Dorstfeld: Über 100 Aktivisten entschlossen gegen Antifaaufmarsch

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Am Freitagabend (16. Januar 2015) demonstrierten rund 250 Linksextremisten von der Dortmunder Innenstadt nach Dorstfeld, einem Stadtteil, in dem viele Nationalisten wohnhaft sind. Unter dem Motto „Gegen jeden Antisemitismus“ wollten die Linksextremisten die völkerrechtswidrigen Aggressionen des israelischen Staates rechtfertigen und die Opfer zionistischen Terrors verherrlichen. Dieser Provokation stellen sich über hundert Menschen entgegen: Mit einer Mahnwache am Wilhelmplatz, Protestaktionen aus Wohnhäusern und Unmutsäußerungen direkt an der Wegstrecke. Überschattet wurden die massiven Proteste von mehreren, teils völlig grundlosen, Polizeiattacken und zwei vorübergehenden Festnahmen.

Über die Rheinische Straße zogen die Linksextremisten unter wehenden Israelfahnen auf den Dorstfelder Hellweg. Bereits im Kreuzungsbereich zur Emscherallee versuchten rund 30 nationale Aktivisten, direkt an der Demonstrationsstrecke zu protestieren, wurden aber von Polizeibeamten unter Schlagstockeinsatz zurückgedrängt. Dieses Szenario wiederholte sich in mehreren Seitenstraßen Unterdorstfelds, wo teilweise massive Straßensperren durch die Polizei errichtet wurden, um Gegenproteste zum Antifaaufmarsch zu behindern. Dennoch konnte sowohl in den Seitenstraßen, als auch durch zahlreiche Unmutsbekunden aus Wohnhäusern (wo unter anderem schwarz-weiß-rote Fahnen wehten) deutlich gemacht werden, dass Linksextremisten in Dorstfeld nicht willkommen sind. Immer wieder wurden – mutmaßlich durch aufgebrachte Anwohner – Feuerwerkskörper gezündet.


Schon in den Nachmittagsstunden war die Polizei mit einem Großaufgebot präsent


Zugänge zum Dorstfelder Hellweg wurden teilweise durch Straßensperren abgeriegelt


Viele Dorstfelder zeigten Flagge


Nationale Aktivisten laufen auf die Antifademo zu, Polizisten drängen sie zurück


In den Seitenstraßen Unterdorstfelds waren viele rechte Kleingruppen unterwegs


Immer wieder kommt es zu polizeilichen Überreaktionen an Sperrstellen

Parallel zur linksextremen Kundgebung, die eigentlich auf dem Wilhelmplatz stattfinden sollte, jedoch letztendlich nur im vollständigen Polizeikessel auf dem Dorstfelder Hellweg durchgeführt wurde, fand eine Mahnwache der Partei DIE RECHTE statt. Nach Polizeiangaben beteiligten sich über achtzig Personen an der Veranstaltung, auf der unter anderem Solidarität mit dem politischen Dissidenten Horst Mahler gefordert wurde und die sich gegen die zionistische Provokation durch die Antifademo richtete. Deren Ziel, ein jüdisches Mahnmal am Wilhelmplatz, wurde im Übrigen weiträumig abgeriegelt, die Polizei untersagt es den Antifaschisten, zu diesem Metallgerüst zu ziehen.


Hermetisch abgeriegelt: Die Antifademonstration bleibt im Kessel


(Nie erreichtes) Ziel der Linksextremisten: Das jüdische Mahnmal am Wilhelmplatz


Rund um den Wilhelmplatz wurden immer wieder Feuerwerkskörper gezündet


Nationaler Protest: Solidarität mit Horst Mahler, für echte Meinungsfreiheit!

