Dorstfeld: Auch 2015 wieder Proteste gegen einseitiges Gedenken am 9. November!

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Wenn es einen festen Termin im Dorstfelder Stadtteilkalender gibt, dürfte das wohl der 9. November sein: Traditionell protestieren Aktivisten gegen ein einseitiges Gedenken, welches Gutmenschen aus den Reihen der Bezirksvertretung Innenstadt-West um Bürgermeister Friedrich Fuß (Grüne) organisieren. Gedacht wird dort den verschiedensten Opfern, nur nicht denen unseres eigenen Volkes, die ausgespart werden. Grund genug, jährlich aufs Neue diesem Ritual entgegenzutreten. Während sich am Montagmittag (9. November 2015), gegen 15.00 Uhr, etwa 100 Gutmenschen, darunter eine ganze Schulklasse zum Auffüllen der Demonstrantenlücken, versammelten sich rund um das Mahnmal am Wilhelmplatz nationale Aktivisten. Zwar war die Polizei, wie üblich bei solchen Veranstaltungen, mit einem größeren Aufgebot vertreten, es boten sich jedoch erfreulich viele Lücken für Proteste direkt an der Gutmenschen-Versammlung.


Gutmenschen-Gedenken am Mahnmal in Dortmund-Dorstfeld

Unter Rufen wie „Nie wieder Israel“ und „Solidarität mit Palästina“, kritisierten nationale Aktivisten nicht nur die einseitige Gedenkkultur, sondern auch die Außenpolitik der etablierten Parteien, die sich bedingungslos mit Israel solidarisieren. Durch die Anwesenheit der jüdischen Gemeinde als Mitveranstalter eine zweifellos richtige Adresse für diese Kritik. Insgesamt spielten sich die üblichen Rituale ab: Aktivisten protestierten, Streifenpolizisten gingen – mehr oder weniger engagiert – dazwischen, stellten die Personalien fest und erteilten Platzverweise. Etwa zeitgleich mit dem Ende der rund 30-minütigen Gutmenschenversammlung, traf dann auch ein Zug der Dortmunder Einsatzhundertschaft ein, der jedoch nicht mehr wirklich in das Versammlungsgeschehen eingriff. Einem nationalen Aktivisten wurde vorgeworfen, Feuerwerkskörper im Umfeld des linken Gedenkens gezündet zu haben, wobei es sich hierbei um frei verkäufliches Ganzjahresfeuerwerk handelt, so dass diese Anschuldigung nicht haltbar sein dürfte. Derweil sorgte ein linksradikaler Teilnehmer der Gutmenschenversammlung für einen kleinen Eklat: Ihm fiel beim Pogromgedenken das (Tränen-)Gas aus der Tasche, weshalb wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gegen ihn ermittelt wird.


Mehrfach wurden nationale Aktivisten abgeführt und erhielten Platzverweise

Unter welchem Eindruck die Gutmenschen im Übrigen durch die jahrelangen Proteste gegen ihr geheiligtes Gedenken stehen, zeigte sich bereits vor der Veranstaltung: Panisch wurden die Gebüsche im Umfeld des jüdischen Mahnmals nach versteckten Weckern abgesucht, mit denen in den Vorjahren die Versammlung gestört wurde. Gefunden wurde im Übrigen nichts. Stattdessen musste der besorgte Gutmensch feststellen, dass er seinen eigenen, großspurigen Ankündigungen einmal mehr nicht gerecht werden konnte: An der Arminiusstraße sollten, zum Abschluss einer Stolperstein-Säuberungstour, für die sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) verantwortlich zeichnete, vier Stolpersteine gereinigt werden. Davon nahmen die Gutmenschen jedoch kurzfristig Abstand, nachdem offenbar im Vorfeld Stolperstein-Gegner die Arbeit behinderten und den Stolpersteinen eine Umdekoration verpassten. Letztendlich blieben die Stolpersteine, wie 364 Tage im Jahr auch, völlig unbeachtet und selbst von den Gutmenschen „links liegen gelassen“.


Nicht wirklich hübsch und riecht nach Lack: Stolpersteine an der Arminiusstraße 5


Der 9. November in Dorstfeld – jedes Jahr aufs Neue der Zusammenstoß von etablierter, staatlich verbriefter Gedenkkultur und kritischem Hinterfragen. Tradition verpflichtet, auch 2016.

Ergänzung 9. November 2015, 23.00 Uhr:
Offenbar stößt das einseitige Gedenken nicht nur bei nationalen Aktivisten auf Ablehnung, sondern verärgert auch weitere Anwohner. Diverse Müllleimer rund um den Wilhelmplatz in Dorstfeld sind mit den Überresten der Veranstaltung verstopft. Über den Twitter-Account des Dortmunder Kreisverbandes von DIE RECHTE wird dieser Umstand humorvoll mit einer Anfrage an die Stadt verknüpft.

