Linke Plakatierer gestellt – Bewährungsstrafe nach Auseinandersetzung

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Mit einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten endete heute die gerichtliche Aufarbeitung einer Auseinandersetzung, die sich bereits am 29. Juli 2011 im Dortmunder Stadtteil Hacheney ereignete. Damals stieß eine Gruppe Rechter, die sich zufällig im Rahmen einer Erkundungsfahrt im Süden der Stadt befand, auf mehrere Linksextremisten, die dabei waren, Antifa-Plakate rechtswidrig an einer Bushaltestelle anzubringen. Bei dem Versuch, die Täter zur Rede zu stellen, setzten diese ein Tierabwehrspray ein, während auf der Gegenseite Flaschen und Steine geworfen, sowie mit einem Messer und Baseballschläger gedroht wurde. Letztendlich wurde – trotz dieser martialischen Situation – kein einziger Beteiligter verletzt.

Während sich die Linksextremisten seinerzeit sofort als Opfer inszenierten – obwohl gegen sie selbst wegen Sachbeschädigung ermittelt wurde und sogar die (als besonders hysterisch bekannte) Mutter eines damaligen Antifa-Rädelsführers zeitweilig in Gewahrsam genommen wurde – setzte eine Pressehetzkampagne gegen die nationale Opposition ein. Völlig grundlos habe ein brutaler Überfall stattgefunden, hieß es. Bereits im September 2012 verurteilte das Amtsgericht Dortmund drei Nationalisten zu Bewährungsstrafen, wobei in einem Fall Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung einlegten. Während die Staatsanwaltschaft offenbar dem politischen Druck erlegen war und kramphaft versuchte, eine Haftstrafe erzielen zu können, betonte die Verteidigung, dass es sich um eine vergleichbar harmlose Auseinandersetzung gehandelt hat, wenn kein einziger Beteiligter verletzt wurde. Letztendlich wollte das Landgericht beiden Auffassungen nicht folgen und verurteilte den Angeklagten zu einer Bewährungsstrafe, sowie der Zahlung von 2500 Euro an ein Kinderdorf.

Somit endet, unbemerkt von den lokalen Medien, die gerichtlich Aufarbeitung um die damalige Konfrontation, die wesentlich sachlicher vonstatten ging, als die einseitige Rollenzuschreibung unmittelbar nach dem Vorfall. Bezeichnend: Von den Linksextremisten musste sich kein einziges Gruppenmitglied wegen der Plakataktion vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte wieder einmal nur einseitig ermittelt und an einer Bestrafung von Antifaschisten kein Interesse, während selbst das Aufkleberverkleben von Nationalisten mittlerweile wie ein Staatsverbrechen gilt.

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