Griechenland: Dortmunder Delegation zu Gast beim Imia-Gedenken 2016!

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Anlässlich des Imia-Gedenkens, der größten Veranstaltung, welche jährlich von der griechischen Bewegung der „Goldenen Morgenröte“ (Chrysi Avgi, Englisch „Golden Dawn“) durchgeführt wird, fand sich auch im Januar 2016 eine Delegation aus Dortmund in der griechischen Hauptstadt Athen ein. Der gemeinsame Kampf für ein freies Europa der Vaterländer, die selbstständig, friedlich und unter Berücksichtigung ihrer Souveränität, zusammenleben, ist eine Vision, die durch gepflegte Kontakte auch in der Praxis vorangetrieben wird – bei der mehrtägigen Reise konnten nicht nur alte Bekanntschaften gepflegt, sowie neue geknüpft, sondern auch zahlreiche Eindrücke gewonnen werden. Ein Vorfall, in den die Reisegruppe, in der sich neben Dortmundern auch Berliner Aktivisten einfanden, sorgte zudem weltweit für Schlagzeilen und hatte sogar Auswirkungen auf das zentrale Gedenken, welches am Samstagabend (30. Januar 2016) stattfand.

Linksautonome greifen an und sorgen für Straßenschlacht vor der Akropolis

Jener Vorfall ereignete sich am späten Donnerstagabend (28. Januar 2016), als etwa 15 Personen der deutschen Reisegruppe in einem Lokal im Athener Innenstadtviertel Monastiraki speisten. Plötzlich erschien eine etwa 25 bis 30-köpfige Personengruppe, die zum Teil mit Motorradhelmen bekleidet war und darüber hinaus Metallketten, Flaschen, Gürtel und andere Bewaffnungen mit sich führte. Auf Englisch wurde durch die Gruppe gefragt, ob es sich bei den anwesenden Nationalisten um „fucking german fascists“ handeln würde, ehe die Antifaschisten zum Angriff auf die überraschte Reisegruppe überging, deren Essen just zuvor serviert worden war. Womit die Antifaschisten jedoch offenbar nicht gerechnet hatten, war die massive Gegenwehr, die nach dem kurzen Überraschungsmoment einsetzte: Trotz Bewaffnung, mussten die Antifaschisten nach einer harten Auseinandersetzung den Rückzug antreten – von Tischen und Stühlen, über Gläser und Salzstreuer, bis hin zum Tzatziki-Teller, flog den Angreifern nahezu sämtliches Inventar der Außengastronomie entgegen. Schnell zeigte sich, dass sich auch griechische Linksextremisten von ihren deutschen Genossen nur wenig unterscheiden: Mit einsetzendem Gegenwind, trat die Angreifergruppe unter anhaltendem Bewurf und der Parole „Deutschland den Deutschen“, die vor der Akropolis ertönte, den Rückzug an. Erst zehn Minuten (!) nach Beendigung der Situation erschien ein einzelner Polizist, in der Folgezeit erhöhte sich die Zahl der eingesetzten Polizeibeamten nur unwesentlich. Um das eigene Versagen zu beschönigen, brüsten sich Antifaschisten im Nachgang auf einem Szeneportal damit, „Hitlers Enkel“ angegriffen und sich zurückgezogen zu haben, als die Polizei erschienen sei – tatsächlich nahm der letzte Genosse jedoch weit vorher seine Beine in die Hand. Auf Seiten der deutschen Reisegruppe gab es neben mehreren Leichtverletzten einen Aktivisten, der im Krankenhaus behandelt werden musste. Über Verlustmeldungen auf der Gegenseite liegen keine Angaben vor, es ist aber davon auszugehen, dass sich der ein oder andere Genosse im Nachgang noch an die Konfrontation mit deutschen Nationalisten erinnern wird. Verschiedenen Meldungen zufolge, soll es zudem im zeitlichen Zusammenhang mit dem abgewehrten Antifa-Angriff zu einer Razzia gekommen sein, die sich gegen ein Theatergebäude richtet, das von Linksextremisten besetzt gehalten wird und in deren Verlaufes zu mehreren Festnahmen kam.


