90. Jahrestag: Gedenken an Evinger Grubenunglück

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Der 11. Februar 1925 war ein schwarzer Tag für die Dortmunder Bevölkerung: Beim größten Grubenunglück der Stadtgeschichte, das sich in der Evinger Zeche „Minister Stein“ ereignete, kamen vor 90 Jahren 136 Bergleute um ihr Leben. In einem ausführlichen Artikel bieten die „Ruhr Nachrichten“ neben einem damaligen Zeitungsartikel auch Videoimpressionen des Unglücks, an das heute auf dem Nordfriedhof ein großes Ehrenmal erinnert.

Verschiedene Dortmunder Institutionen und Vereinigungen gedachten am Jahrestag den Toten, welche ihr Leben bei der Schlagwetter-Explosion verloren. Viele Evinger Familien haben selbst den Verlust von Vorfahren zu beklagen, bis heute ist das Unglück im Bewusstsein des Stadtteils, gerade bei älteren Menschen. Auch einige nationale Aktivisten aus dem Stadtteil fanden sich auf dem Nordfriedhof ein, um eine Gedenkminute abzuhalten und die damaligen Ereignisse in Erinnerung zu rufen. Leider bleiben solche besonderen Tage der Dortmunder Stadtgeschichte einem Großteil der Bevölkerung unbekannt oder sind schlichtweg ins Vergessen geraten. Ein Zustand, den es durch einen kompetenten Geschichtsunterricht an hiesigen Schulen zu ändern gelten würde – statt gebetsmühlenartigen Wiederholungen der Verbrechen des Nationalsozialismus würde ein Stück Heimatgeschichte die Lehrplänen durchaus aufwerten. Auch, wenn die großen Zeiten von Kohle und Stahl heute vorbei sind.

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