Skurrile Ankündigung: Neuer Tatort spielt im „Dorstfelder Neonazi-Milieu“

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Während der neueste Dortmund-“Tatort“ mit dem Titel „Auf ewig Dein“ am Sonntag von 8,77 Millionen Menschen gesehen wurde und damit beste Einschaltquoten erreichte, droht den Fernseh-Ermittlern um Kommissar Faber schon der nächste Einsatz. Nach Einsätzen unter kriminellen Ausländern in der Nordstadt und einem Mordfall am Phoenixsee geht es in Zukunft wohl nach Dorstfeld, ins berüchtete „Neonazi-Milieu“.

Was sich auf den ersten Blick wie ein Scherz liest, wird in einem Artikel des Internetportals „Der Westen“ konkretisiert. In reißerischer Aufmachung wird mutmaßlich versucht werden, ein Geflecht zwischen Kriminellen und Neonazis zu ziehen – schon jetzt dürfte wohl absehbar sein, dass es als Todesopfer entweder einen armen Ausländer oder Linken zu beklagen gibt und sich die Täter als brutale, skrupellose Neonazis entpuppen werden. Getreu den bewusst gestreuten Klischees, dürfte jener Neonazi-Tatort damit bestens in die Kriminalisierung der nationalen Bewegung passen und weniger mit Filmkunst, als mit politischer Hetze, gemeinsam haben.

In einer ersten Reaktion erklärte ein nationaler Aktivist, der im berüchtigten Dortmunder Stadtteil Dorstfeld lebt und dort politisch aktiv ist: „Nachdem über mehrere Jahre das Märchen einer zivilcouragierten Familie, die aufgrund von rechter Gewalt letztendlich quasi fliehen musste, gestreut wurde, versucht nun auch der ARD, einen ganzen Stadtteil zu stigmatisieren. Tatsächlich gibt es in Dorstfeld kein Neonazi-Problem und erst Recht kein Milieu, welches automatisch die Nähe zu Kriminellen suggeriert. Die wenigsten Einwohner des schönen Stadtteils in der westlichen Innenstadt beklagen sich über die patriotischen Deutschen, die sich mit den gesellschaftlichen Problem nicht einfach abfinden, sondern selbst aktiv werden, ganz im Gegensatz zu den tatsächlichen Ärgernissen, beispielsweise einer hohen Ausländerkriminalität und den Folgen sozialdemokratischer Pleitewirtschaft. Der Versuch, mit einem Tatort als vermeintlichem Unterhaltungsprogramm politische Propaganda zu betreiben, wird in Dorstfeld nicht ohne politische Aufarbeitung bleiben. Ich denke, im Namen vieler Nationalisten nicht zuviel zu versprechen, wenn ich sage, dass wir die Dreharbeiten kritisch und kreativ begleiten werden!

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