Dorstfeld: Proteste gegen und Fakten zum Asylheim im Iggelhorst

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Seit Mittwoch (11. November 2015) weiß die Öffentlichkeit: In Dorstfeld gibt es ein Asylantenheim, welches heimlich, hinter dem Rücken der Bürger, eröffnet wurde. Nachdem dieses Vorgehen am Vormittag bekannt wurde, meldete DIE RECHTE einen Informationsstand am Wilhelmplatz im Dorstfelder Stadtteilzentrum an, um über die Folgen der Asyleinwanderung zu informieren, sowie die Bereitschaft für Proteste bei den Anwohnern zu stärken. Bis zum Abend hinweg, stieß die Aktion auf regen Anklang und wird auch am Donnerstag (12. November 2015) fortgeführt, Beginn ist um 10.00 Uhr im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Wittener Straße. Derweil gibt es mittlerweile Fakten zum Asylheimvorhaben, welches als Drucksache 02622-15 von städtischer Seite als „nichtöffentlich“ eingestuft wird: Für stolze 1,73 Millionen Euro hat die Stadt Dortmund das Gebäude im Iggelhorst 26 – 28 für die nächsten fünf Jahre, bis 2020, angemietet.

Zunächst sollen dort 150 Asylanten, sogenannte „minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge (MUFls)“ leben, während mittelfristig eine Unterbringung von regulären, volljährigen Asylanten geplant ist. Seit Anfang Oktober 2015 wurde die Einrichtung schrittweise hochgefahren – doch erst bei der kommenden Stadtratssitzung sollen das zuständige Gremium diese heimliche Heimerrichtung absegnen. Verantwortlich für das Vorgehen, welches mit Transparenz und Bürgernähe freilich nichts mehr gemeinsam hat, zeigen sich fünf städtische Spitzenpolitiker: Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD), sein Pleitekämmerer Jörg Stüdemann (ebenfalls SPD), Rathausblockiererin und Schuldezernentin Daniela Schneckenburger (Grüne), Sozialdezernentin Birgit Zoerner (SPD) und Baudezernentin Martin Lürwer (CDU). Ihre Handschrift trägt das Asylheim in Dorstfeld und zukünftig werden sie die Verantwortung tragen, wenn es zu Polizeieinsätzen und ähnlichen Ärgernissen kommt, die von den Heimbewohnern ausgehen.

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