Angebliche Attacke auf Antifa-Journalisten: Sonderermittler sollen mysteriösen Vorfall aufklären – PP Lange vor nächster Blamage

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Der mysteriöse Überfall auf den Antifa-Journalisten Marcus Arndt, der sich angeblich am Montagabend (9. März 2015), im Anschluss an einer Kundgebung der Partei DIE RECHTE im Stadtteil Derne zugetragen haben soll, schlägt hohe Wellen. Während das „DortmundEcho“ als kritisches Medium die offizielle Schilderung des Ablaufes in Frage stellt, reagieren Presse und Polizei mit ihren üblichen Reflexen. Bundesweit hetzen die Massenmedien und sprechen – ohne jeden Beweis – von einem „rechtsextremen Überfall“, ( https://www.google.de/#q=journalist+dortmund&tbm=nws ) während Polizeipräsident Gregor Lange (SPD) die Ermittlungen zur „Chefsache“ macht, inklusive dem Einsatz von zwölf Sonderermittlern. Eine Maßnahme, die zwar eine Verhöhnung von Opfern schwerer Straftaten, beispielsweise Raubüberfällen oder Wohungseinbrüchen ist, bei denen die Ermittlungen häufig nur nachlässig geführt werden, die aber in diesem Fall durchaus zu Früchte tragen könnte. Denn den erfahrenen Ermittlern werden die zahllosen Widersprüche kaum entgehen und so steht Polizeipräsident Lange mittelfristig vor dem nächsten Desaster.

Tatsächlich drängt sich nämlich der Verdacht auf, dass der Vorfall entweder frei erfunden wäre – und Polizeipräsident Lange wie ein begossener Pudel einräumen müsste, dass es die angebliche Gewalt von ‘Rechtsextremisten’ überhaupt nicht gegeben hätte – oder es tatsächlich zu einer Pöbelei gekommen ist, die aber überhaupt keinen politischen Hintergrund hat. Nicht nur in den bisherigen Veröffentlichungen gibt es zahlreiche Widersprüche, auch die Ereignisse der letzten Wochen werfen kein gutes Licht auf Marcus Arndt. Letztendlich wird die Sonderkommission eine spannende Aufgabe haben, bei der das Ergebnis völlig offen ist. Sollte, was nach derzeitigem Stand am wahrscheinlichsten ist, kein Täter ermittelt werden, bröckelt das Image von Lange weiter. Wenn es sich aber um eine „False-Flag-Aktion“ handelt, gerät Lange auch innerhalb seiner Behörde weiter in die Kritik.

Auch, wenn dem „DortmundEcho“ sicherlich nicht alle Details des Vorfalls bekannt sind, hat die Redaktion einen Fragenkatalog zusammengestellt, dessen Beantwortung wohl einige Aufschlüsse zulassen würde, wieviel Wahrheitsgehalt wirklich in der Berichterstattung von Polizei und Presse liegt. Jeder objektive Beobachter kann sich angesichts dieser zahlreichen Widersprüche seine eigene Meinung bilden!

Die Polizei spricht davon, dass sich Arndt auf dem Weg zur U-Bahnstation Reinoldikirche befand, diese aber scheinbar nur – oder nicht einmal – passierte, um dann zu einem Schnellrestaurant zu gehen. Laut einem Bericht des Portals „Ruhrbarone“ ist Arndt mit der Bahn in der Station Reinoldikirche angekommen und dort aus der Straßenbahn gestiegen. Gegenüber den „Ruhr Nachrichten“ äußerte Arndt jedoch, er sei seit der Station Kampstraße verfolgt worden. Alleine hieran wird deutlich, dass es mehrere Versionen zu geben scheint, die allesamt nur zu einer Frage führen: Wie verlief der Weg von Marcus Arndt wirklich und welche Videokameras müssten sowohl Arndt, als auch seine angeblichen Verfolger, zwangsläufig aufgezeichnet haben?

