Statistik: Kaum rechte Straftaten in Dortmund, dafür mehr von Linken

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Kurz nach dem Verfassungsschutzbericht 2013 für das Land NRW hat auch die Dortmunder Polizei in einer Presseveröffentlichung Zahlen zur „politisch motivierten Kriminalität“ genannt, die sich auf das Kalenderjahr 2013 beziehen. Wenig verwunderlich, ist die Zahl der Straftaten, die dem „rechten Spektrum“ zugeschrieben werden, gering – insbesondere unter Berücksichtigung sogenannter Propagandadelikte, also dem Zeigen von Symbol oder dem Äußern bestimmter Meinungen. Angestiegen sind dagegen die Straftaten, die dem linken Spektrum, also sowohl gewaltbereiter Antifaschisten, als auch Parteigenossen von Grünen und Linken, zugerechnet werden.

Verglichen mit den rund 88 000 in Dortmund verübten Straftaten sind die politisch motivierten Delikte in ihrer Gesamtheit mit 378 (Vorjahr 441) registrierten Vorfällen ohnehin zu vernachlässigen und machen nicht einmal 0,4 % aus. Während die Zahl der „rechten“ Straftaten, in der Regel erwähnte Propagandadelikte, sowie Beleidigungen und Sachbeschädigungen, auf 229 (Vorjahr 295) sank (und davon alleine 121 Verstöße gegen § 86 a, also das Zeigen des Hitlergrußes, sind, was gerade unter unpolitischen Jugendlichen ebenfalls Popularität genießt), stieg die Zahl „linker“ Straftaten auf 115 (Vorjahr 109) – hierunter fallen fast ausschließlich reguläre Straftaten, beispielsweise Sachbeschädigungen gegen politische Gegner oder Übergriffe auf Polizisten.

Noch deutlicher sind die Gewaltdelikte, bei denen 25 (Vorjahr 28) dem Bereich „rechts“ zugeordnet wurden, während auf den Bereich „links“ 36 Straftaten fallen (Vorjahr 16) – hier liegt ein Anstieg von über 100 % vor. Wer jedoch gedacht hätte, dass diese dramatische Entwicklung, die insbesondere aus Konfrontationen zwischen Antifaschisten und Polizeibeamten resultiert, ein härteres Vorgehen gegen linke Gewalttäter nach sich ziehen würde, irrt. Im Gegenteil: Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange gibt sich zufrieden mit den aktuellen Fallzahlen und verliert kein Wort über den Anstieg linker Gewalt. Stattdessen betont er, fast schon gebetsmühlenartig, auch in Zukunft weiter „gegen Rechts“ vorgehen zu wollen und bedankt sich für die Kräfteaufstockung in diesem Bereich. Ein solches Verhalten ist nicht nur irrsinnig, sondern auch eine Verhöhnung der zahllosen Kriminalitätsopfer, die eine direkte Konsequenz aus polizeilicher Unterbesetzung sind: Während die Polizei immer mehr Beamte in den „Kampf gegen Rechts“ versetzt, eskaliert die Situation in zahlreichen Stadtvierteln, allen voran der Nordstadt – dort wüten kriminelle Banden, meist ausländischer Herkunft, die durch Diebstahls-, Raub- und Körperverletzungsdelikte auf sich aufmerksam machen.

Festzuhalten bleibt, dass auch diese Statistik – obwohl nach außen geschönt – verdeutlicht, was Nationalisten in den vielen Gesprächen auf den Straßen immer wieder betonen: Rechte sind nicht kriminell, sondern Opfer medialer Hetze und Desinformation. Besser, als in diesem Beispiel, lässt es sich kaum offenbaren: Während die linke Gewalt in Dortmund um über 100 % ansteigt und gleichzeitig ein weiterer Rückgang rechter „Straftaten“ zu verzeichnen ist, die ohnehin zumeist nur aus Hitlergrüßen bestehen, die in der Regel von unpolitischen und / oder alkoholisierten Zeitgenossen vorgebracht werden, ruft ein völlig deplatzierter Polizeipräsident weiter zum „Kampf gegen Rechts“. Der Realitätsverlust lässt grüßen – ebenso, wie 88 000 Straftaten, die keinerlei politischen Bezug aufweisen und der Dortmunder Bevölkerung tatsächlich zu schaffen machen.

Die Statistik als PDF-Datei ist im Übrigen hier einsehbar, den schlauen Kommentar von Polizeipräsident Gregor Lange gibt es hier.

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den Telegram-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!

Verbreiten.

Hinterlassen Sie einen Kommentar