BV Huckarde: Von Sitzbänken, einem Radweg und überalterten Rentnern

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Am Mittwoch (7. September 2016) trat die Bezirksvertretung in Dortmund-Huckarde zu ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause zusammen – mit dabei war selbstverständlich auch der Vertreter der nationalen Oppositionspartei DIE RECHTE, Michael Brück. Insgesamt bot die – vergleichsweise kurze – Tagesordnung kaum Streitpunkte von politischer Brisanz, u.a. wurde die Bereitstellung von Fördermitteln für einen Weihnachtsbaum beschlossen, was angesichts einer zunehmenden Islamisierung immerhin ein begrüßenswertes Zeichen ist. Zum meist diskutiertesten Tagesordnungspunkt entwickelte sich ein CDU-Antrag, in dem eine Radweg-Umgehung an der Emscher in Deusen gefordert wurde, weil Fahrradfahrer angeblich eine Spielstraße massiv belasten würden. Tatsächlich existiert jedoch wenige Meter entfernt, auf der anderen Seite der Emscher, bereits ein Radweg, so dass ein weiterer Weg, dessen Notwendigkeit sich nicht erschließt, verzichtbar erscheint. Letztendlich sorgte aber der Umstand, dass sich das beabsichtigte Weggebiet überhaupt nicht im städtischen Besitz befindet, für eine Beendigung der Debatte, denn eine Realisierung des Weges ist somit alleine aus rechtlichen Gründen unmöglich, abhängig von der Sinnfrage. Während die Antragssteller der CDU ihre Absicht dennoch weiterverfolgen wollten und dabei auf Stimmen der Linkspartei und Grünen zählen konnten, stimmte die selten Konstellation von SPD und DIE RECHTE gegen die Radwegumleitung und beendeten damit ein Schauspiel, welches verdeutlicht, wie wenig Fachkompetenz manche Bezirksvertreter besitzen.

Sitzbankreinigung am Huckarder NS-Denkmal

Auf Antrag der Grünen-Fraktion wurde angeregt, das Huckarder NS-Denkmal an der Urbanusstraße einer Grundreinigung zu unterziehen, in die auch die Sitzbänke am sogenannten Urbanusplatz einbezogen werden. Über eine solche Fürsorge würden sich zahllose, heruntergekommene Ehrenmäler, mit denen an die deutschen Helden beider Weltkriege erinnert wird, sicherlich ebenfalls freuen, doch bei einseitiger Geschichtsbetrachtung bleiben diese Ehrenmäler auf der Strecke – folgerichtig stimmte DIE RECHTE symbolisch gegen die Reinigung des NS-Denkmals, wenig überraschend fand der Grünenantrag jedoch mit den Stimmen von CDU, SPD, Linkspartei und eben jenen Grünen selbst, eine Mehrheit.

DUW-Bürgerbündnis aufgelöst und Linkspartei angegliedert

Kaum jemand kennt sie, doch für einen Platz in der Huckarder Bezirksvertretung, den Ingo Meyer ausfüllt, hat es trotzdem gereicht: Die Rede ist von der „Demokratischen unabhängigen Wählervereinigung“, kurz DUW, einer Stadtteilpartei, die bei der Kommunalwahl 2014 lediglich in Mengede und Huckarde überhaupt auf dem Stimmzettel stand und in erster Linie aus dem Bezirksvertreter Ingo Meyer, sowie seiner Mutter, bestand. Nachdem Ingo Meyer bereits in der Vergangenheit eine Fraktion mit der Linkspartei gebildet hatte, besteht offenbar am Projekt DUW kein Interesse mehr – mit der Begründung einer Überalterung der Mitglieder, erklärte Meyer in der Bezirksvertretungssitzung die baldige Auflösung der DUW und seinen Eintritt in die Partei Die Linke. Auf die politische Arbeit hat diese Entscheidung zwar keinen Einfluss, der Vollständigkeit halber sei jedoch angemerkt, dass sich die Parteienvielfalt in der Bezirksvertretung damit etwas reduziert hat und einem Kartell aus 4 Fraktionen nunmehr lediglich ein Einzelkämpfer, der Abgeordnete der Partei DIE RECHTE, gegenübersteht.

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den Telegram-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!

Verbreiten.

Hinterlassen Sie einen Kommentar