Erneute Proteste gegen Asylheime in Mengede / Mahnwache für 30. März geplant

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In Mengede nimmt der Widerstand gegen die geplante Errichtung von zwei Asylheimen im Stadtbezirk konkrete Formen an: Aktivisten der Bürgerinitiative „Mengede sagt nein zum Asylantenheim“ waren am Samstag (14. März 2015) mit verschiedenen Protestformen aktiv, sowohl an den Orten der geplanten Heime, als auch an einem Infostand im Ortskern, der von Heimbefürwortern durchgeführt wurde. Dort sollte die Möglichkeit bestehen, mit Vertretern der Verwaltung bzw. der örtlichen SPD (wo bekanntlich deutliche Überschneidungen bestehen) über die unkontrollierte Asylanteneinwanderung zu diskutieren – tatsächlich zeigten sich diese jedoch wenig gesprächsbereit und beschränkten sich auf das Dreschen hohler Phrasen. Derweil ruft die Bürgerinitiative für den 30. März 2015 zu einer ersten, öffentlichen Mahnwache auf, mit der ein deutliches Zeichen gesetzt werden soll.

Die Bürgerinitiative erklärt zu der vermeintlichen Informationsveranstaltung, die beim vermeintlichen Bürgerdialog am vergangenen Donnerstag (das „DortmundEcho“ berichtete) beworben wurde:

Diese Gelegenheit wollten dann auch um die 30 Personen, worunter sich auch Vertreter unserer Initiative befanden, wahrnehmen und versammelten sich am Marktplatz. Während zunächst weit und breit kein Verantwortlicher zu sehen war, fanden sich später SPD-Mitglieder des dortigen Ortsverbandes separat an ihren Parteiräumen zusammen. Als sich herausstellte, dass sich unter dieser Personengruppe jene Person befindet, die zur Diskussionsrunde einlud, stellte ein Bürger den Mann zur Rede. Währenddessen wurden die anderen Bürger auf die Situation aufmerksam und zogen zum nahegelegenen SPD-Büro. Als Bürger ihren Unmut sowie ihre Ängste und Sorgen bezüglich der beiden Asylbewerberheime zum Ausdruck brachten, wurde von Seiten der SPD versucht die Bürger zu beschwichtigen.


Ausreden und Beschwichtigungen statt einer tatsächlichen Diskussion über den Asylheimbau

Um weitere Proteste zu koordinieren, fand zudem eine Ortsbegehung in Oestrich und Mengede statt, bei der gleichzeitig an den beiden geplanten Asylheimstandorten mit einem neuen, themenbezogenen Transparent verdeutlicht wurde, dass es im Stadtbezirk Mengede massiven Widerstand gegen die Unterkünfte geben wird. Wenn Politik und Verwaltung gegen den Willen der Bürger Containerdörfer für mehrere hundert Asylbewerber errichten, werden sie einen hohen, politischen Preis bezahlen müssen.


Mengede und Oestrich: Asylheime in Wohngebiete? Nein danke!

Kurzfristig entstanden ist zudem eine weitere Aktion am Standort „Erdbeerfeld“ in Mengede, wo am Sonntag Anwohner mit einem Plakat gegen die Heimeröffnung posierten. Da viele Interessierte erst spät von der Aktion erfahren haben, soll das Protestzeichen der unmittelbar betroffenen Anwohner an diesem Donnerstag (19. März 2015) nachgeholt werden. Treffpunkt ist um 17.00 Uhr vor dem Erdbeerfeld, wo in einigen Monaten ein Asylheim entstehen könnte – wenn es nicht gelingt, die Pläne der Stadtverwaltung zu verhindern. Bereits jetzt wird zudem die Werbetrommel für eine Protestversammlung am Montag (30. März 2015) gerührt, zu der die Bürgerinitiative „Mengede sagt nein zum Asylantenheim“ aufruft. Ab 19.00 Uhr soll auf dem Mengeder Markt gegen die Errichtung der Containerdörfer demonstriert werden, über 150 Bürger haben ihre Teilnahme bei einer erstellen Facebook-Veranstaltung bereits zugesagt.

Mengede findet sich nicht mit dem Heimbau ab, sondern zeigt, dass es in Dortmund noch Stadtteile gibt, in denen sich eine intakte Nachbarschaft den Plänen von Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD), seiner Sozialdezernentin Birgit Zoerner (ebenfalls SPD) und ihrem Fußvolk entgegenstellt!

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