Kurzbericht: Turbulente, nächtliche Spontankundgebung gegen anrollenden Asylzug

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Nachdem bekannt wurde, dass ein Sonderzug mit deutlich über 1000 Asylanten auf dem Weg nach Dortmund ist (das „DortmundEcho“ berichtete), organisierten nationale Aktivisten binnen kürzester Zeit einen Kontrast zum Bild der „Willkommenskultur“, die Linksextremisten und Gutmenschen aufzeigen wollen. Knapp 40 Teilnehmer fanden sich gegen 2.00 Uhr zur kurzfristig angemeldeten Versammlung ein, während etwa 200 politische Gegner im Hauptbahnhof Spenden für die anrückenden Asylanten sammelten und gegen die rechte Veranstaltung protestieren wollte. Während die Polizei bei der Ankunft der Nationalisten die unübersichtliche Situation zunächst weitgehend unter Kontrolle hatte, kam es von außerhalb zu einem Angriffsversuch einer größeren Antifa-Gruppe, unter der sich relativ viele Kurden befanden und bei dem Pyrotechnik, sowie Glasflaschen, geworfen wurden. Durch das beherzte Eingreifen einiger Aktivisten nahm die Truppe die Beine in die Hand, wobei der ein oder andere Kamerad großzügig von seinem Notwehrrecht Gebrauch machte. Leider griff die Polizei, wie so oft, im Nachgang bei den „Falschen“ durch und nahm zwei Nationalisten vorübergehend fest, auch auf der Gegenseite soll es jedoch Festnahmen gegeben haben. Die Kundgebung an der Freitreppe selbst verlief erfreulicherweise ohne Störungen, mittels Megaphoneinsatz und Transparent konnte die Öffentlichkeit genutzt werden, die alleine durch den Ausnahmezustand in der Dortmunder Innenstadt hergestellt war. Wesentlich turbulenter wurde es dagegen bei der Abreise, als die Polizei Probleme hatte, eine größere Gruppe Gegendemonstranten zurückzudrängen, die immer wieder Gegenstände über die Polizeiketten warf. Während die Antifaschisten ohne Staatsdiener die Beine in die Hand nahmen, kam es im Beisein der Staatsmacht zu den üblichen Verhaltensmustern, die – ebenso üblich – durch zögerhaftes Eingreifen der Polizei nicht unterbunden wurden. Erst nach einem längeren Prozedere konnte gegen 3.30 Uhr die Abreise angetreten werden – mittlerweile hatte sich die Meldung verbreitet, dass mit einem Eintreffen des ersten Asylantenzuges ohnehin erst am Sonntagvormittag (5. September 2015) zu rechnen sei und nicht, wie zuvor verkündet, bereits kurz nach Mitternacht. Die spontane Protestaktion hat ihr Ziel, deutlich zu machen, dass es Menschen gibt, die gegen Asylmissbrauch auf die Straße gehen und dabei auch vor „unzivilen“ Uhrzeiten nicht zurückschrecken, mehr als erreicht. Ein Dank geht an alle Aktivisten, die sich die Nacht um die sprichwörtlichen Ohren geschlagen haben, um der „Willkommenskultur“ entgegenzutreten!

Ein ausführlicher Artikel zum Demonstrationsgechehen wird zeitnah nachgereicht.

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