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26 Kommentare

  1. Knesset Erpressen on

    Genau genommen müsste diese Süd Libanesische Erscheinung an anderer Stelle sich Mitteilen. Der Schmeißer Platz auf dem Krampus , nicht weit vom Asta , wäre der logisch bessere Platz, das müsste ELsirau aber wissen, sofern er noch etwas merkt .Wem es beliebt , kann ja mal recherchieren wie das ” M ” in diesen Namen und auch wann es gekommen ist !

  2. Ich finde es befremdlich, was die Gutmenschen da abziehen. Begrüßenswert wäre es, wenn man etwas gegen Unterdrückung tut, hier und jetzt. Da sehe ich keine Nazis am Werk, aber ich sehe die Unterdrückung der Palestinenser, ich sehe Israel, wie es in Syrien Terroristen unterstützt, im Jemen fragwürdige geopolitische Positionen durchsetzen will. Es springt doch ins Auge, sich hier zu engagieren. Mich lässt es die Geschichte in anderem Licht sehen, dass diese naheliegende Forderung bei den Herrschenden keinerlei Beachtung findet.

  3. Palästina und Palästinenser legen auf die verlogenen Solidaritätsbekundungen deutscher antisemitischer Nazis, die ansonsten bei jeder Gelegenheit gegen Araber hetzen oder diese verprügeln,keinerlei Wert.

    Im Gegenteil – Palästinenser schämen sich ob solcher Bekundungen von antisemitischen Nazis und distanzieren sich auf das Entschiedenste hiervon.

    Palästinenser finden Nazis zum kotzen.

    • Genau! 😀 Deine diffuse These wird dabei maßgeblich durch sogenannte “Hitler Grüße” von den Anhängern der Palästinensischen Befreiungsorganisation & der Hisbollah auf deren Paraden gestützt! Lol, hast du n’en Linksdrall unter der Stirnglatze! 🙂

    • Palästina und Palästinenser legen auf die verlogenen Solidaritätsbekundungen deutscher Antiweisser, die ansonsten bei jeder Gelegenheit die antipalästinensische Siedlungspolitik unterstützen oder die Araber für ihre antiweisse Agenda missbrauchen, keinerlei Wert.

      Im Gegenteil – Palästinenser schämen sich ob solcher Bekundungen von deutschen Antiweissen und distanzieren sich auf das Entschiedenste hiervon.

      Palästinenser finden Antiweisse zum kotzen.

      Palästinenser sind Semiten, wenn Antiweisse auch gegen Palästinenser sind, dann sind diese demnach auch antisemitisch.

      Siedlungspolitik ist Genozid.

      Keinen Fußbreit den Antiweissen!

  4. Unter Rufen wie „Nie wieder Israel“ und „Solidarität mit Palästina“, kritisierten nationale Aktivisten nicht nur die einseitige Gedenkkultur […]

    es boten sich jedoch erfreulich viele Lücken für Proteste direkt an der Gutmenschen-Versammlung.

    @ freigeist

    “antisemitischer Nazis”? Ich weiß nicht. Das DortmundEcho und die Störer o.g. Gedenkveranstaltung scheinen eher Linke oder Moslems zu sein. Das sieht man an dem Ausruf “Nie wieder Israel!”. Das Rufen von “Nie wider …” ist generell typisch für Linksfaschisten, z.B. “Nie wieder Deutschland!”. Auch das direkte Stören von Veranstaltungen ist typisch für Linkskriminelle, z,.B. das Stören von öffentlichen Gelöbnissen der Bundeswehr. Die können andere nie in Ruhe lassen, müssen anderen immer ihre Meinung aufzwingen.

    Die hier stattfindende Kritik an der derzeitigen Besatzung Deutschlands durch Moslems scheint nur ein Ablenkungsmanöver zu sein, denn in Wahrheit sind die jungen, moslemischen Männer eine willkommene Unterstützung der “nationalen Aktivisten” und SAntifas bei der gewünschten Vernichtung Israels und beim Kampf gegen die “jüdische Weltverschwörung”.

    Ich verstehe auch nicht, warum diese “Nationalisten” gegen die “Lies!-Aktion” der Salatfisten demonstrieren. Die müßten sich doch eigentlich mit dazustellen!

    Gegen Juden und Israel Hand in Hand:
    Nationalist, Moslem und Antifant!

    PS: freigeist, sind Sie nicht auch gegen Juden, Israel und die “jüdische Weltverschwörung”? Dann reihen Sie sich doch ein in den Protest! Und „verlogen“ ist die Solidarität mit Palästina hier ganz bestimmt nicht. Sie können es nur nicht ertragen, das Leute, die Sie als „rechts“ sehen, mit Ihnen hier einer Meinung sind! Huch! Jetzt sind sie ja auch plötzlich „rechts“! Das geht ja gar nicht!

    • Wenn man das fragwürdige Kunstwerk einschmelzen würde, könnte man daraus wenigstens 2 Schlagbäume zur Grenzsicherung herstellen. Das wäre sinnvoll.

  5. Einseitiges Gedenken? Ja, so ist es. Auch einseitiges Denken, Fühlen und Handlen auf ganzer Linie. Aber laßt sie doch Gedenken wessen sie wollen und gedenkt Ihr der Euren. Und keiner sollte den anderen beim Gedenken stören.

