Schmuddel-Todestag: Antifa-Spontandemo kurz vor Dorstfeld gestoppt

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Zum elften Todestag des Punkers Thomas „Schmuddel“ Schulz hatten Antifaschisten zu einem Massenbesäufnis an der Kampstraße aufgerufen, das ab den Mittagsstunden des Ostermontags (28. März 2016) begann. Obwohl bereits im Vorfeld mit Randalen des linksextremen Klientels zu rechnen war, kam es im Bereich der U-Bahnstation nicht nur zu Vermüllungen, sondern auch zu Beschädigungen an einem Bahnfahrzeug. Trotz der Ankündigung des Punkertreffens zeigte sich die Dortmunder Polizei jedoch vor allem von einer unangemeldeten Spontandemonstration, die Richtung Dorstfeld zog, sichtlich überrascht. Nur kurz vor Erreichen des westlichen Stadtteils, gelang es den Beamten, die Rheinische Straße auf Höhe des Versorgungsamtes zu sperren – in weiser Voraussicht hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits etwa 20 nationale Aktivisten kurzfristig auf die Beine gemacht, um dem Aufzug zu begegnen und eventuellen Sachbeschädigungen im Ortskern Einhalt zu gebieten.

Straßensperrungen und „Laufspiele“ mit Antifaschisten

Die Ansammlung von etwa 40 Personen aus der Dortmunder Punker- und Antifaszene versuchte symbolisch, nach Dorstfeld zu gelangen, hatte jedoch bezeichnenderweise ausgerechnet eine Straßenbahn für den Demoversuch verlassen, mit der sie exakt bis zum Wilhelmplatz gekommen wäre. Tatsächlich ist der Marsch auf Dorstfeld deshalb nicht mehr als Symbolpolitik, bei der für die Linken bereits vorher feststand, dass sie durch die Polizei gestoppt würden. Diejenigen, die es an den Polizeiabsperrungen vorbei schafften, nahmen sowohl auf der Rheinischen Straße, als auch im Bereich der parallel verlaufenden Gleisanlagen beim Anblick nationaler Aktivisten augenblicklich ihre Beine in die sprichwörtliche Hand. Trotz – oder gerade wegen – dieses stümperhaften Vorgehens kam es zu massiven Sperrungen, die nicht nur den Straßenbahn- und Fahrzeugverkehr auf der Rheinischen Straße betrafen, der bis zum späten Montagabend stark eingeschränkt wurde, sondern auch zu einem längeren Ausfall im Zug- und S-Bahnverkehr führten, der durch die linken Personen im Gleisbett zwischenzeitlich gestoppt wurde.


Polizei hält ankommende Nationalisten mit Platzverweisen auf Abstand gehalten


Auch Bereitschaftspolizei aus Wuppertal musste für die linke Spontandemo anrücken

Polizeimaßnahmen gegen Linksextremisten

Während sich die Polizei zunächst von dem Spontandemonstrationsversuch überrascht zeigte, wuchs das Kräfteaufgebot innerhalb kurzer Zeit an, auch Teile der Wuppertaler Bereitschaftspolizei, sowie ein Helikopter, unterstützen die erfolgte Festsetzung der linken Demonstranten. Nachdem nicht zuletzt einsetzender Starkregen jede Motivation der Linksextremisten verwehrt hatte, erfolgten polizeiliche Maßnahmen, darunter neben der obligatorischen Personalienfeststellung auch erkennungsdienstliches Vorgehen, sowie die Gewahrsamnahme mehrerer Antifaschisten. Letztendlich bleibt zusammenfassend festzuhalten, dass eine Ansammlung von – überwiegend minderjährigen – Antifaschisten zu einem mittleren Verkehrschaos im Dortmunder Westen geführt hat, jedoch weder eine Öffentlichkeitswirkung hatte, noch den selbst gesteckten Ansprüchen, „Nazis“(und alle, die dafür gehalten werden) entgegenzutreten, im Gegenteil. Stattdessen manövrierten sich die Linksextremisten in einen vermeidbaren Polizeieinsatz.

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