Dorstfeld: Angebliche Übergriffe durch „Rechte“ am Wilhelmplatz

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Pünktlich zum Wochenbeginn meldet die Dortmunder Polizei zwei (angebliche) Übergriffe, die sich am Sonntag (11. September 2016) im Stadtteil Dorstfeld ereignet haben sollen. Demnach wurden gegen 16.20 Uhr zwei Personen, die sich im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Wittener Straße im Dorstfelder Ortskern aufhielten, von mehreren Unbekannten bedrängt und angeblich auch körperlich angegangen, sowie beleidigt – nach Angaben des Internetportals „Nordstadtblogger“ soll es sich bei mindestens einer der beiden Personen um einen „Flüchtlingsunterstützer“ gehandelt haben, womit offenbar ein Befürworter der unkontrollierten Masseneinwanderung nach Deutschland gemeint ist. Beim Einfahren der Straßenbahn entfernten sich nach Behördenangaben alle „Pöbler“, während die beiden „Geschädigten“ eine Strafanzeige erstatteten. Bereits in der Nacht zu Sonntag soll es gegen 2.00 Uhr im Bereich des unmittelbar angrenzenden Wilhelmplatzes, vor einer Bankfiliale, zu einer angeblichen Attacke von Personen, die optisch dem „rechten Spektrum“ zuzurechnen sind, gekommen sein, hierbei wurden nach Polizeiangaben zwei Jugendliche im Alter von 19 und 21 Jahren, die zum Geldabheben einen Bankautomaten aufsuchen wollten verletzt. Diese wären zunächst gefragt worden, ob sie etwas „gegen Nazis“ hätten, als sie dann unvermittelt aus einer größeren Personengruppe heraus mit Reizgas besprüht worden sein wollen. Ob sich dieser Vorfall tatsächlich in einer solchen Form ereignet hat, erscheint jedoch unwahrscheinlich: Abgesehen davon, dass sämtliche Geldinstitute im Umfeld des Wilhelmplatzes spätestens um 24.00 Uhr keinen Zugang zu Automaten ermöglichen, scheinen die aufgezeigten Folgen einer konzentrierten Attacke aus einer größeren Personengruppe heraus doch denkbar gering – gut möglich, dass seitens der Sicherheitsbehörden einmal mehr ein Vorfall, bei dem angeblich ein – nicht näher konkretisierter – Tatverdächtiger im Nachgang kontrolliert worden sein soll und der sich durchaus weitaus weniger dramatischa abgespielt haben könnte, übertrieben dargestellt wird, um politisch günstige Propaganda betreiben zu können. Dass Dorstfeld für Linksextremisten kein gutes Pflaster ist, sofern es sich bei den betroffenen Jugendlichen des nächtlichen Vorgangs überhaupt um solche gehandelt hat, sollte jedoch – unabhängig von den jüngsten Vorfällen – hinlänglich bekannt sein.

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den Telegram-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!

Verbreiten.

Hinterlassen Sie einen Kommentar