Nachdem die Linksextremisten ihre Zwischenkundgebung beendet hatten, wurde auch die rechte Mahnwache beendet. Viele ehemalige Versammlungsteilnehmer versuchten im Nachgang, direkt an die Demonstrationsroute zu kommen, was mehrmals gelang. Gleichzeitig kam es aber insbesondere im Schulte-Witten-Park zu mehreren Polizeiübergriffen, verletzten Demonstranten, Einkesselungen und zwei Festnahmen. Während sich die Linksextremisten durch den massiven Gegenprotest sichtlich unwohl fühlten, zeigten sie ihr wahres Gesicht, als sich ein einzelner Demonstrant mit einer schwarz-weiß-roten Fahne vor die Spitze ihrer Demonstration stellte: Sofort wurden Flaschen geworfen und Polizeibeamte, die Mühe hatten, den aufgebrachten Mob zurückzudrängen, attackiert. In Verdrehung von Tätern- und Opferrelation, wurde jedoch letztendlich der nationale Aktivist von den überforderten Polizeibeamten abgeführt und von der Aufzugstrecke entfernt. Trotz polizeilichen Schikanen gelang es aber bis zur Abreise der Linksextremisten immer wieder einzelnen Kleingruppen, in Hör- und Sichtweite zu gelangen und deutlich zu machen, dass volksfeindliche Positionen in Dorstfeld nicht unwidersprochen bleiben. Während die Dortmunder Antifagruppierungen ihren Aufmarsch – wie üblich – als Erfolg verklären und die Teilnehmerzahl auf bis zu fünfhundert lügen, wird aus zahlreichen Beiträgen im sozialen Netzwerk „Twitter“ deutlich, dass einige Genossen den Mund wohl zu voll genommen haben. Von der großspurig ausgegebenen Losung, in Dorstfeld „Nazis klatschen“ zu wollen, blieb letztendlich nichts übrig, außer der sprichwörtlich großen Klappe. Während die meisten linken Demonstranten Dorstfeld über den S-Bahnhof verließen, entschlossen sich einige Kleingruppen für andere Wege, wobei offenbar – im Sinne sportlicher Ertüchtigung – die ein oder andere Sprinteinlage hingelegt wurde.


Rund um den Schulte-Witten-Park kesselte die Polizei Aktivisten ein


Es kam zu mehreren Polizeiübergriffen und Festnahmen


Mit wehenden Israelfahnen: Die linksextreme Demonstration


Der Zugang zum S-Bahnhof wurde nach dem Passieren der Antifademonstration unmöglich


Vorher so: “Nazis in Dorstfeld klatschen”. Nachher so:”Mimimi”

Für wilde Spekulationen sorgt derweil eine polizeiliche Pressemeldung über vier angeblich durch Pfefferspray verletzte Beamte, die bei einem Durchbruchsversuch von „rechter Mahnwachenteilnehmer in Richtung der linken Demonstranten“ gegen 19.25 Uhr vor einer Apotheke am Wilhelmplatz in Mitleidenschaft gezogen worden sein sollen. Tatsächlich ist zu der genannten Uhrzeit keine geschilderte Rangelei bekannt, den Einsatz von Pfefferspray durch Demonstranten kann – zumindest auf nationaler Seite – niemand bestätigen. Es würde aber kaum verwundern, wenn die angeblichen Verletzungen durch den sorglosen Umgang mit den eigenen Reizstoffsprühgeräten im Nachgang der Mahnwache verursacht worden sind. Dort attackierten überforderte Beamte immer wieder rechte Demonstranten, obwohl kein Anlass erkennbar war.

Letztendlich bleibt festzuhalten, dass es deutlichen Widerstand in Dorstfeld gegeben hat und die linksextreme Demonstration – trotz eines massiven Polizeiaufgebotes – starken Gegenprotesten ausgesetzt war. Antifaschisten sind in Dorstfeld nicht erwünscht, ihre Ideologie wird von einer Bevölkerungsmehrheit abgelehnt und ihnen auf der Straße entgegengetreten. Auch mehrere Polizeiübergriffe und schikanöse Personenkontrollen, die bis in die späteren Abendstunden anhielten, stehen dem positiven Fazit des Tages nicht entgegen. Wenn Linksextremisten nach Dorstfeld kommen, müssen sie mit Widerstand gegen ihre antideutsche Ideologie rechnen. Auch in Zukunft!

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