Das Mobiliar mehrerer Gaststätten wurde stark in Mitleidenschaft gezogen


Spuren des abgewehrten Angriffes in Monastiraki


Auf der Straße stapeln sich geworfene Stühle


Sowohl bei Angreifern, als auch bei Angegriffenen, gab es Verletzte


Ein Gastwirt beschwert sich bei der Polizei über die Attacke

Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs Dionyssos-Rapdendoza

Während in Deutschland das Andenken an die gefallenen Helden unseres Volkes mit Füßen getreten wird und Ehrenmäler häufig dem Verfall überlassen werden, sind im Ausland oft Gedenkstätten zu finden, die in vorbildlicher Weise gepflegt sind und an jene Männer erinnern, die ihr Leben einst für das Vaterland, fernab der Heimat, ließen. Auf dem Soldatenfriedhof Dionyssos-Rapendoza, der sich etwa 30 Kilometer nördlich von Athen befindet, sind etwa 9900 deutsche Soldaten begraben, die in den beiden Weltkriegen in Griechenland gefallen waren. Bereits in den vergangenen Jahren statteten nationale Aktivisten dem Friedfhof im Rahmen des Imia-Gedenkens einen Besuch ab, um an die Gefallenen zu erinnern. Unter der Fahne, für die unsere Vorfahren einst auszogen, wurde ihr Schicksal in Erinnerung gerufen – in einer Zeit, in der jeder positive Bezug zur deutschen Geschichte zum Staatsverbrechen deklariert wird, ist es die Aufgabe der nachfolgenden Generationen, die Flamme der Erinnerung weiterzutragen und für eine würdige Gedenkkultur einzutreten. Einen kleinen Teil dazu hat der Gedenkstättenbesuch beigetragen.


Der deutsche Soldatenfriedhof Dionyssos-Rapendoza


Rund 9900 gefallene Deutsche ruhen vor den Toren Athens


Würdig beflaggt: Die Fahnenmasten des Soldatenfriedhofs


Reisegruppe Dortmund-Berlin beim Besuch in Dionyssos-Rapendoza

Zu Gast bei Buchvorstellung von Nikolaos Michaloliakos

Am Freitagabend (29. Januar 2016), dem Vortag der großen Demonstration, hatte Nikolaos Michaloliakos, Parteivorsitzender der Goldenen Morgenröte und bei seinen Anhängern beliebter, als wohl sämtliche Vorsitzende vergleichbarer Parteiformationen in der Bundesrepublik, in das Büro seiner Partei eingeladen. Hintergrund war eine Buchveröffentlichung, in der Michaloliakos über seine Zeit in Gefangenschaft berichtet – unter fadenscheinigen Gründen war der beliebte Oppositionspolitiker im September 2013 festgenommen worden und hatte rund zwei Jahre in Haft (bzw. später unter Hausarrest) verbracht. Erfreulicherweise wurden die gehaltenen Redebeiträge der Veranstaltung in die deutsche Sprache übersetzt, so dass auch ein inhaltliche Folgen möglich war – die beeindruckende Atmosphäre der Versammlung sprach ohnehin für sich. Neben den deutschen Gästen, hatten sich auch andere ausländische Kameraden, etwa aus Australien, bei der Veranstaltung eingefunden, mit denen ein reger Austausch stattfand.


