Nordstadt: Menschenmenge verprügelt Dieb – Polizisten mit Messer bedroht!

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Wenn sich staatliche Strukturen zunehmend aus Problemvierteln zurückziehen, entstehen gesetzesfreie Räume, in denen die Macht des Stärkeren zählt – diese Entwicklung lässt sich in den vergangenen Jahren insbesondere im Bereich der Dortmunder Nordstadt feststellen. In ihrem Presseportal berichtet die Dortmunder Polizei aktuell über einen Fall, der die fehlende Akzeptanz der Polizei als Sicherheitsbehörde verdeutlicht. Demnach wurde ein 31-jähriger Essener am Samstagabend (27. Mai 2017) gegen 19.20 Uhr im Bereich der Münsterstraße / Heckenstraße dabei beobachtet, wie er versuchte, ein Mobiltelefon aus einem geparkten PKW zu stehlen – als ihn der Fahrzeugbesitzer, ein 34-jähriger Mann ungenannter Herkunft, zur Rede stellte, wurde er von dem Dieb mit Pfefferspray attackiert und mit einer Machete bedroht, anschließend flüchtete der Unbekannte. Allzu weit sollte er jedoch nicht kommen: Im Bereich der Münsterstraße kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mehrerer, junger Männer, welche dem gewalttätigen Dieb ans Leder wollten, erst ein größeres Aufgebot an eintreffenden Polizeibeamten konnte die Situation durch Einsatz des Schlagstockes und Drohung mit Pfefferspray beruhigen. Selbst der Abtransport des Diebes gestaltete sich schwierig, mehrmals näherten sich „Personen“. Letztendlich konnte der Dieb zur Polizeiwache mitgenommen werden, auch ein 21-jähriger Gelsenkirchener wurde zur Sachverhaltsklärung mitgenommen, er stammte wohl aus der Gruppe, welche den Dieb stellte und eine proletarische Abreibung verpassen wollte. Es ist davon auszugehen, dass sowohl der PKW-Besitzer, als auch die eingreifenden, jungen Männer über einen Migrationshintergrund verfügen und sich mit dem Diebstahlsopfer solidarisch zeigten. Vieler dieser jungen Männer haben nämlich kein Vertrauen in den deutschen Rechtsstaat und wissen, oft aus eigener Erfahrung und Tätigkeit, dass ertappte Straftäter keine nennenswerten Bestrafungen zu erwarten haben. Auch der 31-jährige Essener, der nicht nur den PKW-Besitzer mit Pfefferspray angriff, sowie mit einer Machete bedrohte, sondern auch ein Messer auf Polizeibeamte richtete, wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Gewalttätiger Dieb ist bereits wieder auf freiem Fuß

Ein versuchter, schwerer Diebstahl, eine gefährliche Körperverletzung, sowie ein Bedrohungsdelikt reichen offenbar nicht, um zumindest eine haftrichterliche Vorführung zu prüfen – zumal unter lebensnaher Betrachtung davon ausgegangen werden muss, dass der Täter polizeibekannt und / oder vorbestraft ist. Kein Wunder also, dass die „jungen Männer“ selbst zur Tat schreiten wollten – bedauerlich ist aber, dass diese „jungen Männer“ im Bereich der Münsterstraße offenbar den Anspruch erheben, als eine Art Staatsmacht zu fungieren. Nicht zuletzt dank einer Polizei, die bei kriminellen Banden auf Rücksicht setzt und dieses Klientel somit in ihrer Auffassung, den Sicherheitsbehörden überlegen zu sein, stärkt.

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