-In dem Bericht der „Ruhrbarone“ wird Arndt zitiert, ihm seien mehrere Personen in szenetypischer Kleidung aufgefallen (gemeint ist die rechte Szene, Anm. d. Red.), die ihn bereits in der Bahn verfolgt hätten. In dem Bericht der „Ruhr Nachrichten“ will Arndt erst nach dem Besuch eines Schnellrestaurants verfolgt worden sein. Außerdem sollen die Verfolger, wie auch der Polizeipresse zu entnehmen ist, mit schwarzen Kapuzzenpullovern und Sturmhauben bekleidet gewesen sein – kein Wort von der angeblichen szenetypischen Kleidung, die Arndt zuvor ausgemacht haben will. In einem Bericht der „WDR-Lokalzeit“ soll Arndt sogar bereits an der Haltestelle „Reinoldikirche“ mittels eines Panikbuttons Alarm geschlagen und einen befreundeten Journalisten benachrichtigt haben, dass er gerade verfolgt würde. Daher stellt sich die Frage: Ab welchem Ort soll Arndt verfolgt worden sein und wie waren seine angeblichen Verfolger gekleidet? Warum lief Arndt, wenn die Schilderung Weiermanns stimmt, in Richtung eines Parks, statt in eines der geöffneten Ladenlokale, wenn er sich seit der Reinoldikirche, einem der zentralsten und belebtesten Orte Dortmunds, verfolgt fühlte?

-Während in dem Artikel der „Ruhrbarone“ von mehreren Verfolgern gesprochen wird und Arndt diese Zahl in den „Ruhr Nachrichten“ auf drei beziffert, sprechen Polizeipresse und sein Journalistenkollege Sebastian Weiermann, zu dem Arndt unmittelbar nach dem Vorfall Kontakt hatte, lediglich von zwei Verfolgern. Hier stellt sich die Frage: Welche Zahl stimmt und wieso sind die Angaben so widersprüchlich bzw. wieso kommt die Polizei zu einer anderen Zahl, als Arndt, auf dessen Aussage sich die Pressemitteilung beruft? Gibt es mehrere geschilderte Versionen der Tat?

-Auch der angebliche Tatort, an dem Arndt mit Steinen beworfen worden sein will, wirft Fragen auf: Er selbst benennt in den „Ruhr Nachrichten“ den Park hinter dem Ostwall-Museum, während sein Kollege Weiermann die Victoriastraße zeigt (ebenso, wie es dem Polizeibericht zu entnehmen ist, der sogar konkret vom südlichen Gehweg der Viktoriastraße spricht), an der zur vermeintlichen Tatzeit (22.05 Uhr) durchaus Gaststätten geöffnet haben und in der Regel Publikumsverkehr herrscht. Daher bleibt zu beantworten: Wo hat sich der Vorfall ereignet und warum gibt es unterschiedliche Schilderungen, wo der Tatort liegt? Warum schildert Weiermann, der eigentlich durch die Alarmierung Arndts einen umfassenden Überblick über die Vorgänge haben müsste, von der Victoriastraße, während Arndt im Park des Ostwall-Museums überfallen worden sein will?

