Dorstfeld: Traditionelle Proteste gegen einseitiges Gutmenschen-Gedenken

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Jährlich rufen Gutmenschen zu einer Gedenkveranstaltung am 9. November in Dorstfeld auf, die traditionell von Gegenprotesten der Einwohnerschaft des Dortmunder Viertels begleitet werden. Während die Mitglieder der Bezirksvertretung Innenstadt-West um Bürgermeister Friedrich Fuß, erweitert um Vertreter der jüdischen Gemeinde, herangekarrten Schulklassen und einigen Linksextremisten aus den Reihen von Linkspartei, BlockaDo und Antifa, ihre einseitige Veranstaltung durchführen, machen regelmäßig Aktivist auf die vergessenen Toten unseres Volkes aufmerksam, etwa die Opfer des alliierten Bombenterrors oder der Rheinwiesenlager. Auch am Mittwoch (9. November 2016) setzte sich diese Tradition, die im Jahr 2009 Begann und seinerzeit noch durch eine Überreaktion der Polizei die Ingewahrsamnahme dreier Nationalisten zur Folge hatte, im 8. Jahr in Folge fort.

Massives Polizeiaufgebot sollte kritische Meinungsäußerungen verhindern

Wenn Nationalisten den Gefallenen unseres Volkes gedenken, gehören linksextreme Gegenproteste zum traurigen Alltag – lautstark und oftmals wenige Meter der Gedenkstätten entfernt. Jene Kreise jedoch werden von der Polizei von nahezu jeder Protestausübung abgeschirmt, in Dorstfeld werden seit Jahren Platzverweise für Personen erteilt, die ihre Meinung in der Nähe der 9.November-Gedenkveranstaltung propagieren. Trotz allen Schikanen, machen jedoch Jahr für Jahr Menschen deutlich, dass sich keine Meinung verbieten lässt, so auch 2016: Bereits eine Stunde vor Beginn des Gedenkens begann die Polizei damit, weiträumige Platzverweise für den gesamten Bereich des Dorstfelder Ortskerns an jeden zu verteilen, der im Verdacht stand, der „rechten Szene“ anzugehören – begründet wurde diese Maßnahme mit der Verhinderung von Störungen der Gedenkveranstaltung, wobei als Störung offenbar das friedliche und gesetzeskonforme Propagieren der eigenen Meinung aufgefasst wird. Als Reaktion auf diese Platzverweise wurde eine Spontankundgebung gegen Polizeiwillkür angemeldet, die jedoch von der Behörde umgehend mit der Auflage versehen wurde, einen Abstand von ca. 150 Metern zur Gutmenschen-Gedenkveranstaltung einzuhalten und auf den Einsatz akkustischer Hilfsmittel zu verzichten. Ein wahrnehmbarer Protest war somit unmöglich. Trotz allen weiträumigen Abschirmungen, erschienen jedoch im Verlaufe des einseitigen Gedenkens immer wieder Anwohner, die mit Parolen wie „Nie wieder Israel“ auf aktuelle, politische Konflikte hinwiesen und dies durch das Zeigen einer palästinensischen Fahne auch unterstrichen. Wie rigoros der Staat gegen solche Meinungsäußerungen vorgeht, wurde vor Ort deutlich: Jeder Ruf wurde mit einem weiträumigen Platzverweis geahndet, womit das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung faktisch in Dorstfeld (einmal mehr) ausgehebelt wurde. Bereits im Vorfeld des Gutmenschen-Gedenkens führten Polizeibeamte zudem Hausbesuche durch, um „Gefährdenansprachen“ bei Anwohnern durchführen zu wollen, die aus ihren Fenstern beispielsweise Banner mit politisch missliebigen Inhalten hängen könnten – diese Kontaktversuche wurden konsequent verweigert, wenngleich es eine Dreistigkeit darstellt, dass ein Transparent am eigenen Wohnhaus als eine „Gefährdung“ eingestuft werden soll, die Abschaffung der Meinungsfreiheit lässt grüßen.

DIE RECHTE-Stadtrat macht sich persönlichen Eindruck der Veranstaltung

In seiner Eigenschaft als Stadtrat der Partei DIE RECHTE, suchte Michael Brück die einseitige Gedenkveranstaltung auf, um sich ein eigenes Bild des dort Propagandierten zu machen – ein Ausschluss des Abgeordneten war rechtlich nicht möglich, da die Bezirksvertretung Innenstadt-West (und damit eine städtische Gliederung) Organisator der Veranstaltung war, weshalb die Gutmenschen schäumenden Mundes ertragen mussten, dass ein Nationalist ihre Veranstaltung genauer unter die Lupe nimmt. Einigen der Teilnehmer missfiel diese Aufmerksamkeit jedoch, insbesondere Videoaufzeichnung der Veranstaltungen mit einer Gopro-Kamera stießen auf wenig Anklang, so dass kurzerhand durch die Versammlungsleitung behauptet würde, es wäre keine Veranstaltung im Sinne des Versammlungsgesetzes gewesen, sondern eine Veranstaltung der Stadt Dortmund, bei welcher diese das Hausrecht genießen würde und den weiteren Einsatz der Videokamera untersagt (während sämtliche Journalisten der etablierten Medien selbstredend weiter filmen durften). Jene Behauptungen werden im Nachgang überprüft, u.a. mit einer Ratsanfrage zu den Hintergründen der Versammlungsanmeldung.


