Geldsegen? Stadt Dortmund will evangelischen Kirchentag mit 2,7 Millionen Euro fördern!

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Erst kürzlich wurde bekannt, dass der städtische Schuldenberg auf ganze 2,6 Milliarden Euro geklettert ist, Tendenz weiter steigend. Fast wirkt es daher schon wie Realsatire, wenn die Stadt Dortmund daher ankündigt, den evangelischen Kirchentag 2019, den sie nach Dortmund holen möchte, mit 2,7 Millionen Euro zu finanzieren – es ist ungefähr der gleiche Betrag, der für eine Sanierung des schließungsgefährdeten Dorstfelder Westbades erforderlich wäre. Tatsächlich darf bezweifelt werden, dass bei der Stadt ein ungeahnter Geldsegen ausgebrochen ist, vielmehr dürfte es sich um ein Dankeschön an die evangelische Kirche handeln, die in Dortmund eng mit städtischen Institutionen verbunden ist.

Die Bezuschussung einer solchen Veranstaltung mit Steuergeldern ist nicht hinnehmbar: Zwar werden durch die erwarteten Besuchermassen auch hohe Umsätze erwartet, die finanzielle Situation der evangelischen Kirche ist aber wesentlich entspannter, als die der Westfalenmetropole bzw. der meisten deutschen Großstädte generell. Wenig verwunderlich daher, dass bei einer ähnlichen Veranstaltung, dem katholischen Kirchentag, der im Jahr 2018 in Münster stattfinden soll, Zuschüsse seitens der dortigen Lokalpolitik abgelehnt wurden – nur in Dortmund ticken die Uhren wohl wieder einmal anders und im vorauseilenden Gehorsam wird der evangelischen Kirche wohl auch ihr neuster Wunsch erfüllt werden. Sie ist schließlich ein verlässlicher Partner, wenn es beispielsweise um antinationale Stimmungsmache oder das Verstecken illegaler Asylbewerber geht. Das lässt sich die Politik (bzw. eher: den Steuerzahler) dann auch einmal etwas kosten, unter anderem – neben der aktuell geforderten Summe – im Übrigen auch den stolzen, bereits feststehenden Betrag von 5,2 Millionen Euro aus „Landesmitteln“, für die selbstredend auch der Steuerzahler aufkommt.

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