-Nach den übereinstimmenden Schilderungen aller Massenmedien sollen drei Steine auf Arndt geworfen worden sein, von denen zwei am Körper, sowie einer am Kopf, getroffen haben sollen. Um was für Steine es sich hierbei handelt, war zunächst unklar, die „Süddeutsche Zeitung“ spricht jedoch von Pflastersteinen. Hier stellen sich gleich mehrere Fragen: Wurden diese Steine gefunden und durch die Polizei zu weiteren Untersuchungen, insbesondere auf DNA-Spuren, sichergestellt? Wenn ja, wo wurden diese Steine aufgefunden (hieraus lassen sich Rückschlüsse auf den Tatort zu). Wenn nein, warum wurde eines der wichtigsten Beweismittel nicht sichergestellt? Da nach den offiziellen Verlautbarungen ein Streifenwagen am Tatort eingetroffen war, ist nicht erkennbar, dass es für die Täter (sofern es welche gegeben hat) eine Möglichkeit gab, die Steine vor einer Beschlagnahmung verschwinden zu lassen. Noch aufschlussreicher ist jedoch die Beantwortung einer anderen Frage: Warum hatte Arndt, wie auch aus dem Polizeibericht hervorgeht, der umschreibend zu eventuellen Verletzungen lediglich angibt, dass der Journalist zur „medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus“ verbracht wurde, keine Verletzungen, wenn er von einem Pflasterstein (!) am Kopf getroffen wurde? Hat es eine gründliche Untersuchung der Person Arndt gegeben, um festzustellen, ob dieser überhaupt an den entsprechenden Stellen am Körper Prellungen oder ähnliches aufweist, sowie eine Wunde am Kopf? Pflastersteine rufen in der Regel schwere Verletzungen hervor, warum sind diese bei einem Treffer ausgeblieben?

-Angeblich wäre durch die Angreifer die Drohung „Du linke Sau, wir töten dich“ gerufen worden. Zu welchem Zeitpunkt und auf welcher Entfernung? Es mutet komisch an, wenn dieser vermeintliche Überfall augenscheinlich jedes Klischee erfüllt. Wenn es sich tatsächlich um einen gezielten Übergriff gehandelt haben soll, warum blieb Arndt unverletzt?

In einem Bericht der „Ruhrbarone“ war schon einmal die Rede davon, dass ein Journalist in der Dortmunder Innenstadt mit Steinen beworfen worden wäre. Es würde komisch anmuten, wenn ausgerechnet Arndt doppelt von einem solchen Vorfall betroffen wäre. Handelt es sich hierbei tatsächlich zufällig ebenfalls um Marcus Arndt? Ist dieser Vorfall polizeibekannt? Was haben die damaligen Ermittlungen ergeben?

-Und auch andere Fragen bleiben offen: Wie erklärt sich die Polizei, dass sämtliche Kundgebungsteilnehmer in Derne unter Polizeiaufsicht, die teilweise bis ca. 22 Uhr bestand, abgereist sind? Wer sollte Arndt, der augenscheinlich sehr spät aus dem Stadtteil zurückkehrte, verfolgt haben? Wohin war Arndt in der Innenstadt unterwegs? Warum haben die Ruhrbarone-Blogger Felix Huesmann und Sebastian Weiermann im Zuge der Todesanzeigen-Vorgänge große Medienaufmerksamkeit erhalten, während Marcus Arndt missachtet wurde und sich sogar selbst auf seinem eigenen Blog interviewen musste, weil offenbar niemand sonst Interesse aufbrachte?

Ebenfalls fraglich ist, ob sich Arndt nicht sogar strafbar gemacht hat, als er mit eine Gaspistole an einer Versammlung linker Gruppierungen in Derne teilgenommen hat: Im Bericht der WDR-Lokalzeit ist Arndt unter einem Pulk von Gegendemonstranten zu erkennen. Bezeichnenderweise geht die Polizei in ihren einseitigen Ermittlungen aber ohne gründliche Überprüfung davon aus, dass die Täter des mysteriösen Arndt-Überfalls in der rechten Szene zu vermuten seien. Dass sogar Videoaufnahmen der Derne-Kundgebung gezeigt wurden, sicherlich in der Hoffnung, Arndt möge hierauf einen Täter identifizieren, ist bezeichnend. Sowohl für die Hilflosigkeit der Behörde, deren Beamte eigentlich wissen müssten, dass es alleine zeitlich unmöglich ist, zunächst abzureisen und anschließend in der Innenstadt Marcus Arndt aufzulauern, als auch für die Dreistigkeit, mit der die nationale Bewegung kriminalisiert werden soll.

