Steinwürfe: Fahndungsfotos und Belohnung durch die Staatsanwaltschaft!

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Rund anderthalb Wochen nach den Steinwürfen vom Dach der ehemals durch Linksextremisten besetzten Kirche in der Enscheder Straße 15 hat die Dortmunder Staatsanwaltschaft Fahndungsfotos veröffentlicht: Mit den Veröffentlichungen werden Hinweise auf die Kriminellen erbeten, die seinerzeit schwere Steine und Betonplatten auf Nationalisten, sowie begleitende Polizeibeamte warfen und dabei eine Beamtin der Duisburger Einsatzhundertschaft nur um Haaresbreite verfehlten. Während der polizeiliche Einsatzleiter den schwerwiegenden Vorfall mit einer eklatanten Fehleinschätzung lediglich als versuchte Körperverletzung einstufte, hat sich diese Ansicht mittlerweile geändert, eine Mordkommission wurde eingerichtet und das besetzte Haus am vergangenen Freitag (29. August 2014) geräumt.

Mittlerweile zeigen die Ermittler einen hohen Eifer, Täter zu ermitteln – der Fehler, am Tattag (23. August 2014) das Gebäude nicht umgehend zu durchsuchen und Tatverdächtige im unmittelbaren Nachgang festzunehmen, lastet jedoch schwer und dürfte auch polizeiinterne Konsequenzen nach sich ziehen. Dennoch ist der Schritt eine Öffentlichkeitsfahndung zu begrüßen, wenngleich die Partei DIE RECHTE bereits wenige Tage nach dem Kapitalverbrechen eine Fahndung einleitete und eine Belohnung von 1500 Euro aussetzte. Wieder einmal war die nationale Bewegung den Ermittlungsbehörden in Dortmund einen Schritt voraus, aber vielleicht ist dieser öffentliche Druck auch notwendig, um den Erfolgsdruck auf die zuständigen Ermittler zu erhöhen, die nicht nur das Versagen des Polizeieinsatzleiters ausgleichen müssen, sondern sich ansonsten auch noch Vorwürfen ausgesetzt sähen, hinter den Nachforschungen von „Amateurermittlern“ zurückzustehen. Das möchte die Staatsanwaltschaft Dortmund aber offenbar nicht und hat 3000 Euro Belohnung für sämtliche Hinweise ausgesetzt, die zur Identifizierung von Tätern oder dem Erbringen von Beweisen führen. Zusätzlich wurden mehrere Bilder veröffentlicht, die – größtenteils vermummte – Linksextremisten zeigen, die sich innerhalb der Tätergruppe gegen 17:25 Uhr auf dem Dach des Kirchenturmes aufgehalten haben und sich an den Tötungsversuchen beteiligten.

Hinweise auf abgebildete Personen könnten direkt an die Staatsanwaltschaft, aber auch per E-Mail an [email protected] gesendet werden, die Informationen werden dort vertraulich behandelt und an die Ermittlungsbehörden weitergegeben. Angesichts der hohen Täteranzahl erscheint es nicht unwahrscheinlich, baldige Ermittlungsergebnisse zu erzielen und Beweise vorzulegen, die für eine Untersuchungshaft ausreichen – eine 29-jährige Studentin der Uni Duisburg-Essen, die im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen am Freitag (23. August 2014) festgenommen wurde, musste nach erkennungsdienstlicher Behandlung und Vernehmung wieder entlassen werden. Sollte sich der Tatverdacht erhärten, droht ihr und den bisher unbekannten Mittätern Untersuchungshaft, sowie eine Anklage wegen versuchtem Totschlag. Der linken Szene Dortmunds stehen unruhige Zeiten bevor – nach jahrelanger Schonungsbehandlung kommt jetzt die staatliche Dampfwalze.

Handschellen statt Plenum: Kriminelle Linksextremisten aus der Deckung holen und zur Rechenschaft ziehen!

Nachfolgend die Fahndungsbilder der Staatsanwaltschaft Dortmund:

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