Die linksradikale Szene empört sich über den “ungebetenen Besuch”

Insgesamt bleibt vom Dorstfelder Gutmenschen-Gedenken festzuhalten, dass die etwa 70 Teilnehmer der Veranstaltung vor jedem, politischen Widerspruch geschützt werden sollen, wohinter offenbar ein Kalkül der Polizei liegt, kritische Meinungen aus dem öffentlichen Raum verdrängen zu wollen. Dass diese Versuche nicht aufgehen, wird Jahr für Jahr am 9. November in Dorstfeld deutlich. Wohl auch im Jahr 2017!

Alle Informationen aus Dortmund direkt aufs Mobiltelefon? Tragen Sie sich in den WhatsApp-Rundbrief oder den DortmundEcho-Mailrundbrief ein, mit dem sie keinen Artikel mehr verpassen! Wenn Sie darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen relevante Termine oder bundesweite Meldungen erhalten möchten, tragen Sie sich in den Mailverteiler "Infobrief.nw.an" ein!
Verbreiten.

9 Kommentare

  1. Ich lehne Störungen von jeglichen Gedenkveranstaltungen und militärischen Gelöbnissen ab, unabhängig davon wer gedenkt und wer stört. Zum Demonstrieren gibt es genug andere Gelegenheiten. Gleiches gilt für massive Störungen (Verhindern) von Versammlungen jeglicher Art.

    Die Stadt will eine Hausrecht auf öffentlichem Grund haben – und das auch noch unter freiem Himmel ohne Haus?! Ha, ha, ha!

    Taucht dieser Nazi rotzfrech […] auf”
    Ja, rotzfrech können die Dortmunder Nationalisten tatsächlich sein. Und das kann manchmal auch gut sein, und manchmal ist es sogar notwendig. Gerade das ist etwas, was ich an ihnen mag.

    Hier sieht man auch mal wieder, welche Vorteile ein Sitz im Parlament so haben kann.

  2. Schade, das es hier kein Foto von dem “frechen” Michael auf der Veranstaltung gibt und eines von den langen Gesichtern der Links-GrünInnen und “Antifas ohne Anti”.

    Right is right and left is wrong.

  3. Dass der Rabbiner ein Russe ist ist Zufall oder hat es etwas mit der Initiative ´Frieden mit Russland´ auf sich?

    Wie einem zu Ohren kam bekamen Schüler der Berthold-Brechts-Realschule die jene Veranstaltung besuchten als dank von ihrem Lehrer Burger bei Burger King ausgegeben. Sonst wären vermutlich nur die üblichen 15 Hanseln zu dieser Versammlung erschienen.

  4. Wer Trump gut findet ist anscheinend etwas uninformiert oder einfach nur meschugge 😉

    Kaum ist dieser Geldhai gewählt, kündigt er an, die geplante Bankenregulierung rückgängig zu machen.

    Die Wallstreet freut sich schon

    http://www.wsj.com/articles/donald-trumps-transition-team-we-will-dismantle-dodd-frank-1478800611

    Und angesichts seiner familiären Bindungen und Solidaritätsbekundungen

    https://www.youtube.com/watch?v=8RMWGTStWvc

    https://www.youtube.com/watch?v=D2UO8GwB9TE

    jubelt man in Israel auch schon fleißig!

    https://www.youtube.com/watch?v=sXM-PHjkMXE

    https://www.youtube.com/watch?v=ngEMrzRM1wk

    Wer als Nationaler Sozialist Trump und seine Pläne feiert, sollte sich vielleicht eine neue politische Heimat suchen!

  5. Da sind echt keine Fragen mehr offen, wenn die grösste und älteste zionistische Organisation Amerikas, die “Zionist Organization of America”, Donald Trump und dessen “Chief strategist” Steve Bannon (Breitbart News) verteidig.

    Zur Aktion in Dortmund: Klasse Aktion und wichtiger denn je, nachdem die VSA mit Donald Trump den zionistischsten Präsidenten in ihrer Geschichte bekommen haben!

    Weiter so! Klare Kante gegen US-Imperialisten! Freiheit für Palästina!

    ZOA Congratulates President-Elect Donald J. Trump, Vice President-Elect Mike Pence, Families, Advisers and Teams

    http://zoa.org/2016/11/10341765-zoa-congratulates-president-elect-donald-j-trump-vice-president-elect-mike-pence-families-advisers-and-teams/

    ZOA Criticizes ADL for Falsely Alleging Trump Advisor Bannon is Anti-Semitic

    http://zoa.org/2016/11/10342353-zoa-criticizes-adl-for-falsely-alleging-trump-advisor-bannon-is-anti-semitic/

    Republican Jewish Coalition Defends Trump’s Appointment Of Bannon

    https://talkingpointsmemo.com/livewire/republican-jewish-coalition-backs-steve-bannon-trump-white-house

    Zionist Organization of America Official Defends Steve Bannon: ‘Painful’ to See Attacks

    https://www.youtube.com/watch?v=g2TBRrW8w7w

    Breitbart’s Joel Pollak Clashes with Lemon Over Bannon: Name One White Nationalist Piece on Site

    https://www.youtube.com/watch?v=c293s-7gppI

    Joe Pollack

    https://en.wikipedia.org/wiki/Joel_Pollak
    https://twitter.com/joelpollak
    http://www.breitbart.com/jerusalem/2016/11/15/bannon-israeli-municipal-leader-publishes-open-letter-supporting/

Hinterlassen Sie einen Kommentar