Für die Sonderkommission dürften sich aber in den kommenden Tagen viele Fragen stellen. Den Beamten bleibt nur eines zu wünschen: Viel Glück bei diesem Fall, der sich zu einem Super-GAU für Dortmunds Polizei entwickeln könnte.

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8 Kommentare

  1. “während Marcus Arndt missachtet wurde und sich sogar selbst auf seinem eigenen Blog interviewen musste” Haha, wer sich schon selbst interviewen muss, während die Genossen teils sogar kurzzeitigen “TV-Ruhm” bekommen (auch wenn es, wie im Fall Weiermann bei Lanz, in einer totalen Blamage endet), der kann schon mal auf so dummdreiste Lügengeschichten kommen. Zumindest wenn man so öffentlichkeitsgeil wie dieser Herr Arndt ist. Jetzt ist er als vermeintliches Opfer rechter Gewalt im Spotlight. Wenn die SOKO vernünftig ermittelt, vielleicht bald als Dortmunds Lügenbaron. Ein klassisches Eigentor halt. 🙂

  2. Guter Punkt den ihr da aufdeckt: Das es bereits vor einiger Zeit schon einmal einen solchen Vorfall mit Steinwürfen auf einen linken Möchtegern-Journalisten in der Dortmunder Innenstadt gegeben haben soll (wohlmöglich war dieser Arndt da auch das angebliche Opfer), zeigt doch, wie sehr diese wirre Geschichte zum Himmel stinkt!

  3. Dummheit war nie zwingende Voraussetzung, um “links” zu sein, erleichtert die Sache aber in der Regel ungemein und was das dann im Einzelfall für schwule Irrsinnsblüten treibt, zeigt das aktuelle Beispiel sehr anschaulich! Zur Dummheit passen dann reihenweise Ungereimtheiten, widersprüchliche Aussagen und fehlende Beweismittel und Zeugen. Da bleibt nur die alte Weisheit der Lateiner: “Hätte er geschwiegen, dann hätte man ihn weiter für einen “Journalisten” gehalten …Megapeinlich für die Polizei, die mit der neuen Soko gleich auf den Dummbatzzug aufspringt – und nun feststellen muss, dass da gar kein Trittbrett dran ist – und die Medien, die in bewährter Manier sofort gegen “Rechts” loshetzen und nun wieder leicht als “Lügenpresse” vorgeführt werden können!

  4. Völk. Beobachter on

    Die “Sensationsmeldung” hat es bis in die ZDF-Drehscheibe (11.3.) geschafft. Schauen wir mal, wann die zurück rudern müssen – aber so etwas entfällt ja oft bei Falschmeldungen.

    (Und mal ganz nebenbei bemerkt, Genosse Weiermann: Geh mal zum Zahnarzt. Ich würde mich so nicht ins Fernsehen trauen…)

  5. Interessanter Ausschnitt aus einem Artikel der WR Dortmund:

    Zitat:””Die Dortmunder Polizei bestätigt die Situation – nicht aber die Begriffe “Neonazis” und “Journalist”. “Nähere Angaben zum Opfer können wir schon aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht machen”, erklärt Polizeisprecher Oliver Peiler. Er bestätigt aber: Ja, es gab beim Opfer eine “Vorgeschichte von Drohungen”.”Zitat Ende

    Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/neonazis-greifen-dortmunder-journalisten-an-id10439551.html

    Ich gehe davon aus, dass der Fall bald in Richtung > § 145d
    Vortäuschen einer Straftat – StGB endet!

  6. Warten wir mal alle ab. Bis jetzt ist alles Spekulation. Alles ist noch vorstellbar. Ich traue in diesem Fall allen alles zu.

  7. Pingback: Dortmund: Schußwaffe auf Demo mitgeführt – Strafbefehl gegen linken Journalisten! – DIE RECHTE

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