Nach Ausländerübergriff: Spontandemonstration vor Evinger Asylheim!

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Der versuchte Übergriff auf eine junge Dortmunderin sorgte über die Westfalenmetropole hinaus für Empörung (das „DortmundEcho“ berichtete). Nach einer Flugblattaktion der Partei DIE RECHTE, die am Freitagabend (6. Januar 2015) stattfand, formierte sich auf Initiative zahlreicher Anwohner eine spontane Demonstration zum Asylheim. Der Aufzug, bei dem einige Teilnehmer Fackeln mit sich führten, verlief ohne Komplikationen durch benachbarte Wohngebiete. Im Nachgang kam es zu teilweise schikanösen Polizeikontrollen, sowie Gewahrsamnahmen.

Mit der Parole „Eving sagt nein zum Asylantenheim“ zogen die etwa 50 Demonstranten vorbei an der ehemaligen Hauptschule. Dabei wurde vor Ort deutlich gemacht, dass sich der Widerstand gegen das Asylheim nicht unterdrücken lässt – aus benachbarten Häusern gab es zustimmende Gesten, während der Sicherheitsdienst des Asylheimes überfordert wirkte und die Türen verbarrikadierte, obwohl zu keinem Zeitpunkt eine aggressive Stimmung herrschte. Weil am Rande der Demonstration zwei (!) Feuerwerkskörper gezündet wurden, setzte die Polizei im Nachgang einige Personen fest, um eine Schusswaffe zu suchen. Ob die Beamten dabei tatsächlich an dieses Märchen glauben oder lediglich einen weiteren Vorwand zur Kriminalisierung nationaler Deutscher gesucht haben, kann nur spekuliert werden. Fest steht, dass es sich um einen weiteren Eingriff in das Grundrecht von Artikel 8 auf Versammlungsfreiheit handelt, wenn eine – gesetzlich geschützte – Spontandemonstration zu polizeilichen Maßnahmen führt.

Peter Derwing, Sprecher einer der Evinger Anwohnerinitiativen gegen das Asylheim, erklärte auf Nachfrage des „DortmundEchos“: „Unsere Proteste gegen das Asylheim werden anhalten, bis die Stadt die Schule schließt. Erste Übergriffe und Belästigungen im Wohnumfeld sind ein Zustand, der für uns nicht hinnehmbar ist. Was soll erst der kommende Sommer bringen, wenn die Schule vollbesetzt ist und sich das Leben nach draußen verlagert?“. Stefan Reuters, Sprecher von DIE RECHTE Dortmund, fügte hinzu: „Unsere Partei steht weiter an der Seite der Anwohner. Die heutigen Proteste, sowohl die Flugblattaktion, als auch die anschließende Spontandemonstration, waren ein wichtiges Signal. Es ist wenig verwunderlich, dass die Polizei im Anschluss willkürlich gegen Anti-Asylheimdemonstranten vorgeht, denn dieser Protest ist unerwünscht und soll mit allen Mitteln kriminalisiert werden. Ein weiteres Zeichen, welche Angst die Polizei vor der Stimme des Volkes hat!

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