum Deutschlands berichtet. In Dortmund gelten 26,4 % der Einwohner, mehr als jeder Vierte, als in Armut lebend – dahinter verbergen sich zahllose Schicksale und eine Generation, die in bedenklichen Zuständen aufwächst.

Doch auch in der näheren Umgebung sieht es nicht besser aus: In Duisburg, einer Stadt, deren Infrastruktur mit Dortmund vergleichbar ist und die auch das zweifelhafte Glück hat, durch eine massive Einwanderung aus Osteuropa heimgesucht zu werden, liegt die Armutsrate ebenfalls bei 25,1 %. Weitere Städte, vor allem im östlichen Ruhrgebiet, weisen ähnlich hohe Werte auf.

Durch eine Politik der Verdrängung ist es den etablierten Parteien gelungen, arme Menschen von den Straßen zu tilgen, ihre Schicksale spielen sich zumeist in den sozialen Brennpunkten der Stadt oder hinter den Gardinen der eigenen Wohnung ab. Statt den Menschen wirkliche Hilfen bereitzustellen und die Möglichkeiten zu schaffen, angemessene Arbeit zu gerechten Löhnen zu ermöglichen, gilt immernoch das Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Sollte kein radikales Umdenken in den Rathäusern und dem Landtag einsetzen, wird die Zahl der Armen bereits in wenigen Jahren noch deutlicher angestiegen sein – seit 2005 hat sich deren Wert bereits verdoppelt. Ein Blick auf die exponentielle Kurve zeigt, was Duisburg, Dortmund und den anderen Städten 2015 oder gar 2020 drohen wird: Der schrittweise (und später vollendete) Niedergang, wirtschaftlich, aber auch sozial.

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