Abteilung Sommerloch: Presse jammert wegen Bedrohung von linker Anmelderin

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Wenn die politischen Gremien Sommerpause haben, keine größeren Veranstaltungen in unserer Stadt anstehen und auch sonst einfach nichts passiert, sind Artikel über den „Kampf gegen Rechts“ der regelmäßige Lückenfüller in den lokalen Massenmedien. So auch im Fall von Dorothea Moesch, einer SPD-Politikerin aus Westerfilde, die regelmäßig Versammlungen „gegen Rechts“ anmeldet und bei ihrem jüngsten Auftritt am vergangenen Dienstag (30. Juni 2015) in Oestrich bedroht worden sein will.

Demnach habe Moesch, die in ihrer Mobilität durch einen Rollstuhl stark eingeschränkt ist, zwei Anrufe erhalten, in denen angekündigt würde, dass sie bald brennen würde, sowie Unbekannte vor ihrer Tür stehen würden – Anrufe, die wohl kaum jemand ernst nehmen nimmt, zumal solche Bedrohungen im Rahmen der politischen Auseinandersetzung bei allen politischen Spektren an der Tagesordnung sind und zumeist nur ein müdes Lächeln hervorzaubern. Nicht so bei Dorothea Moesch, die von Einschüchterungen spricht und mit der Presse einen Stimmungsfeldzug betreibt. Besonders wütend sind die Gutmenschen darüber, dass der Name von Moesch, die als Versammlungsanmelderin und Politikerin selbstverständlich eine Person des öffentlichen Lebens ist, mitsamt dem Auflagenbescheid der linken Kundgebung auf dem Twitter-Profil von DIE RECHTE Dortmund veröffentlicht wurde. Tatsächlich muss Moesch eine solche Veröffentlichung aber hinnehmen, denn Auflagen sind dafür da, um sie der Öffentlichkeit bekannt zu machen und ein Auflagenbescheid ist kein Dokument, was der Geheimhaltung unterliegt. Welche Daten Moesch darin aufgeführt sehen will, konnte die SPD-Politikerin schließlich im Vorfeld selbst entscheiden und wenn sie es für wichtig hält, ihre Handynummer anzugeben, muss sie eben auch mit kritischen Anrufen rechnen. Wenn es dabei Anrufer gibt, die über die Stränge schlagen und sich zu gegebenenfalls strafbarem Verhalten hinreißen lassen, ist das nicht schön und es ist zweifelsfrei von solchen Äußerungen abzuraten, ein Skandal oder beispielloses Bedrohungsszenario, als welches die Telefonate dargestellt werden, ist das aber sicherlich nicht. Durchaus nachvollziehbar ist dagegen der Wunsch, Moesch einmal die Meinung zu sagen: Wer mit Parolen wie „Schwarz war die Nacht, weiß war der Schnee, von allen Seiten die rote Armee“ den Tod von mehreren Millionen gefallenen, deutschen Soldaten verherrlicht, die ihr leben vor gut 70 Jahren für die Heimat ließen, provoziert selbstredend Reaktionen und muss sich nicht wundern, wenn diese nicht sonderlich positiv ausfallen.

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den Telegram-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!

Verbreiten.

Hinterlassen Sie einen Kommentar