    • Sie gedenken, weil sie den Hintergrund der “Kristallnacht” gar nicht kennen. Wird ihnen ja von ihren Gehirnwäschern auch vorenthalten, die “Kristallnacht” in einen historischen Kontext zu stellen, siehe feiges und hinterhältiges Attentat auf einen deutschen Diplomaten in Paris!

      Undifferenzierte Vergeltungsmaßnahmen sind heutzutage (also nicht damals) international geächtet. M. W. führt nur noch Israel solche Vergeltungsmaßnahmen durch: Ein Palästinenser hat ein Attentat verübt, folglich führt die israelische Armee eine Vergeltungsmaßnahme an Palästinensern durch.

      Bei dieser verqueren Geschichtsdarstellung tut Aufklärung dringend Not.

    • @ Gemulu

      Nicht vergessen:
      ALLES (!) Lüge beim System.

      Kommen Sie mal hier beim Chat vorbei http://chat.wsd-pack.de/ und melden sich mit ihrem Aliasnamen “Gemulu” an, damit ich Sie erkenne. Der Chat soll mehr oder weniger anonym sein. Ich gebe aber keine Garantie dafür. Dort kann man sich jedenfalls über gewisse Dinge offen austauschen…

  6. Was gedenken denn eigentlich die Moslems immer wieder wenn dieses Thema aufkommt ? Warum dürfen die sich entzücken und wir müssen das auch noch bezahlen .
    Da schlage ich doch mal vor das ein jeder in den Ort seiner Geburt reist , wie es in den beiden Religionen geschrieben steht , und dann deren Konflikte selber vor Ort ausdiskutiert ! Dann könnten sich auch mal Einheimische entzücken !

  7. “nach versteckten Weckern abgesucht”
    Schlafschafe wollen eben NICHT aufgeweckt werden.

    Für alle Gutmenschen / Schlafschafe:
    https://www.youtube.com/watch?v=nv0AYLgGfo0

    “Ihm fiel beim Pogromgedenken das (Tränen-)Gas aus der Tasche”
    Apropos….

    Dieses Video hätte man bei dieser israelischen Veranstaltung mal auf einer grossen Leinwand in Dauerschleife abspielen sollen:
    https://www.youtube.com/watch?v=n2loJgjZd6s

    Wer bei pro-israelischen Veranstaltungen mitmarschiert, sich dort als Gutmensch einreiht, der muss sich auch den Vorwurf gefallen lassen, derartiges menschenverachtendes Gedankengut und menschenfeindliche, abscheuliche Taten seitens Israel zu unterstützen. Was ist das für ein menschliches Armutszeugnis bei so einer israelischen Demo aufzumarschieren?
    Und als Kritiker solcher israelischer Aufmärsche wird man abgeführt?! Unfassbar.

    Ullrich Sierau (SPD) auch dabei?……….Ohne Worte!

    Nie wieder Israel!

    Da hilft nur: Mehr Vielfalt, Toleranz und offene Grenzen für Israel.
    Israel hat noch nicht gelernt multikulturell zu sein.
    Deshalb müssen wir uns alle für offene Grenzen in Israel einsetzen, damit die schutzsuchenden Flüchtlinge in Israel in Sicherheit sind. Israel war immer ein Flüchtlingsland und das muss auch so bleiben.

    Zäune werden die Flüchtlingskrise in Israel nicht lösen. Die Mauer in Israel muss weg!
    https://www.youtube.com/watch?v=_7s-RpspxPE

    Gegen Hass und Hetze gegen Flüchtlinge in Israel.
    Für eine Flüchtlingsaufnahme in Israel ohne Obergrenze.
    Weil das Asylrecht in Israel ist ein Menschenrecht.
    JEDER Mensch hat in Israel die gleichen Rechte.
    No Israel Border – No Israel Nation.

    #OpenBordersforIsrael

  8. Völk. Beobachter on

    >Kritik an Kennzeichnungspflicht für israelische Waren

    TEL AVIV. Die israelische Regierung hat die nun beschlossene Kennzeichnungspflicht der EU für Produkte aus dem Westjordanland, Gaza und den Golanhöhen scharf kritisiert…

    Besondere Kennzeichnungspflicht für Produkte aus besetzten Gebieten

    Die EU-Kommission hatte zuvor eine Richtlinie erlassen, nach der Obst, Gemüse und Kosmetika aus den besetzten Gebieten im Westjordanland, Ostjerusalem und den Golanhöhen einer besonderen Kennzeichnungspflicht unterliegen. Das Markensiegel „Made in Israel“ darf für Produkte aus diesen Regionen nicht mehr verwendet werden. Die Kommission hatte den Schritt mit Bestimmungen des Verbraucherschutzes begründet…<

    (https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2015/kritik-an-kennzeichnungspflicht-fuer-israelische-waren/)

    Verbraucherschutz ist wichtiger als der Kunststaat Israel.

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