Eving: Störungsfreie Demonstration setzt Zeichen gegen Asylheime im Stadtbezirk!

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Etwa 120 Anwohner und Aktivisten fanden sich am Samstagmittag (24. Oktober 2015) im nördlichen Dortmunder Stadtbezirk Eving ein, um eine Demonstration gegen Asylmissbrauch durchzuführen. Seit Beginn der Masseneinwanderungswelle im Spätherbst 2014 wurden in Eving bereits zwei Asylheime errichtet, in deren Umfeld es immer wieder zu Polizeieinsätzen kommt, zwei weitere Heime sind geplant bzw. finden sich in Fertigstellung. Um gegen die katastrophale Asylpolitik der etablierten Parteien zu protestieren, sowie dem Asylheimstandort Eving eine klare Absage zu erteilen, finden seit Jahresbeginn zahlreiche Aktivitäten statt, mit denen insbesondere die nationale Oppositionspartei DIE RECHTE auf die Problematik hinweist. Bisheriger Höhepunkt war die störungsfreie Demonstration.

Nachdem bereits im Vorfeld mehrere tausend Flugblätter verteilt wurden, in denen über die anstehende Protestversammlung informiert wurde, fanden sich ab 14.00 Uhr vor dem Real-Supermarkt an der Straßenbahnhaltestelle „Zeche-Minister-Stein“ die Versammlungsteilnehmer ein. Nach einer kurzen Auftaktkundgebung, bei der insbesondere die fehlenden Abschiebungen in sicherer Herkunftsländer kritisiert wurden, welche von den etablierten Parteien fast gänzlich ausgesetzt werden, weshalb ein dramatischer Mangel an Heimplätzen herrscht, setzte sich der Aufzug über die „Deutsche Straße“ in Bewegung. Am Rande gab es eine kleine Gegendemonstration, deren Teilnehmerzahl weniger als 50 gewesen sein dürfte.


Der Gegenprotest: Eine kleine Ansammlung von Gutmenschen

Ohne Störungen, dafür mit Sprechchören während der Demonstration, sowie gelegentlichen Ansprachen über die mitgeführte Lautsprecheranlage und am Rande verteilten Flugblättern, erreichte die Versammlung den Evinger Markt zur Zwischenkundgebung. Neben dem Aktivisten Daniel Greber, welcher als Bezirksvertreter in Scharnhorst über Fachkenntnisse hinsichtlich der Asylsituation im Dortmunder Norden bzw. Nord-Osten verfügt, griff auch Kevin Koch vom Wuppertaler Kreisverband der Partei DIE RECHTE zum Mikrophon. Wie in vielen anderen, deutschen Städten, ist auch das Bergische Land von der aktuellen Asylflut massiv betroffen, Steuergeldverschwendungen für illegale Asylbewerber, sowie eine steigende Kriminalität im Umfeld von Asyleinrichtungen, sind gängige Begleiterscheinungen, sowohl im Ruhrgebiet, als auch im Bergischen.


Zwischenkundgebung auf dem Evinger Markt


Verschiedene Redner gingen hart mit der Asylpolitik ins Gericht

Auch der zweite Teil des Aufzuges, der über die „Lüdinghauser Straße“ durch die Märchensiedlung bis hin zur Straßenbahnhaltestelle „Schulte Rödding“ führte, erzielte eine hohe Öffentlichkeitswirkung, insbesondere in den engen Wohnsiedlungen im Herzen Evings. Nicht wenige Passanten bekundeten ihre Zustimmung, während ablehnende Gesten vergleichsweise selten waren und in erster Linie ausländischen Mitbürgern vorbehalten blieben. Zurück hielt sich insgesamt auch die eingesetzte Polizei, deren Aufgebot angemessen erschien (nachdem es in der Vergangenheit zu Einsätzen gekommen war, die eher an einen G8-Gipfel, denn an eine lokale Demonstration, erinnerten), wenngleich ein überforderter Kommunikationsbeamter Auflagenverstöße herbeizureden versuchte, die – selbst nach Aussage seiner Behörde – lediglich von einzelnen Personen begangen und von der Mehrzahl der Demonstranten nicht einmal wahrgenommen wurden, der Polizist selbst aber gegenüber dem Versammlungsleiter mit Auflösung des Aufzuges drohte. Zwar wurden durch die Versammlungsleitung unmittelbar nach Bekanntwerden von eventuellen – oder auch tatsächlichen – Auflagenverstößen geeignete Maßnahmen ergriffen, selbiges im weiteren Versammlungsablauf zu verhindern, in Richtung der Polizei empfiehlt es sich aber, zukünftig fähige Kommunikationsbeamte einzusetzen, die sachlich arbeiten, statt in hysterische Aussagen zu verfallen, die zudem jeder Rechtsgrundlage entbehren. Die Personalienfeststellung bei einem Teilnehmer, der zuvor „Alles für Volk, Rasse und Nation“ gerufen hatte, um diese Parole auf eine Strafbarkeit zu prüfen, mutet dabei ähnlich grotesk an und zeigt ein fehlendes Rechtsverständnis bei einigen eingesetzten Beamten.


Viele Bürger aus Eving und Lindenhorst schlossen sich der Demonstration an

Abgesehen von den erwähnten Unstimmigkeiten am Rande, verlief die Versammlung störungsfrei und, nicht zuletzt durch ausbleibenden Gegenprotest, auch in gewünschter Bürgernähe. Jeder, der sich trotz medialen Hetzkampagnen rechten Demonstrationen anschließt, setzt ein bewusstes Zeichen gegen die derzeitige Politik und unterstreicht den Wunsch nach Veränderungen. Grenzen dicht, Asylheime schließen, die Ordnung auf unseren Straßen herstellen – Forderungen, die wohl bei einem Großteil der Bevölkerung auf Anklang stoßen. Ein Grund mehr, politisch aktiv zu werden und etwas zu verändern. In unserer Stadt, in unserem Land – Gelegenheiten wird es auch zukünftig genug geben, denn jede Demonstration ist ein kleiner Stein in einem großen Mosaik. Ob in Eving, Lügendortmund oder Mengede: Überall in Dortmund gibt es Widerstand gegen die Asylpolitik und ihre Folgen, die unser Land in eine Katastrophe zu stürzen drohen.

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