Kirchderne: Linke Plakatzerstörer auf frischer Tat gestellt!

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Das hatten sich die beiden Kriminellen sicherlich anders vorgestellt: In der Nacht auf Sonntag (4. Mai 2014) gegen 00:25 Uhr wurden vier Nationalisten, die sich im Rahmen des Kommunalwahlkampfes gerade auf der Straße „Im Karrenberg“ im Dortmunder Stadtteil Kirchderne befanden, auf zwei Personen aufmerksam, die dabei waren, Plakate der Partei DIE RECHTE abzureißen. Nach einer kurzen Verfolgung konnten die Täter gestellt und der Polizei übergeben werden.

Bereits einige Zeit zuvor traten die beiden verdächtig in Erscheinung, als sie einen Wahlhelfer, der augenscheinlich alleine an einem PKW damit beschäftigt war, „Pappen“ für das Aufhängen an Straßenlaternen anzufertigen, bedrohten. Nachdem die beiden Personen jedoch bemerkten, dass sich weitere Wahlhelfer im unmittelbaren Umfeld befanden, entfernten sie sich zunächst und beobachteten das Geschehen aus einer nahen U-Bahnhaltestelle heraus.

Nachdem die Wahlhelfer einige Zeit weiter plakatiert hatten und zur Kontrolle die zuvor behangene Strecke zurückfuhren, wurden sie erneut auf die beiden Verdächtigen aufmerksam, die sich gerade dabei befanden, ein Wahlplakat herunterzureißen. Sofort stoppten die Wahlhelfer ihren PKW, stiegen aus und forderten die zwei Tatverdächtigen auf, stehen zu bleiben. Offenbar in Kenntnis der drohenden, juristischen Konsequenzen dieser Sachbeschädigung, entschlossen sich die beiden Personen zur Flucht, die aber bereits nach wenigen Metern beendet war. Während zunächst einer der beiden Verdächtigen stolperte und sofort im Rahmen des gesetzlichen Jedermannfestnahmerecht festgehalten werden konnte, lief sein Begleiter einig Schritte weiter, ehe er die missliche Situation seines Freundes erkannte und umkehrte, um diesen befreien zu wollen. Hierbei attackierte er einen Aktivisten, konnte jedoch letztendlich auch mittels einfacher, körperlicher Gewalt festgehalten werden. Um weitere Ausbruchsversuche der beiden Straftäter zu unterbinden, die versuchten, sich einer drohenden Personalienfeststellung oder ggf. sogar Festnahme, wurde einer der beiden mittels Kabelbindern fixiert, während sein Begleiter, der als aggressiver Rädelsführer auftrat, von zwei Aktivisten in Schach gehalten wurde. Zeitgleich zur erfolgreichen Festnahme der beiden Kriminellen wurde die Polizei alarmiert, die nach rund zehn Minuten vergleichsweise zügig eintraf und die Personalien feststellen konnte. Neben den beiden Plakaten, deren Abriss durch die vier Aktivisten beobachtet wurde, fanden sich im Rahmen einer Absuche des Nahbereiches noch zwei weitere Wahlplakate, die – mutmaßlich durch die gleichen Täter – beschädigt wurden.


Abgerissene Wahlplakate – an dieser Laterne wurden die beiden Täter gestellt


Nach kurzer Flucht gelang es, beide Personen bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten


Fluchtversuch zwecklos – auf die beiden Kriminellen wartet ein juristisches Nachspiel

Kritisch anzumerken ist an dieser Stelle jedoch, dass – wieder einmal – falsche Nachsicht gegenüber kriminellen Linksextremisten gezeigt wurde. Sogar die Beschlagnahme der Beschädigten Plakate zwecks Spurensicherung wurde durch die eingesetzten Polizeieamten abgelehnt, während es zur gängigen Praxis der Dortmunder Polizei gehört, bereits sogenannte „Spuckis“ (Aufkleber) nach DNA-Spuren zu untersuchen, um eine Ordnungswidrigkeit zu verfolgen. Im „Kampf gegen Rechts“ ist jedes Mittel zulässig, während Straftaten „gegen Rechts“ nur widerspenstig verfolgt werden.

DIE RECHTE bringt jeden Fall von gezielter Zerstörung zum Nachteil ihrer Wahlplakate zur Anzeige. Alleine im laufenden Kommunalwahlkampf konnte mittlerweile rund ein halbes Dutzend Tatverdächtiger entweder auf frischer Tat gestellt oder im Nachgang durch Zeugenaussagen ermittelt werden. Jeder überführte Täter muss nicht nur mit den strafrechtlichen Folgen rechnen, sondern sieht sich auch zivilrechtlichen Ansprüchen ausgesetzt. Die, vergleichsweise spektakuläre, Festnahme der beiden Kirchderner Plakatabreißer ist erfreulich und auch eine Warnung an potentielle Nachahmer: Das Abreißen von Wahlplakaten ist kein Kavaliersdelikt und erst recht keine Zivilcourage, sondern eine Straftat. Die Festnahme krimineller Linksextremisten ist dagegen ein Akt von wehrhafter Demokratie – davon reden die etablierten Politiker doch immer, dann müssten sie auch solche Courage begrüßen und sich eigentlich bei den mutigen Aktivisten bedanken.

Wessen Geistes Kind die beiden Plakatabreißer sind, wurde im Übrigen bei einer näheren Betrachtung deutlich: Der Rädelsführer gehört zur DKP-Jugendorganisation SDAJ (Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend), die offenbar konkurrierenden Parteien kein Recht einräumt, Wahlwerbung zu betreiben. Ganz so, wie bis vor 25 Jahren im Vorbildstaat von DKP, Linkspartei und Co.

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