Versuchter Mord aus besetztem Haus: Täter sollen mit DNA-Spuren überführt werden!

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Am 23. August 2014 attackierte eine Gruppe von Linksextremisten aus dem kurzzeitig besetzten Gebäude Enscheder Straße 15 (Innenstadt-Nord) heraus passierende Nationalisten, wobei schwere Betonplatten vom Dach der Albertus-Magnus-Kirche geworfen wurden – nur knapp verfehlten sie seinerzeit Polizisten und Aktivisten. Während die Polizei vor Ort lediglich die Wurfgeschosse sicherte, auf eine Stürmung des Gebäudes jedoch verzichtete, stufte die Staatsanwaltschaft den Angriff wenige Tage nach dem Vorfall als versuchten Mord ein. Nachdem im zeitlichen Nachgang der Geschehnisse zwei Tatverdächtige ermittelt werden konnten, die jedoch – mangels konkretem Tatnachweis – zunächst auf freien Fuß gesetzt wurden, hat sich die Zahl derer, die für die fast tödlichen Steinplattenwürfe verantwortlich sein sollen, mittlerweile auf drei erhöht. Trotz der fortgeschrittenen Zeitdauer ist die Staatsanwaltschaft optimistisch, das schwere Verbrechen aufklären, sowie die Täter aus dem linksextremen Spektrum hinter Schloss und Riegel bringen zu können.

Am Tatort wurden mehrere DNA-Spuren gefunden

Nach einem Bericht des Internetportals „Nordstadtblogger“ wurden sowohl auf dem Dach des ehemaligen Kirchengebäudes, als auch an den geworfenen Gehwegplatten, mehrere DNA-Spuren gefunden, deren Abgleich mit der entnommenen Tatverdächtigen-DNA weiter andauert. Nicht unwahrscheinlich ist zudem, dass weitere, potentielle Tatverdächtige mittlerweile in das Visier der Ermittler gerückt sind und auch ein Abgleich mit DNA-Proben aus ähnlichen Verfahren, sowie von weiteren Fällen linker Straftaten im Ruhrgebiet, durchgeführt wird. Tatsächlich erscheint es durchaus realistisch, dass die handelnden Protagonisten, die wohl zum „harten Kern“ der antifaschistischen Hausbesetzerszene gehören, entweder in der Vergangenheit behördlich in Erscheinung getreten sind oder, sofern sie ihren politischen Aktivismus in der Folge des Mordanschlages nicht eingestellt haben, zukünftig auffallen werden. Das alte Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“, scheint sich deshalb einmal mehr zu bewahrheiten.

Linke Szene durch staatliche Ermittlungen verunsichert

Bereits unmittelbar im Nachgang der Steinplattenattacke reagierte die linke Szene verunsichert und bereitete ihre Anhänger auf verstärkte Repressionen vor. Die Ermittlungen, in erster Linie verdeckter und technischer Natur, dürften bis heute angehalten haben, auch wenn es naheliegend erscheint, dass sich die Täter auf übliche Vorgehensweisen, etwa eine Telekommunikationsüberwachung, eingestellt haben.

Stadt verhandelte mit kriminellen Linksextremisten

Angesichts der schwerwiegenden Folgen, die aus der gescheiterten Hausbesetzung in der Enscheder Straße resultieren, wirkt das Vorgehen der Stadt Dortmund wie Realsatire: Verschiedene Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatten am runden Tisch mit Linksextremisten der „Avanti“-Freiraumkampagne (erfolglos) über die Realisierung eines „Autonomen Zentrums“ diskutiert und dabei ausgeblendet, dass der erste „Freiraumversuch“ beinahe unschuldige Menschenleben gekostet hat. Selbst, wenn es sich bei den Verhandlunspartnern der Stadtverwaltung nicht um die Steinewerfer persönlich gehandelt hat, müssen sich diese das Verhalten ihrer Mitbesetzer zurechnen lassen, wenn sie nicht selbst aktiv an der Aufklärung mitarbeiten. Mit solchen Personen, die zumindest unterstützend auf das Nachtatverhalten der „Avanti“-Angreifer eingewirkt haben, darf eine rechtsstaatliche Verwaltung keinen Dialog führen. Diese Leute müssen die volle Härte des Gesetzes spüren. Wer schwere Steinplatten von Hausdächern wirft, nimmt tödliche Verletzungen leichtfertig in Kauf und hat sein Recht auf Freiheit für lange Zeit verwirkt. Abzuwarten bleibt, wann den Ermittlern der Durchbruch gelingt und die Beweise zur dauerhaften Festnahme der Angreifer reichen. Dann heißt es: Handschellen statt Plenum, Stuhlkreis adé.

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