Begrüßte die deutschen Kameraden: Parteivorsitzender Nikolaos Michaloliakos

Imia-Marsch von der Polizei be-, aber nicht verhindert

Am Samstag stand der große Imia-Marsch auf der Tagesordnung, mit dem jährlich an den Konflikt zwischen Griechenland und Türkei, bei dem bei Auseinandersetzungen um die gleichnamige Insel 1996 mehrere griechische Soldaten ihr Leben verloren, erinnert wird. Seit dem späten Freitagabend hatte sich jedoch eine Meldung verbreitet, wonach der Aufmarsch durch die Athener Polizeiführung kurzfristig verboten worden war – als Begründung musste der linksextreme Angriff dienen, der sich am Donnerstagabend ereignet hatte und nach dem die Sicherheitslage, zumindest in allen Innenstadtbezirken, gefährdet sei. Offenbar hatte der Vorfall hohe Wellen geschlagen, nicht nur deutsche Medien berichteten, sondern auch das griechische Fernsehen kannte einen Tag lang kein anderes Thema mehr. Die Polizei schien zumindest durch die Anwesenheit zahlreicher Deutscher in Athen, sowie der Mobilisierung aus dem linksextremen Spektrum, besorgt und unterband somit die geplante Auftaktkundgebung vor dem Offiziersklub, an dem sich das Imia-Ehrenmal befindet und der in en vergangenen Jahren Ausgangspunkt des Imiamarsches gewesen war. Kurzfristig musste umdisponiert werden und am Samstagabend (30. Januar 2016) versammelten sich schließlich einige tausend Nationalisten, darunter auch verschiedenste Parteien und Gruppierungen aus Deutschland (insgesamt wohl eine fast dreistellige Zahl), vor dem zentralen Parteibüro der Goldenen Morgenröte, unweit der Metrostation Katehaki. Ob der Rückgang der Teilnehmerzahl, der 2016 zu verzeichnen war, mit der kurzfristigen Verlegung der Veranstaltung, sowie einer Verunsicherung potentieller Teilnehmer durch das Teilverbot, zusammenhängt, kann nur spekuliert werden – dem würdigen Charakter des Gedenkens fügten diese Umstände zumindest keinen Schaden zu. Verschiedene Redner der Goldenen Morgenröte riefen nicht nur die Toten des Imia-Konfliktes in Erinnerung, sondern gedachten auch den beiden Parteimitgliedern Manolis Kapelonis und Giorgos Fountoulis, die am 1. November 2013 von Linksextremisten vor einem Parteibüro erschossen worden waren. Untermalt mit hunderten Fackeln und Fahnen, bot sich ein beeindruckendes Bild des aufstehenden Griechenlandes, das kämpferisch gegen Überfremdung und Fremdbestimmung eintritt. Entgegen den vorherigen Ankündigungen der Polizei, fand auch der Aufzug statt, allerdings in entgegengesetze Richtung, weg von den Innenstadtbereichen und hin zum Verteidigungsministerium, vor dem eine Abschlusskundgebung stattfand, die mit dem Absingen der griechischen Hymne endete. Angesichts der vielfältigen Repressionen, denen die griechischen Kameraden ausgesetzt sind, kann das Gedenken 2016 als gelungen gewertet werden – nicht vergessen werden darf, dass eine linke Syriza-Regierung systematisch Grundrechte außer Kraft setzt und mit vielfältigen Tricks versucht, den Nationalisten in Hellas das Leben zu erschweren.


Auftaktkundgebung im Fackelschein


Im Hintergrund: Die Parteizentrale der Goldenen Morgenröte


Tausende strömten zum Imia-Gedenken 2016 auf die Straße

Die Tage in Griechenland dürften jedem Aktivisten der Dortmund-Berliner-Reisegruppe eine Vielzahl neuer Eindrücke beschert haben und zudem durch Vergleiche mit der politischen Arbeit in der BRD auch als Erweiterung des eigenen Polit-Horrizonts dienen. Jedes Land hat (glücklicherweise) seine Eigenarten und der Einblick in das politische Geschehen rund um die Goldene Morgenröte ist immer wieder aufs Neue spannend. Nicht nur zum Imia-Gedenken sollte unser Blick deshalb nach Griechenland gelenkt werden – spätestens jedoch im Januar 2017, wenn Imia wieder die griechischen Nationalisten auf die Straße ruft!

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9 Kommentare

  1. “dass eine linke Syriza-Regierung systematisch Grundrechte ”

    Warum wundert mich das nicht, wenn eine kommunistische Regierung, die sich trotz massiver Probleme des eigenen Volkes kaum verbrämt als Verbündeter der EU-Kommunisten in Brüssel zeigt, nationale Gesinnung (in einem Nationalstaat!) verbieten will und unterdrückt.

  2. Daran, dass jedes Land seine Eigenarten verliert, daran arbeiten gegenwärtig die gobalisierenden Konsuminstrukteure: die Rationalisierung bzw. Maximierung des Profits braucht Standardisierung – zwangläufig nach unten. Darüber hinaus brauchen Konsumenten weder Kultur noch Geschichte oder Familie, denn das kann nur ablenken und verhindert Entfremdung und Neurose, die wiederum den Konsum ankurbeln.

    • ich darf Dir versichern, Mitleser, die Kebab-Geschichte ist eine Sache der Lügenpresse. Die lügenpresse liest man natürlkich so. Gehirn einschalten differenziert den selbstbestimmten Menschen von der Dumpfbacke! Wer bist Du?????

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