Städteranking 2013 – Dortmund schneidet schlecht ab!

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Die „IW Consult“ veröffentlichte Anfang Dezember im Auftrag von „Immobilienscout24“ und der „Wirtschaftswoche“ das Städteranking 2013. In diesem alljährlichen Vergleich werden die 71 kreisfreien Städte der Bundesrepublik Deutschland in verschiedenen Kategorien verglichen. Unterschieden wird zwischen dem sogenannten Niveauranking (Vergleich der Ist-Werte verschiedener Kennziffern, z.B. dem aktuellen BIP) und dem sogenannten Dynamikranking (Veränderungsrate der vergangenen 5 Jahre, z.B. Entwicklung des BIP).

Auf dem ersten Platz landete wenig überraschend die bayrische Landeshauptstadt München, gefolgt von Ingolstadt. Auffällig ist das gute Abschneiden der Städte mit einem starken Bezug zur Automobilbranche, neben Ingolstadt konnte so auch Wolfsburg ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Die Städte im Ruhrgebiet landeten hingegen auf den hinteren Plätzen des Städtevergleichs. Dortmund schaffte es beim Niveauranking auf Platz 59 und beim Dynamikranking immerhin auf Platz 53.

Doch was sagen diesen beiden Platzierungen wirklich aus? Beim Niveauranking schnitt Dortmund vor allem in den Kategorien Arbeitsversorgung und Kriminalität besonders schlecht ab. Gerade im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit fällt Dortmund außerordentlich negativ auf, ebenso bei den begangenen Straftaten pro 100.000 Einwohnern. Wird berücksichtigt, dass Städte wie Frankfurt und Düsseldorf, die hier mit noch schlechteren Werten abschneiden, allerdings über große Flughäfen verfügen und dort begangenen Straftaten den Wert deutlich erhöhen, sieht es für Dortmund besonders düster aus. Nur in der Bundeshauptstadt Berlin werden dann noch nennenswert mehr Straftaten begangen – dies ist in Anbetracht der Größe und Bevölkerungsstruktur aber nicht sonderlich überraschend.

Auch beim Dynamikranking fallen vor allem der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit und die ausufernde Kriminalität besonders ins Gewicht. Kurios wird es aber, wenn als positiver Wert der Saldo aus Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen gewertet wird. Gerade in Dortmund handelt es sich oft um Scheingewerbe, die von osteuropäischen Zigeunern angemeldet werden, um staatliche Zuschüsse wie etwa das Kindergeld zu erhalten. Angesichts der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bulgarien und Rumänen (die im kommenden Jahr in Kraft tritt) und der damit einhergehenden Anzahl an Einwanderern, die Hartz 4 beantragen werden, wird die Anzahl der Gewerbeanmeldungen aber wohl drastisch sinken – dafür steigt dann die Arbeitslosenquote noch einmal deutlich an. Im Städteranking 2014 wird sich Dortmund also wieder mit einem der hinteren Plätze abfinden müssen.

Insgesamt also düstere Aussichten für unsere Stadt – aber einen Lichtblick gibt es dennoch:
Nirgendwo ist es schlechter, als in Gelsenkirchen!

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den Telegram-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!

Verbreiten.

Hinterlassen Sie einen Kommentar